Wein am Limit - Hendrik Thoma

Beiträge zum Thema "Allgemein"

19.01.2020 - Folge 422

Forjas del Salnés - Best of Albariño

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Liebe Walinauten,

die Sorte Albariño hat es uns bei „Wein am Limit“ angetan, aus gutem Grund. Ihr prägnanter Duft und ihre hervorragenden natürlichen Eigenschaften verleiten so manch ambitionierten Winzer, wie z.B. Rodrigo Méndez aka Rodri, zu immer neuen spektakulären geschmacklichen Höhenflügen. Ihr Vorteil liegt auf der Zunge. Sie verfügt über eine knackige Säure, ein klares Aromenprofil, feste Gerbstoffe und spiegelt, ähnlich wie der Riesling, ihre Herkunft auf das Beste wieder, wenn man sie nur lässt.

Natürlich gibt es viele banale und überteuerte Albariño-Massenprodukte. Für die Großkellereien ist diese Region ein Eldorado, aber in der Spitze gehört der Albariño zu den besten Weissweinen der Welt. Jetzt kommt Rodri Mendez mit seiner tief in der Region verwurzelten Familiengeschichte und seinem krassen Qualitätsstreben ins Spiel. Er ist einer der „Gamechanger“ des Rias Baixas, den unteren Buchten, in Spaniens Nordwesten, dem Küstenpart Galiciens. Diese Gegend ist „noch nicht“ durch den Massentourismus versaut. Wahrscheinlich, weil sie lange das Armenhaus Iberiens war. Somit hat sich die Region etwas eigentümliches authentisches bewahrt. Auf den steinigen Granitböden und im moderaten, atlantischen Klima werden von Rodri und seinen Forjas -den Schmieden aus Salnés- Weine mit Trinkzug, steiniger Mineralität und vor allem kerniger Trockenheit auf die Flasche gezogen.

Wie schmecken die Forjas del Salnés Albariñ0?

Das sind keine Kuschelweine, sondern glasklare Botschafter der Weinberge, aus denen sie stammen. Rodris Einzellagen sind limitiert, gesucht und am Ende nicht günstig, aber leider geil.

Die Weine von Forjas del Salnés werden ohne Temperaturkontrolle spontan vergoren und in gebrauchten französischen 500-Liter-Fässern oder im Stahltank ausgebaut. Diese charaktervollen Gewächse haben wenig mit den spritzig-frischen, kaltvergorenen, eindimensionalen Albariños aus hohen Erträgen, die hier sonst gekeltert werden, zu tun. Während viele Bauern ihre Rotweinreben herausgerissen haben und mit Albariño bepflanzten, bleibt Forjas del Salnés auch den lokalen roten Sorten, wie Caiño, Espadeiro und Loureiro treu. Pfeffrig, würzig und mit viel Trinkfluss und einer messerscharfen Säure ausgestattet, das ist das typische Merkmal dieser Weine. Hier findet sich mit jedem Schluck authentischer Rias-Baixas-am-Limit im Glas. Auf alle Fälle brauchen diese beiden komplexen Weine Luft in einer Karaffe oder einem bauchigen Glas. Mit etwas Temperatur irgendwo zwischen 9-15°C werden sie immer besser, ein paar weitere Jahre Flaschenreife werden auch dazu beitragen.

In der Tat sind die Weine von Rodri und den Forjas das Beste, was man aus der Albariño rausholen kann. Das sehen nicht nur wir, sondern auch der geschätzte Luis Guiterrez vom Wine Advocate so. Die Weine sind Jahr für Jahr unter den besten spanischen Weißweinen vertreten. Großes Gaumenkino!

Auf mehr “Rias-Baixas-Spaß” im Glas,

Euer Hendrik & das WaL-Team

14.01.2020 - Folge 421

Aus dem Leben eines Weinkritikers mit Stephan Reinhardt - Teil 3

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Liebe Walinauten,

eine neue Dekade hat begonnen. Wir sind im Jahr 2020 und starten voller Energie und Elan! Wir hoffen ihr seid unbeschadet und mit “knallendem Spaß im Glas” ins neue Jahr gestartet.

Der Januar kann für uns gar nicht besser starten. Warum? Weil wir gleich in der ersten Woche einen hochkarätigen Gast begrüßen durften. Einer der einflussreichsten Weinkritiker im deutschsprachigen Raum, Stephan Reinhardt der Verkoster u.a. für Deutschland und weite Teile Frankreichs von Robert Parker’s Wine Advocate, war am Montag in unserem Weinpool. Natürlich wurde Wein verkostet, bewertet und viel philosophiert über das Leben eines Weinkritikers, vor allem wie man einer wird. Ein leidenschaftlicher Exkurs in die Wahrnehmung eines Weinjournalisten, der neben seiner Tätigkeit als Weinkolumnist der Frankfurter allgemeinen Sonntagszeitung, Redaktionsmitglied bei der renommiertesten Weinbewertungsplattform der Welt ist.

Weinwissen und Fachkompetenz

Um nicht weiter auf die Folter zu spannen, es ist das längste Video in der Geschichte von “Wein am Limit” entstanden. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, dass Video in drei Teile zu verpacken. Soviel geballtes Weinwissen kann keiner an einem Stück verarbeiten. Der wahnsinnigen Fachkompetenz unseres Gastes werden 3 Teile gerade so gerecht. Die weiteren Teile findet Ihr auf Youtube, sowie in unsere WaL-Mediathek.

Im dritten Teil wird des Kolfoks Querschnitt Rosé und Felsen II von Christian Tschida verkostet. Und es gibt ein Plädoyer zu Offenheit und Neugierde, die man sich als Weininteressierter stets behalten sollte.

Das Weinkritiker-Verkostungspaket

Es wurde aber nicht nur über das Leben eines Weinkritikers diskutiert, es gab auch Weine zu verkosten. Wir haben gesagt: “Stephan, such dir mal was aus, auf was du Bock hast.” Gesagt, getan! Dabei heraus kamen ein Muscadet von Gaec du Haut Planty von der Loire, der Rosé Querschnitt von Kolfok und der Felsen II von Christian Tschida aus dem Burgenland. Diese drei Weine gibt es als “Weinkritiker-Verkostungspaket”. So könnt ihr parallel zum Video verkosten und schauen, ob ihr einer Meinung mit Stephan und mir seid.

Da die Weine genau in das Bewertungs- und Regionsschema von Stephan gepasst haben, wird die Bewertung des Wine Advocate nicht lange auf sich warten lassen. Wir sind schon ganz gespannt.

Auf mehr “Verkostungsspaß” im Glas,

Euer Hendrik & das WaL Team

13.01.2020 - Folge 420

Aus dem Leben eines Weinkritikers mit Stephan Reinhardt - Teil 2

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Liebe Walinauten,

eine neue Dekade hat begonnen. Wir sind im Jahr 2020 und starten voller Energie und Elan! Wir hoffen ihr seid unbeschadet und mit “knallendem Spaß im Glas” ins neue Jahr gestartet.

Der Januar kann für uns gar nicht besser starten. Warum? Weil wir gleich in der ersten Woche einen hochkarätigen Gast begrüßen durften. Einer der einflussreichsten Weinkritiker im deutschsprachigen Raum, Stephan Reinhardt der Verkoster u.a. für Deutschland und weite Teile Frankreichs von Robert Parker’s Wine Advocate, war am Montag in unserem Weinpool. Natürlich wurde Wein verkostet, bewertet und viel philosophiert über das Leben eines Weinkritikers, vor allem wie man einer wird. Ein leidenschaftlicher Exkurs in die Wahrnehmung eines Weinjournalisten, der neben seiner Tätigkeit als Weinkolumnist der Frankfurter allgemeinen Sonntagszeitung, Redaktionsmitglied bei der renommiertesten Weinbewertungsplattform der Welt ist.

Weinwissen und Fachkompetenz

Um nicht weiter auf die Folter zu spannen, es ist das längste Video in der Geschichte von “Wein am Limit” entstanden. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, dass Video in drei Teile zu verpacken. Soviel geballtes Weinwissen kann keiner an einem Stück verarbeiten. Der wahnsinnigen Fachkompetenz unseres Gastes werden 3 Teile gerade so gerecht. Die weiteren Teile findet Ihr auf Youtube, sowie in unsere WaL-Mediathek.

Im zweiten Teil kommen wir über die Begeisterung für den Elsass zur Loire und damit zur Verkostung des ersten Weins. Les Yonnieres von Haut Planty ist ein ein imposanter Weißwein, der aus einer Einzellage gekeltert wird und seine Komplexität aus langem Hefelager zieht. Was wohl der Kritiker dazu zu sagen hat?

Das Weinkritiker-Verkostungspaket

Es wurde aber nicht nur über das Leben eines Weinkritikers diskutiert, es gab auch Weine zu verkosten. Wir haben gesagt: “Stephan, such dir mal was aus, auf was du Bock hast.” Gesagt, getan! Dabei heraus kamen ein Muscadet von Gaec du Haut Planty von der Loire, der Rosé Querschnitt von Kolfok und der Felsen II von Christian Tschida aus dem Burgenland. Diese drei Weine gibt es als “Weinkritiker-Verkostungspaket”. So könnt ihr parallel zum Video verkosten und schauen, ob ihr einer Meinung mit Stephan und mir seid.

Da die Weine genau in das Bewertungs- und Regionsschema von Stephan gepasst haben, wird die Bewertung des Wine Advocate nicht lange auf sich warten lassen. Wir sind schon ganz gespannt.

Auf mehr “Verkostungsspaß” im Glas,

Euer Hendrik & das WaL Team

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