Wein am Limit - Hendrik Thoma

Beiträge zum Thema "Allgemein"

16.04.2018 - Folge 336

Ankündigung des 37. Livestreams - Das Loire-Authentisch-Paket

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Liebe Walinauten,
am Mittwoch, den 09. Mai, findet der 37. Wein am Limit-Livestream statt.

unser nächster Livestream-Gast stammt aus der Bretagne und ist ein Mensch der voller Leidenschaft für seine Heimat brennt. Alain Couillaud und sein Bruder Christian haben sich vor einigen Jahren der Herstellung naturbelassener Weine verschrieben. Ihre charaktervollen Gewächse werden in den spannenden Winebars und Restaurants von Paris gefeiert, sorgen sie doch für neue Geschmackshorizonte jenseits der glattgebügelten Gewächse, von denen es immer noch reichlich in der Loiremündung gibt.

Die 20 Hektar große Domaine befindet sich in Landreau, einem der besten Weinbauorte des Muscadet Sèvre-et-Maine und stellt gerade komplett auf biologisch zertifizierten Anbau (Agriculture Biologique) um. Das Weingut wurde 1960 von ihrem Vater Michel gegründet und ist bis heute von A–Z ein Familienunternehmen geblieben. Christian kümmert sich um die Weingärten und Alain um die Vinifikation und das Geschäft. Die tonhaltigen Böden liegen auf einem harten, grünen Schiefer- und Granituntergrund, das Klima ist gemäßigt kühl zwischen Atlantik und der Loiremündung. Deswegen entstehen hier leichte, zeitgemäße, trockene Weine mit einem herrlich salzigen Charakter, die zu den am unterschätztesten Weinen Frankreichs gehören.

Schön Euch wieder mit mehr “Spass im Glas“ an Bord zu haben,
Euer Hendrik und das WaL Team

13.04.2018 - Folge 335

Folge 335 - 36. Livestream "Das Pacalet-Pinot-Paket"

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Liebe Walinauten,

mit Philippe Pacalet kommt einer der ganz spannenden Winzer der neuen Burgunder-Generation zu uns. Er selbst stammt aus dem Beaujolais und ist verwandt mit dem berühmten „Gamechanger“ Marcel Lapierre aus Morgon. Dieser arbeitete, unter der Hilfe des Wissenschaftlers Jules Chauvet, u.a. an der Reduktion von Schwefel im Wein. Dabei ließ Lapierre nie die Tradition und das Handwerk aus den Augen. Sein Onkel scheint Philipp in seiner Arbeit inspiriert zu haben.

Denn nach einem Jahrzehnt Arbeit für den renommierten, biodynamisch arbeitenden Erzeuger Prieure Roch entschlossen sich Philipp und seine Frau Monica Anfang des Jahrtausends ein eigenes Weingut zu gründen. Der Umzug in ein eigenes Kellereigebäude im Jahr 2007 gab nochmals einen weiteren großen Qualitätspush. Da es für ein junges Unternehmen fast unmöglich ist Weinberge in Burgund zu kaufen (die teuersten der Welt), pachtet das Paar langfristig Rebgärten oder arbeitet mit befreundeten Bauern zusammen.

Der Stil von Pacalet ist weniger laut, weniger holzbetont und mit einer nervösen Frische, sicherlich auch wegen der früheren Lese, ausgestattet. Seine Gewächse haben nur 12-12,5 Alk. und liefern dennoch eine bezaubernde Intensität. Durch die minimalen Interventionen im Ausbau kommt eine zart-filigrane Frucht zum Vorschein, wie man sie so nur selten in Burgund bekommt. Auch hier gilt Tradition und Handwerk kommen zuerst, keine Zusätze und manipulativen Eingriffe werden gemacht.

Wie immer gilt: Wer so am Limit arbeitet, dessen Weine polarisieren. Unter Profis und Liebhabern genießen die Cru von Pacalet mittlerweile einen Ruf wie Donnerhall. Man findet sie auf den besten Weinkarten der Welt. Mit recht, wie wir finden.

Kurz die Spielregeln für den 36. Livestream. Es ist keine Anmeldung oder eine App nötig. Klickt uns auf dem Reiter „Video“ in der Menüliste am Freitag, den 13. April 2018 ab 20.00 Uhr auf „Wein am Limit“ an. Ihr könnt auf den Ablauf des Hangouts direkt Einfluss nehmen, indem Ihr z.B. über die Kommentarfunktion unter dem Video Eure Eindrücke mitteilt oder auch Fragen stellt. Wer möchte, kann darüber hinaus auf meinem öffentlichen Facebookprofil von Wein am Limit unter der letzten Mitteilung Fragen stellen. Für alle die nicht dabei sein können, sollen oder wollen: Don’t worry! Ihr könnt Euch die Sendung im „Reload“ in Ruhe anschauen (was viele machen) und dazu die Weine genießen. Wer sich das Paket nicht leisten möchte oder kann, ist trotzdem herzlich eingeladen zuzuschauen und mitzumachen. Es wird auf alle Fälle eine Menge Vinotainment und Information geboten.

Wir freuen uns auf Euch und “mehr Spaß im Glas”,
Hendrik & das WaL-Team

08.04.2018 - Folge 334

Montecarrubo - Der beste Syrah Italiens

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LIEBE WALINAUTEN,
große Weine benötigen Menschen mit Vision und Leidenschaft. Von der Ostseite Siziliens, im Ort Melilli, an einem alten Nebenkrater des Vulkans Ätna, stammt der faszinierendste Syrah Italiens, in diesem Kontext sogar der Welt. Denn dieser Wein aus den Händen von Peter Vinding-Diers schafft das unmögliche und visionäre. Irgendwo zwischen nördlicher Rhône und dem südafrikanischen Swartland ist dieser eigenständige Wein anzusiedeln. Dabei bleibt er sich und seinem Terroir treu. Ein großer, eigenständiger Wein, ohne sich in die Reihe der vielen überkonzentrierten Weine Siziliens einzureihen. Montecarrubo schafft des auch zwischen 12,5-13,5 % intensiv und dicht zu bleiben.

WER STEHT HINTER MONTECARRUBO?
Er ist eine kleine Legende und ein Grandseigneur alter Schule – Peter Vinding-Diers. Wenn jemandem der Titel „interessanteste Persönlichkeit der Weinbranche“ gebührt, dann wahrscheinlich dem charismatischen Dänen. Nach vielen internationalen Stationen wie u. a. Rustenberg in Südafrika, Château Rahoul in Bordeaux oder der Royal Tokaji Wine Company in Ungarn, hat er sich seinen Lebenstraum vom Altersruhesitz in Sizilien erfüllt. Vor allem um weiter rastlos zu bleiben. Der ausgebildete Önologe kennt sich nicht nur mit Wein aus, sondern hat auch viel von der Welt gesehen. In seinem vorherigen Leben war er Kriegsberichterstatter. Wer in den Genuss seiner Anwesenheit kommt, lauscht andächtig mit welchen profunden Kenntnissen er sein großes Wissen ohne Allüren teilt. „Titel bedeuten mir nichts. Weine und Weingärten – das bin ich“, so der vitale Däne. Das ist nur eine seiner vielen beeindruckenden Aussagen. Spricht man ihn auf seine Leistung an, so begegnet er einem mit Zurückhaltung und Bescheidenheit.

WORUM GEHT ES BEI DIESEM WEIN?
Im Jahr 2006 hat er am Fuße des Ätna mit seiner englischstämmigen Frau Susie, den idealen Platz gefunden, um einen Syrah anzupflanzen, dessen Qualität man in Italien und anderswo sucht. Die kalkhaltigen und vulkanischen Böden, die direkt am Meer liegen, stellen die Grundlage für einen außergewöhnlichen Wein dar. Ausgebaut werden der ,Montecarrubo‘ und der kleine Gefährte ,Il Piccolo‘ in gebrauchten Barriques und Fuderfässern. Vor allem um dem Wein nicht seinen ursprünglichen Charakter „vom Holzaffen“ nehmen zu lassen. Diese Fässer stammen von seinem Neffen Peter Sissek vom weltberühmten Weingut Pingus im spanischen Ribera del Duero. Vor Jahren inspirierte Peter ihn zu diesem Wein.

WIE SCHMECKT ER DENN?
Der Montecarrubo ist die gefühlvolle und meisterhafte Interpretation eines großen Syrah. Keine Kopie von irgendwelchen bekannten Weinen und dabei absolut eigenständig. Ein Zeugnis von viel Erfahrung und brennender Leidenschaft, die berührt und Freude schenkt. Intensiv und charaktervoll mit einer kühlen Note. Authentisch und aufregend zugleich – so schmeckt großer Wein. Diese Einschätzung stammt nicht von uns, sondern von Walter Speller, der für die Purple Pages der bekannten Weinautorin Jancis Robinson schreibt. 
Die komplette Range der Weine von Montecarrubo könnt ihr Euch HIER anschauen.

Wir wünschen Euch mehr Spaß im Glas,
Hendrik

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