Wein am Limit - Hendrik Thoma
12.07.2013 - Folge 121

Der Médocain aus dem Rheinland

Liebe WaLinauten,

seit 2010 hat der Rheinländer Stefan Paeffgen das 4,5 Hektar große Weingut Château le Reysse in seinem Besitz. Den Jahrgang 2009 begleitete er zwar noch während des Ausbaus, diesr stammt aber noch aus der Hand des Vorbesitzers Patrick Chaumon.

Das Weingut liegt idyllisch im nördlichen Teil der Halbinsel Médoc, nordwestlich von Bordeaux, nahe der Ortschaft Bégadan. Hier ist der Atlantik nicht so weit und Stefan hat seine Weingärten in Sichtweise der Gironde, eines bis zu 15 km breiten Stromes, der in den Atlantik mündet. Dieser produziert ein einzigartiges Mikroklima. Das Médoc gilt unter Weinfreunden nicht unbedingt als der beste Teil, sondern viele geben dem Haut-Médoc, dem oberen, stromaufwärts gelegenen Teil den Vorzug. Doch wer sich mit der Geschichte und Topgraphie der Region auskennt, der weiß, dass von hier einige der besten und bezahlbaren „Underdogs“ aus der größten zusammenhängenden Weinregion der Welt wachsen. Warum das so ist, erklärt Stefan sehr schön im Video.

Diese Folge widmet sich vor allen Dingen den großen Jahrgangsunterschieden, die es im feuchten wechselhaften Atlantikklima gibt. Stefans hat eine Leidenschaft für den spätreifenden Cabernet Sauvignon mit seinem herben, festen Aroma. Gleich nach seiner Ankunft in 2010 erhöhte er den Anteil sukzessive und ist nun bei ca. 65% in der Blend angekommen. Der frühreife Merlot sorgt für mehr Alkohol und fruchtige Wärme im Wein und macht viele Weine geschmacklich austauschbarer oder auch früher konsumierbar. Ein Negativtrend, den ich in den letzten Jahren beobachtet habe und der zu früherer Trinkreife geführt hat.

Château Le Reysse belegt wunderbar, dass guter Bordeaux nicht teuer und vor allem jung schon sehr gut schmecken kann, wie der 2011 beweist. Das heutige gängige Klischee von Bordeaux als übertriebener Luxuswein wird von einigen einflussreichen Weinschreibern und ca. 100 Weingütern geprägt. Der Rest, der 115.000 Hektar Weinberge sind eine Vielzahl von leckeren Weinen und teilweise großartigen Entdeckungen, die man hier noch machen kann, wenn man sich darauf nur einlässt.

Eine davon ist Le Reysse. Ich habe mich auf Anhieb in diesen kraftvollen Wein verliebt. Er ist zwar stark vom Ausbau in neuen Holzfässern geprägt, hat aber trotzdem eine tolle Ausgewogenheit und eindringliche dunkle Cassis-Frucht. Die hohe Qualität wird bestimmt von geringen Erträgen um die 40 Hektoliter (5000-6000 Pflanzen pro Hektar) und teilweise sehr alten Weinbergen (Durchschnittsalter ca. 50 Jahre), die auf das Jahr 1917 zurückgehen. Ich muss Stefan ein großes Kompliment zu seiner Kompromisslosigkeit in Sachen Qualität machen. Diese gleicht auch seine Unerfahrenheit in Sachen Weinbau (obwohl er einen tollen Bordeauxvorrat hat) aus. Mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit lässt er sich von den beratenden Önologen nicht alles aufschwatzen und ist nicht mit jeder Tradition einverstanden. Deswegen verzichtet er auf alle möglichen Hilfsprozesse wie Mostkonzentration, Mikrobiolage oder Thermovinifikation und baut stattdessen sehr minimalistisch aus. Stefan ist promovierter Agronom und kennt auch die wissenschaftliche Seite dieses Metiers und kann sich sehr gut in die Zusammenhänge einfinden. Er will einen soweit, wie möglich „natürlichen“ Wein keltern, aber wendet auch konventionelle Methoden an, wenn es nötig ist.

Ein beseelter, passionierter Geist, der mit seinen Weinen, seiner Vision und seiner Botschaft genau richtig ist bei Wein am Limit. Eine positive Grenzerfahrung, wie Wein aus dieser etwas unterbelichteten Region eben auch schmecken kann: nämlich köstlich!!!

Weiterhin wünsche ich Euch einen schönen Sommer.

In taste we trust,

Euer Hendrik

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Kommentare

36 Kommentare zu “Folge 121 : Der Médocain aus dem Rheinland

    1. Hallo Kurt, das ist eine Debatte zwischen Stefan und mir, die auch auf unterschiedlichen Geschmacksvorlieben beruht. Er mag seine Bananen mit schwarzen Punkten und ich wenn sie sich von Grün nach Gelb verfärben. Fakt ist, dass der le Reysse in 5-10 Jahren mehr zeigt, aber ich auf dem Standpunkt “ein guter Wein ist immer gut” beharre. Die Magnums sind durch ihrere langsamere Entwicklung immer noch in der primären Fruchtphase.Enjoy,
      Hendrik

      1. Hallo Kurt, der 2010er Le Reysse verschließt sich seit Jahresanfang. Das gehört zum natürlichen Reifeprozess. (Entdeckungs-, Verschluß- und Genuss-phase). Jetzt läßt sich der 2011er Le Reysse als junger Wein recht gut beurteilen, auch wenn sich die Aromen etwas kantig und frisch präsentieren. Während der Verschlußphase läßt sich die Aromenvielfalt des Weines (wie jetzt beim 2010er) nur sehr schwer erschließen. Nach einigen Stunden belüften zeigt sich schon etwas. Die Nase ist aber sehr verschlossen und am Gaumen wirkt der Wein oft hart und fast adstringierend. Nach ein paar Jahren wird er sich wieder öffnen. Dann kommt das Buket mit vielen Fruchtaromen wieder zum Vorschein und am Gaumen wird er weicher, oft auch länger im Nachhall. Dieser für klassische Médoc-Weine typische Reifeprozess verläuft bei jedem Jahrgang anders, so wie auch die Jahrgänge hier unterschiedlich sind. Das macht es auch so spannend. Mit etwas Erfahrung kann man schon bald einschätzen wann ein Wein in die Genussphase kommt. Aber Vorsicht auch die echten Profis werden manchmal überrascht (viele 1979er Bordeaux geben da ein typisches Beispiel). Am Ende ist es aber auch die ganz persönliche Geschmacksrichtung. Ich würde mich an den 2010er Le Reysse vor 2021 nicht wieder antesten – das ist Ergebnis meiner persönlichen Erfahrung und Geschmacksrichtung. Hendrik gibt eine Empfehlung von 3-5 Jahren also 2016-2018, die seiner Erfahrung entspricht. Ich denke damit bist Du auf der sicheren Seite. Wenn der 2010er Le Reysse 2016 noch zu kantig ist, dann einfach länger lüften und die verbleibenden Flaschen liegen lassen. In jedem Fall sollte der Wein dekantiert werden, egal in welchem Reifegrad.

  1. Lieber Hendrik, wieder einmal eine wunderbare Folge von Dir! Mich als Rheinländer, aufgewachsen in Bergisch Gladbach (ist quasi Köln) ;-), freut das natürlich umso mehr. Ich finde, dass Sie lieber Herr Päffgen, eine wirklich wunderbare unaufgeregte sehr sympathische Art haben. Vermutlich gibt es gerade in Bordeaux wenige Weingüter dieser Qualität, die sich so kompromisslos der Qualität verschreiben ohne übertriebene Preisaufschläge an die Konsumenten weiterzugeben. Es muss vielleicht doch an Ihrem Namen liegen, da das unter selbigen Nachnamen bekannte Kölsch in ähnlichen Sphären liegt. Von mir daher ein fröhliches Alaaf. Mich würde noch interessieren wie viele Flaschen Sie im Jahr produzieren und welche Länder – außerhalb Deutschlands – derzeit für Sie die wichtigsten Exportländer sind. Mit herzlichen Grüßen, Andreas

    1. Lieber Andreas, 2010 waren es etwas über 25.000 und 2011 so um die 19.000 Flaschen. Le Reysse gibt es in Frankreich, Belgien und Deutschland; bald auch in Kanada und USA. Mit der Brauer-Familie Päffgen bin ich nicht verwandt – zumindest nicht direkt. Mein Familienname schreibt sich auch mit ae (praktisch für Frankreich – hier in Médoc ist der Name so schon ungewöhnlich genug…). Meine Vorfahren gehörten zu den Kölner ‘Halfen’ – Pächter von Kirchengütern bis Napoleon kam… Meine Wurzeln sind in also der Rheinischen Landwirtschaft.

  2. sehr schöne folge, vielen dank! ich habe 2 fragen:
    1. kann stefan paeffgen vielleicht einen kurzen vergleich des hier nicht besprochenen 2012 mit den vorgestellten jahrgängen geben?
    und 2. über welchen deutschen händler können die weine denn in der magnumflasche bezogen werden?

    1. Gestern habe ich mit Hendrik eine Barrique-/Faßprobe des 2012ers gemacht. Für Hendrik war das etwas ungewöhnlich. Schließlich ist der Wein noch mitten im Ausbau, ja noch nicht einmal assembliert. Er steht sozusagen noch im Rohbau Mit der Entwicklung des 2012ers bin sehr zufrieden. Für mich ist die Einschätzung einfacher, weil ich den Wein in allen Entwicklungsphasen probieren kann. Ich glaube Calistoga hat auch Magnumflaschen.

      1. ich finde es sowieso erstaunlich, wie die bekannten bordeaux-verkoster bei den primeur proben bei hunderten weinen immer direkt einschätzen können wie sich diese weine entwickeln werden… dass ein winzer das aber für seinen eigenen wein kann glaube ich natürlich unbedingt. würdest du denn sagen, der 12’er wird dem 10’er oder eher dem 11’er ähnlich? Eben diese genannten experten haben dem 12’er jahrgang ja eher bessere beurteilungen gegeben als 2011.

      2. Der 2012er ist mal wieder anders… Die alkoholische Gärung ging gemächlicher vonstatten da hatte ich mehr Zeit für die Extraktion und konnte im frühen Stadium eine Delestage mehr rein schieben. Der 2012er hat mehr Extrakt ohne härte. Jetzt kommt es auf den Ausbau an. Da bin ich mit den Cabernets besonders zufrieden. Aus heutiger Sicht liegt das Potential des 2012er über dem des 2011ers.

  3. Die Folge gefällt mir auch sehr gut. Ich werde demnächst im Medoc unterwegs sein und mich würde interessieren, ob Besuche am Weingut zu einer kleinen Betriebsbesichtigung und Verkostung möglich und erwünscht sind? Natürlich nach einer Terminvereinbarung…
    Danke für die Info!

    LG, Sebastian

  4. Wo ist denn der in Folge 9 beim 2009er beschriebene starke Eichenholzgeschmack geblieben?
    Dass die Fässer neu sind und dass das auch genau so gewollt ist, ist in der aktuellen Folge ja deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Warum schweigt heute des Sängers Höflichkeit zu dieser stark betonten Holznote? Aufgrund dieser Anfang des Jahres getroffenen Beurteilung hab ich meinen 2009er auch noch immer nicht aufgemacht. Bei den beiden jüngeren Jahrgängen müsste man dann doch auch darüber sprechen? 🙂
    https://weinamlimit.de/2012/03/28/9-folge-heute-ist-freebie-tag/

    1. Lieber Rainer: To make a long story short! “In einem Jahr fliesst viel Wasser durch die Gironde.”
      Trotzdem kannst Du den 2009er noch liegen lassen. Beste Grüße, Hendrik

      1. Hi, Hendrik, damit ich mir nichts falsches merke, liegt hier ebenfalls der Effekt der Polymerisation der Farbstoffmoleküle zugrunde? Angeblich sollen die langkettigen Molekülverbindungen zwischen Tanninen und Farbstoffen die Reifung, Milderung des Geschmacks verursachen. Bei der Banane ist es ja eher unter Sauerstoffzufuhr Umwandlung von Stärke in Zucker.

  5. Bin gerade erst mal im Keller verschwunden und habe festgestellt, dass ich tatsächlich noch vier Flaschen vom 2010er La Reysse besitze, die ich jetzt erst mal die nächsten fünf Jahre nicht anrühren werde, vorausgesetzt, ich bringe die hierzu erfoderliche Diszipin auf, was ich leider bezweifele. Ich denke auch, dass ein guter oder ein “Spitzenwein” prinzipiell immer gut ist, aber verpasse ich nicht etwas, wenn ich ihn jetzt schon trinke? Vor gut einem Monat habe ich eine Flasche vom 2010er geöffnet und hatte in der Tat auch das Gefühl. dass er deutlich tanninlastiger wirkte als die erste Flasche vor einigen Monaten. Es ist aber auf jeden Fall ein ganz fantastischer Wein. Vielleicht sollte ich mir zum Trost ein paar Flaschen von dem 2011er besorgen. Übrigens: Die Namensparallele zu der bekannten Kölner Brauerei in der Friesenstr. kann unter Qualitätsgesichtspunkten m. E. kein Zufall sein …

      1. Hallo Hendrik, das finde ich eine Superbeschreibung. Bin eigentlich auch eher der grün-gelb Bananenesser. Den Wein kenne ich bisher “nur” aus einer Liveverkostung auf WAL und war begeistert.

  6. Ich bin auch sehr begeistert von dieser Folge und dem sympatischen Stefan Paeffgen. Gibt es denn den 2011er Jahrgang schon auf dem Markt (ich meine natürlich bei calistoga 😉 ?

  7. Finde ich mutig, als Deutscher im Bordeaux mitzumischen.
    Mich wûrde interessieren, ob Hr Paeffgen mit der gleichnamigen Brauerei verwandt ist. Als ehemaliger Wahl-Kölner habe ich dieses Kölsch als das geschmackskräftigste der Stadt in Erinnerung!
    @Kudammcowboy:
    Wenn du mehrere Flaschen von einem Wein eingelagert hast, empfehle ich eine Verkostung im Halbjahres-Rhythmus: das ist etwa die Zeit, in der sich Wein in merkbaren Schritten sensorisch und gustatorisch verändert. Es gibt für mich wenig Spannenderes als 12 Fl. von einem Wein innerhalb 6 Jahren in regelmäßigen Abständen zu trinken. Vor allem lernt man dabei den Faktor Zeit ein- und wert zu schätzen!
    @Hendrik: niveauvolles Kontrastprogramm zum mutmaßlichen Lückenfüller aus Folge 120…
    In Taste I Trust.

  8. Hallo, Hendrik, ja, es ist eine „lange Geschichte“, aber irgendwie hab ich mich in diese Geschichte „verliebt“.
    Stefan nannte im Video ja sehr präzise Art und Herkunft seines Fassholzes. Welches Wäldchen?? [http://fr.wikipedia.org/wiki/For%C3%AAt_de_Tron%C3%A7ais]
    – keine Ahnung ob ich das richtige Örtchen gefunden habe.

    Den 2009er jedoch übernahm er bereits in 1-jährigen Barriques seines Vorgängers. Auf das Holz dieser Fässer hatte er keinen Einfluss, konnte sich nur für ihn interessante Fässer aussuchen, erhöhte den Cabernet Sauvignon-Anteil (Tannine!). Mag ja sein, dass sein Vorgänger einen anderen Geschmack hatte. 😉

    „Geröstete Cassis-Frucht“ klingt allerdings schon „herb“.

    Ich finde es durchaus spannend solche Details zu erfahren, gerade auch weil der Winzer sich auf den Weg gemacht hat durch seine Leistung und daraus resultierender Weinqualität am/den Markt zu gewinnen.
    ….

    [http://de.wikipedia.org/wiki/Phenole_im_Wein]
    Das neue Eichenholz des Barrique kann bsw. je nach Herkunft und Röstgrad einen Vanilleton in Form des Vanillin einbringen.

    Davon hab ich im Video allerdings nichts gehört, Vanille fehlte in der Aufzählung ganz.

    Tannin wird auch aus Eichenfässern auf Wein übertragen (Barrique), wenn diese nicht weingrün gemacht wurden. Jedoch fördert die Sauerstoffzufuhr auch die Polymerisation mit Anthocyanen, so dass der Tanningehalt des Weines nach dem Barrique-Ausbau meist geringer ist als vorher.

    Aha, ob nun „weingrün“ oder nicht, die Holzfässer werden doch ausgewaschen und sozusagen eingeweicht damit sie dicht sind bevor der Saft eingefüllt wird.

  9. Rainer, Eiche aus dem Wald von Tronçais mit mittlerem Toasting nehme ich für die Cabernets. Hier hatte ich bisher die besten Ergebnisse in Bezug auf Finesse und Struktur, der Link führt zum richtigen Wäldchen. Die Merlots bekommen Eiche aus dem Wald Allier (praktisch um Tronçais herum) und das Toasting ist etwas stärker. Vanillenoten sind bei französischer Eiche oft präsent aber nicht dominierend, bei amerikanischer Eiche sind Vanillenoten ausgeprägter. Vanillenoten können sich im Reifeverlauf zeigen, wollen aber entdeckt werden.
    Selbstverständlich hat Patrick Chaumont einen anderen Geschmack. Darüber läßt sich nun mal nicht streiten.

    1. Hallo, Stefan, Danke für die informative und freundliche Antwort. Nichts macht einen Menschen glücklicher als eine Entscheidung die ihn keine Kompromisse gekostet hat – las ich mal irgendwo. Insofern Glückwunsch zu Deiner besonnen getroffenen und konsequent umgesetzten Entscheidung für dieses Weingut mit fast 100-jähriger Geschichte. Ich kann das sehr gut verstehen, hab mich selbst sehenden Auges für das Erbe eines mehr als 100 Jahre alten Wohnhauses in Deutschland entschieden und genieße den frischen Gegenwind der mir aus vielen Richtungen entgegenbraust. 😉

      „We won’t go silent into the night, we won’t go without a fight, because e today is our Independence Day!” ;o)

      Ja, ein bisschen Pathos darf auch mal sein – mir als Gernetrinker französischer Rotweine, egal was der kostet, Hauptsache er schmeckt mir – lieber kräftig, tanninig als marmeladig, mir wäre in den Sinn gekommen die Eichen auf dem eigenen Grundstück (s. YouTube-Video von Hendrik) zu verwenden. Es wird doch soviel von „Terroir“ fantasiert – es ist andererseits aber natürlich auch so, dass seit Napoleons Zeiten Bordeaux-Wein erst in der Ferne Genießer findet oder mehr Genuss hinzukommt. Napoleon soll ihn lieber gemocht haben als die Bordeaux seines Vaterlandes, den Lübecker Rotspon.

      Spaß beiseite, ich hab schon Fotos von einem Champagner-Produzenten gesehen der im Wald an einem frisch abgesägten Scheibchen Holz knabberte um festzustellen ob er darin seine Weine reifen lassen möchte.
      [http://www.captaincork.com/Weinleute/champagner-henri-giraud-ay-grand-cru-pinot-noir-kauftipp?Seite=2]
      Holz ist auch traditionell der Stoff aus der die Träume der Musiker sind – hier eindrucksvoll gezeigt:
      [http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/geigenbau-die-suche-nach-dem-klingenden-holz-12244677.html]

      Good luck, knock on wood! 😉

    2. Lieber Herr Paeffgen,
      ich habe als ausgemachter Bordeaux-Fan vor einigen Tagen Ch. Le Reysse 2010 probiert und war von Beginn an begeistert. Obschon der Wein noch eindeutig Jahre der Lagerung vor sich hat, um sich voll entfalten zu können, ist schon jetzt zu schmecken, welch ungewöhnliches Potential in ihm steckt. Die warmen tiefen Fruchttöne, dies bei kräftigen Tanninen haben mich jedenfalls schon jetzt begeistert, so dass ich auf alle Fälle den 2012er per Subsription bestellen werde.
      Grundsätzlich bewundere ich Ihren puristischen Ansatz, ohne Schönfärberei einen ehrlichen und hochqualitativen Wein auf die Flasche zu bringen. Die Liebe zum Cabernet Sauvignon teile ich mit Ihnen – und Ihr Wein zeigt, welche Früchte soche Liebe zu tragen imstande ist.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe auch in Zukunft noch viele Jahrgänge le Reysse in meinen Keller legen zu können.
      Herzliche Grüße
      Joachim Witzel

  10. Super Sendung ! Ich habe den 09er und 10er im Keller und bin überzeugter Le Reysse-Fan und warte schon,um den 11er zu bestellen. 09 finde ich schon recht gut zum trinken,10 muss natürlich noch einige Jahre reifen und auf den 11er bin ich echt gespannt.Wenn der aber schon wirklich so gut zu trinken ist,wie Hendrik sagt,dann werde ich mir mit Sicherheit ein paar Flaschen mehr ordern.Mit dem 09er habe ich im übrigen Bordeaux für mich entdeckt,habe in bei WaL gesehen und mir dann besorgt und war begeistert.Seit her habe ich schon viel aus Bordeaux probiert und festgestellt,das es sie wirklich gibt,die bezahlbaren und guten Bordeaux.

  11. Hallo Hendrik,
    tolle Folge, interessanter Winzer mit Visionen. Ihm alles Gute auf seinem Weg, den Markt zu erobern. Ich überlege, trotz Kapazitätsproblemen im Weinkeller, ein paar Flaschen zu erwerben. Wie sind die Preise im Hause Calistoga?
    Sonnige Grüße aus dem Münsterland
    Carsten

  12. Hi Ihr Zwei,
    danke für das top Video. Hendrik, vielleicht mal eine Anregung: Mehr Bilder vom Weingut…Keller…Flaschenlager….ect…

    Den Wein hab ich mir nach der Onlineverkostung “Weinpaket” eingelagert. Zum Glück! Vorgestern habe ich den per Zufall schon aufgemacht und mich gewindert, dass er nicht mehr so gut schmeckt, wie in meiner Erinnerung. Jetzt weiß ich warum. Ich pack den wieder in Kartons und versteck den für 5 Jahre. Dann bin ich gespannt was daraus wird.

    Liebe Grüße aus Oberhausen

  13. hallo hendrik ; hallo stefan

    es sehr schöne , unaufgeregte Präsentation von Euch beiden
    Ich beobachte schon seit beginn die entwicklung des Le Reysse ; meine begeisterung wächst von jahr zu jahr ; 2009 war sehr schon guter anfang und 2010 er eine enorme steigerung , die meine lust auf noch mehr geweckt hat 2011 er … freue mich darauf ; weiterhin freue ich mich auf ende september / anfang oktober , da ich dann unten in der nähe von Bégadan sein darf ; ein besuch vor ort ist schon fest eingeplant

  14. Vielen Dank für diese Sendung! Gehört zu meinen Top 5. 🙂 Sehr unterhaltsam und informativ mit zwei sehr sympathischen Zeitgenossen. 2010 hat mir letztens auch schon wirklich gut gefallen, wenn auch verschlossen. Ich werde ihn dann mal in die unteren Regalfächer legen. Die 2011er-Bestellung folgt … Cheers, Sascha

  15. Ganz ganz tolle Folge – sehr offen, sehr direkt, sehr klar – sehr sympathisch – sehr unterhaltsam – macht richtig Lust gleich ein Gläschen zu probieren. Merci!

  16. Habe mich sehr über die Folge gefreut, da sich der Le Reysse schon zu meinem Lieblingswein entwickelnt hat. Genialer Wein, entspricht genau meinem Geschmack. Den Wein lange zu lagern fällt wirklich schwer!!! Werde gerne den 2011 probieren. Super Folge.Danke und weiter so.

  17. Gestern haben wir den Château le Reysse (2011) probiert. Vorweg möchte ich mich als Weingernetrinker bar tieferen Wissens outen. Die Flasche habe ich – nach 2,75 Stunden an der Luft – schließlich die letzten 30 Minuten in einer normalen Glaskaraffe dekantiert. Dann ging es endlich los.
    Anviniert: Das habe ich mir in einer Folge abgeschaut. Doch wegschütten konnt’ ich’s nicht.
    Aufgeschüttelt: Farbe begutachtet. Na ja, ein schönes Rot.
    Gerochen: Ein erstes Erlebnis, das ich allerdings nicht beschreiben kann. Denn leider fehlen mir die Beschreibungen, zu dem was ich schnuppere. Madame sagte, sie rieche Beeren. Auch wenn ich es nicht definieren kann: es war angenehm, komplex, rätselhaft was mir da in die Nase stieg. Und es machte Lust auf den ersten Schluck.
    Probiert: Stefan Paeffgen hat auf dieser Seite das Adjektiv „kantig“ genutzt – und dem konnte ich mich anschließen. Überraschung danach: Habe ich schon einmal einen Wein probiert, der so lange den Gaumen ausfüllte? Hier war ein Geschmack, dort eine Note – interessant.
    Mit jedem weiteren Schluck, veränderte sich der Duft und Geschmack. Ich nutze jetzt mal den Begriff ‚komplex’, denn er trifft’s ganz gut. Irgendwann war er fruchtig, dann meinte ich das Holzfass sogar mit zuschmecken. Es war ein wirkliches Erlebnis! Zwischendurch fiel mir mal der Slogan von Hendrik Thoma ein: mehr Spaß im Glas. Stimmt, denn es machte Freude, diese Tiefe zu erleben und die Eindrücke mit Madame zu besprechen.
    Schließlich waren die Gänsekeulen fertig. Der Wein blieb auch dazu nicht gleich. Mal schmeckte er genau passend, dann schon wieder kantig. Selbst nach dem Essen, blieb noch etwas Roter übrig. Aber er blieb irgendwie „stehen“, veränderte sich nicht mehr, schmeckte nicht mehr besonders. Lag’s an den paar Salzstangen, die ich noch genascht habe?
    Fazit: Neues entdeckt, richtig Spaß gehabt und der 2012er bekommt auf jeden Fall auch eine Chance. Ich habe – auch dank der entsprechenden Folge – einiges gelernt. Und der Wein macht Lust, mehr zu entdecken.

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