Wein am Limit - Hendrik Thoma
11.01.2013 - Folge 77

Das 3. Weinpaket im Stream

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
2011 Alvarinho
Quinta de Soalheiro, Vinho Verde,
Soulfaktor
10-20 Eur
2011 Riesling GG trocken
Kalkofen, Weingut von Winning, Pfalz
Soulfaktor
10-20 Eur

Am Donnerstag, den 14.2.2013 ab 20.00 Uhr wird das oben genannte Weinpaket auf Wein am Limit im Livestream gemeinsam mit mir verkostet. Ihr seid hautnah dabei.

Das Weinpaket (2 Flaschen a 0,75l) kann vorab geordert werden und kostet 34,90 € inklusive MwSt. und Lieferung in Deutschland. Schickt bitte eine Mail an info@calistoga.eu . Wir melden uns umgehend.

Wir freuen uns sehr darauf, ein weiteres Mal mit Euch interaktiv diese Weine zu verkosten. Als Tipp: Macht einen kleinen privaten Event daraus. Kocht was Schönes, ladet gute Freunde ein und verkostet gemeinsam mit uns diese beiden spannenden Weißweine aus der Calistoga Kollektion. Noch Fragen?

Wir freuen uns auf Euch und Eure Kommentare,

Euer WaL Team

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Kommentare

41 Kommentare zu “Folge 77 : Das 3. Weinpaket im Stream

  1. Tolles Angebot, sozusagen 2 zum Preis von 1 Flasche. Den Alvarinho hatte ich bereits im letzten Sommer über 3 Tage getrunken, bin aber ratlos und mit dem Urteil – nicht noch mal kaufen – aus der Verkostung ausgestiegen.

    Der Winning ist mir unbekannt, als Einstieg ist mir der Kaufwiderstand zu hoch. Da probiere ich zum Reinschnuppern lieber erst einmal den Einsteiger-Winning “2011er Von Winning Riesling Drache”. Dass diese beiden Weine in ein Paket gesteckt werden finde ich überraschend. Aber warum nicht, ist sicher eine angenehme Überraschung die für den Preis bekommen zu können. 😉

    1. Großes Thema – meiner Meinung nach ist der einzige Vorteil eines großen und gut funktionierenden Netzwerkes die Geschwindigkeit mit der Inhalte verbreitet werden.

      Der Einzelne Teilnehmer kann alle Inhalte auch unabhängig vom Netzwerk in Erfahrung bringen – es dauert nur länger, es macht mehr Arbeit. Er kann sich dabei aber eher auf das Beschränken was er klären möchte, was seinen Wünschen entspricht und ist nicht vom „interaktiven Rauschen“ abgelenkt. (persönliche Sympathien und Antipathien). Er wird also weniger abgelenkt und beschäftigt sich intensiver mit seiner nur ihn individuell betreffenden Frage als wenn ihm die Antworten nur so entgegenhageln.

  2. hi Hendrik,

    leider leitet dein Link zu calistoga ins Nirwana. Jedenfalls hier bei mir.
    ———–
    ->Nicht gefunden
    Entschuldige, aber die angeforderte Seite wurde nicht gefunden. Vielleicht hilft eine Suche.
    ———–

    Ansonsten noch was zum Kommentar 2 (“rocken” und show) und deiner Antwort.
    Du bist gut drauf und hast ein gutes Maß an Souveränität und Wissen. Das zeigst Du eigentlich in jeder Folge. Deine Antwort ist ebenso authentisch. Zu entgegnen wäre der Kritik einfach auch, daß es genug Möchtegern-Nadelstreifensommeliers in gediegenem Ambiente gibt, die nur Schmarn reden. Also nur die äußere Form machts nun wirklich nicht gut oder schlecht. Das erweist doch erst das Resultat am Ende. Man könnte sich genauso über deinen hier im Video schön zu sehenden Heavymetal-Altrockerring aufregen oder über die Poolszene mit den Rosés. Also weiter so – Du hast das gut im Griff und sowas brauchts auch um wirklich mehr Leute zu mobilisieren.
    Karl

  3. Sehr schön, was feines aus Stephan Attmanns Keller! Da kommen gleich wieder die schönen Erinnerungen an das Deidesheimer Wochenende vergangenes Jahr an dem wir bei Stephan Attmann die Schätze direkt aus den Fässern im Keller verkosten durften. Hast du also das Angebot mit dem Fass damals angenommen :-).

    Ich weiß zwar nicht ob ich am 14.02. live dabei sein kann – Freitag Abend wäre für sowas m.E. besser, da unter der Woche viele auch beruflich auf Tour sind – aber das Paket bestelle ich mir gleich mal egal ob es dann Live- oder Nachverkostung wird.

  4. “Ich verkoste (Mittwoch) 3 Weine ohne Etikett blind mit den bundesweit teilnehmenden Studenten. Vielleicht schaut Ihr rein?”

    Twitter Hashtag: #mhmk_hh
    – Die 3 Weine von vorgestern meinte ich – taugte der Stoff was und welche – Weine waren es? 🙂

    1. Es waren Hamburger Rotspon von Chemnitz, ein sehr guter 2009 Riesling GG, Erbacher Siegelsberg, Jakob Jung, Rheingau der sehr gut gefiel und ein üppiger 2011er Quinterra Riesling von Kühling Gillot aus Rheinhessen.

      1. Danke, Hendrik, dass Du die Frage beantwortet hast. Die Weine hab ich mir gleich mal als „Google-Futter“ vorgemerkt.
        Sofern ich mir davon was gönne und selbst probiere, werde ich berichten.

  5. Die Bestellung ist raus, inklusive Gabriel-Glas:
    – Von Winning ist gerade richtig hip und ganz “wichtig”, auf den bin ich neugierig. Im Herbst war ich in Deidesheim, allerdings 200m weiter bei von Buhl (gleicher Konzern, aber nicht so “in”). Dessen 2011er GG könnte ich dann mal mit dem Kalkofen (zu dessen Probe man blödelnderweise eigentlich Oliver Kalkofe einladen müsste) vergleichen. Das wird sicherlich nicht zur Online-Verkostung passieren. Die werde ich mir aber ganz sicher anschauen, der Termin ist vorgemerkt.
    – Die Lobpreisung dieses vermeintlichen schweizer Sensationsglases muss dann doch mal auf den eigenen Prüfstand. Mit Schott/ Zwiesel (etwas eckiger) und Spiegelau (etwas runder im unteren Querschnitt) bin ich soweit zufrieden, aber das Gabriel-Glas macht mich auch neugierig.
    _______________________
    Acht bis zehn weitere Proben soll es geben? Wow! Ich freue mich drauf, werde die aber sicherlich nicht alle mitmachen (können).
    Wird es bei so unterschiedlichen Paarungen bleiben?
    Ich dachte beim von Winning spontan an von Buhl zum Vergleich. Ich dachte auch sofort, dass ich dem gerne Bürklin-Wolf gegenüberstellen würde….
    “Riesling (GG) Pfalz” / “Riesling Pfalz – Riesling Rheingau” / “Großes Gewächs – Erstes Gewächs” / “Rieslinge aus versch. dt. Anbaugebieten”/ “Pinot Noir von Heger-Huber-Dautel” / “warum schmeckt Sauvignon Blanc aus dem Remstal bei (fast) allen gleich (eindimensional und penetrant nach grüner Stachelbeere)?” / es-ließen-sich-schier-unendlich-viele-weitere-Möglichkeiten-erfinden…? Fragen über Fragen…
    Beste Grüße in den Norden!

  6. Hallo und guten Tag,
    bin erst kürzlich auf diesen Blog aufmerksam geworden und es gefällt mir bisher sehr gut.
    Wollte jetzt auch das angebotene Weinpaket mal bestellen, leider bin ich auf der verlinkten Seite von Calistoga nicht fündig geworden. Einfach per Mail die Bestellung aufgeben oder gibt es ne separate Shop-Seite?

  7. Hallo Hendrik,

    bisher nur aktiver Mitleser und Zuschauer – im übrigen seit der 1. Folge – bin ich nun bei der Verkostung dabei und werde meine unqualifizierten Eindrücke (ich bin bekennender Weinfreund, nicht -kenner) zum Besten geben. Bestellung ist schon raus.

    Herzliche Grüße aus dem Münsterland in den hohen Norden
    Carsten

  8. Hallo Hendrik, sehr gelungene Paketzusammenstellung (für mich die Beste bisher). Einen Vinho Verde wollte ich schon immer mal probieren. Ist mal etwas weg vom Mainstream, und den Von Winning kenn ich, kann man quasi nichts falsch machen. Bestellung war also reine Formsache. Bei acht bis neun Verkostungen muss man halt sehen, was einen da anspricht. Da werde ich möglicherweise auch mal aussetzen. Schaun mer mal…

  9. Da simmer dabei … Genau das Richtige für einen Tag nach Aschermittwoch (wie war das noch gleich mit der Fastenzeit?). Übrigens: Ohne Gabriel-Glas geht bei mir praktisch nix mehr.

  10. Sehr geehrter Herr Thoma,

    vielen herzlichen Dank für die sehr ausführliche Stellungnahme. Hierzu möchte ich gerne noch kurz erwidern; keinesfalls möchte ich Mühen bereitet haben und mich sodann in Anonymität und Schweigen hüllen.

    Zunächst möchte ich noch anmerken, dass ich sicherlich eine kritische Natur bin, gleichsam sollte meine Anmerkung gar nicht so kritisch ausgelegt werden.

    Gegen eine spontane Art ist gar nichts einzuwenden, im Gegenteil: sofern Spontaneität gelebt und nicht bloß dargestellt, also planvoll zur Schau gestellt wird, ist dies fraglos positiv zu werten und ein belebendes und erfrischendes Element; wie die Spontanvergärung individualisierend und bereichernd. In diesem Zusammenhang ist die Extrovertiertheit ebenfalls zu begrüßen, führt sie doch zu der Motivation, solch ein Format zu präsentieren.

    Inhaltsärmer ist WaL nicht geworden und ich sehe diesbezüglich auch keine Tendenz. Erworbenes Wissen auf Ihrer Seite nimmt nicht ab, sondern im Zweifel zu. Dies wollte ich lediglich mahnend verknüpft sehen mit der Effekthascherei, die eben teilweise in “Shows” intendiert ist. WaL halte ich für das informativste und beste Videoformat in deutscher Sprache, vor allem erfreut auch die Regelmäßigkeit der Beiträge. Persönlich verfolge ich diese mit Genuss und Wohlwollen. Entsprechend war es mir ein Bedürfnis, mich ein wenig kritisch, reflexionsanregend zu äußern. Natürlich kann und will ich auch dargebotenen “Klamauk” oder Darstellungen, die mir persönlich nicht zur Gänze gefallen, nicht weiter negativ sehen. Dosis facit venenum und die Dosierung von Späßen muss – wie ein guter Wein – eben in einer Balance sein, damit der Fokus auf das Wesentliche gerichtet werden kann.

    Das führt mich zu der Idee der Integration von Publikum. Hierbei wiederum stellt sich eine sehr wesentliche Frage, nämlich nicht weniger als diejenige, was man mit Wein assoziiert, welchen Status der Wein im persönlichen Leben besitzt, welchen philosophischen Zugang man hierzu hat. Modernistische Ansätzen, die propapgieren, Wein sei wirklich für jederman, halte ich für falsch. Grundsätzlich begrüße ich es, wenn junge Menschen oder bislang Uninteressierte an das Thema herangeführt, ja für dieses begeistert werden, daher sollen etwa auch unkomplizierte Einstiegsweine präsentiert werden. Der wahre Genuss ist jedoch anderweitig zu finden. Ich bezweifle, dass jederman eine so tiefgreifende Passion zum Thema entwickeln kann; als Analogie sei mir hier etwa die Kunstform der Oper gestattet: zweifelsohne mögen fünf oder gar sechs Stunden dumpfe Beschallung in einer Wagneroper ein Gräuel darstellen können – doch ist eben dies nur der Fall, wenn keine Passion vorhanden ist, die zwangsweise zu einer detaillierten Beschäftigung mit der Materie a priori führt. So ist es auch mit dem Wein. Nicht nur auf die kurzzeitige Wahrnehmung kommt es an, auch bedarf es einer gewissen Beschäftigung mit ihm.

    Obige kurz angerissene Sichtweise impliziert, dass Wein und Kultur als zusammengehörige Begriffe und Inhalte zu verstehen sind. Wein fördert Gesellschaft, wie auch Geselligkeit. Wein ist Subjekt und Objekt in einer Weinrunde gleichermaßen. Eine Sendung mit Publikum ist daher geradzu klassisch, nur eben qua moderner Medien verbreitet.
    Eine kultivierte Tischrunde (etwa an einem runden Tisch), ein Zusammenkommen etwa der oft vertretenen Kommentatoren trägt zur Gemeinschaftsfindung bei und führt die Idee der gemeinschaftlichen Verkostung auf eine neue Ebene.

    Ein – die vermeintliche Idee überspitzend dargestellt – nur gröhlendes, schreiendes, “rockendes” Publikum findet seinen Spaß auf einem Rockkonzert, oder wo immer; für eine Verkostung gehört sich dies nicht, es würde den Wein entehren und den Fokus auf pure Außendarstellung lenken. Show statt Inhalt. Wein wird genossen, nicht gesoffen. Dass jeder Weinliebhaber und -kenner bisweilen nicht nur ein Gläschen trinkt, ändert an der subjektiven Herangehensweise nichts. Selbstverständlich kann und soll man nach dem analytischen Teil zum feucht-fröhlichen übergehen dürfen; das apollonische und dionysische Prinzip haben beide ihre Daseinsberechtigung und erfeuen umso mehr, je ausgeglichener sie sind.

    Den dionysischen Teil insbesondere gilt es insbesondere zu (er-)leben, solange die EU-Kommission uns noch nicht mit ihren huldvollen Verboten und Initiativen zu bevorzugen trachtet…

    In diesem Sinne verbleibe ich in Vorfreude auf die nächste Episode,
    mit vinophilen Grüßen

    Diollysos

    1. Also dass Wein kein Getränk für jedermann sein soll, halte ich schon für etwas abwegig. Hier sind uns die West- und Südeuropäer weit voraus. Bis zum 30jährigen Krieg war Wein das normale Alltagsgetränk. Er wurde überall angebaut, auch in Norddeutschland, da das Getreide einfach zu wertvoll war für die Bierherstellung. Wein wurde ja in Steillagen angebaut, da man die ebenen Flächen für den Getreideanbau benötigte. Das verseuchte Wasser konnte man nur in einem gewissen Mischverhältnis mit Wein trinken. Trunksucht war nicht anstößig und auch Kinder tranken Wein. Um ein Überleben der heimischen Winzer zu garantieren, muß es einfach wieder ganz normal sein, zum Mittagessen den Weinkrug mit dem normalen Tischwein zu kredenzen, wie es in Italien, Spanien etc. üblich ist. Für den Winzer ist der Absatz der QBA, Literflaschen und zum Teil auch Kabinettweine entscheidend. Es gibt schon herausragende Weine, welche aber nicht den Alltagswein darstellen. In Österreich habe ich auf Rock- Konzerten die Erfahrung gemacht, dass junge Leute im Rucksack eine Flasche Schilcher oder GV dabei hatten. In Deutschland waren es mehr wilde Cola-Mixgetränke ( was sich momentan zum Glück ändert). Wein ist nichts verkrampftes, trennendes sondern sollte eigentlich verbinden. Es hilft gar nix Wein auf ein Podest zu heben. Habe am Wochenende einen GV von Ambrositsch probiert. Hoch gelobt und unheimlich teuer. Ich bin selten so von einem Wein enttäuscht worden. Gleich darauf einen GV von Taubenkobel für 1/6 des Preises des zuvor genannten und war mit der Rebsorte wieder versöhnt

      1. Nein, Wein ist einfach kein Getränk für jederman; jedenfalls nicht mit der Intention des Genusses.

        Historie und Gebräuche sind mir geläufig. Aber nehmen wir etwa das Beispiel des Rockkonzertes. Dass in Deutschland wilde Cola-Mixgetränke konsumiert werden, in Österreich hingegen teils Weine, macht auf der Genussebene keinen wesentlichen Unterschied, wenn überhaupt.
        Telos ist das Betrunkensein an sich; der Effekt, das Hervorrufen der intoxikierenden Wirkung. Das Konzert soll gerade in einem nicht nüchternen Zustand erlebt werden. Dabei ist völlig unerheblich, ob dies mit billigem Wein, Wodka, Bier oder sonstigen Alkoholika erreicht wird. In Österreich wird wohl eher ein Wein sich dabei finden, da der Konsum dort generell verbreitet ist. Ein Genuss – in einer großen, wilden Menge, bei grotesken Temperaturen und aus Plastikbechern getrunken – kommt dabei nicht zu Stande.

        Der Schoppen zum Mittagessen etwa hat – leider – in anderen Ländern eine größere Tradition. Dabei wird auch Alkohol konsumiert und der Trinker wird leicht alkoholisiert. Was aber steht im Vordergrund? Der erhöhte Genuss, der aus der Kombination von Speisen und Wein entsteht.

        Ich halte sehr viel davon, Wein auf ein Podest zu heben, zumindest bei Qualitätsweinen. Wein ist eben mehr, als nur schlichtes Getränk. Diejenigen, die sich dessen nicht bewusst sind, die verpassen einiges: wie der Opernbesucher, der nicht weiß, worum es bei Wagner geht und weder Kenntnisse von der Partitur, noch vom Libretto hat. Zum vollen Genuss fehlen nicht unwesentliche Komponenten.

        Was den GV anbelangt: hierbei geht es lediglich um die subjektiv anders empfundene Güte, als Kritiker dies wohl eingeschätzt haben. Gründe gibt es eine Vielzahl, so man die Korrektheit des Kritikerurteils unterstellt. Gläser, Temperatur, Zeitpunkt der Öffnung, Sauerstoffkontakt, schlechte Flasche, Alter des Weines etc. pp. Es mag Weine geben, deren Preis durch (bewusste) Verknappung marktwirtschaftlich in die Höhe getrieben wird; es mag kleine Mengen geben, deren Bewirtschaftung nicht optimal war; letztlich scheint mir die höhere Qualität im Schnitt jedoch bei eher hochgelobten Weinen zu stimmen. Das bedeutet ja nicht, dass man nicht etwa zu einfachen Speisen auch einfache Weine genießen kann und ebenso wenig impliziert es, dass man stets hochwertigste Weine trinken muss.

        Vinophile Grüße

        Diollysos

      2. Ich sehe es wie du Praterralle – die These “Wein kein Getränk für jedermann” finde ich auch etwas abwegig. Ich freue mich dass Hendrik hier viel macht um mehr Leute für guten (und auch bezahlbaren) Wein zu interessieren die sonst Berührungsängste hätten.

        Und sehr geehrter Diollysos, ich gestehe Ihnen natürlich Ihre Meinung zu, glaube aber die große Masse der hier anwesenden denkt anders. Sicherlich kann ich mich auch nicht derart gewählt und gebildet ausdrücken wie Sie es tun, aber darauf kommt es mir auch nicht an.

        Jeder soll das Thema Wein so sehen wie es ihm gefällt. Mir persönlich geht es um die Freude am Wein, Genuss und immer wieder neues kennenzulernen – ob es jetzt ein guter und günstiger Einstiegswein eines leidenschaftlichen Winzers ist oder auch mal etwas exklusives.

        Und abschließend möchte ich auch noch anmerken, dass mir eine Gruppe junger Leute, die bei einem Open-Air-Rockkonzert eine Flasche Wein genießt (ja, was Genuss ist kann jeder für sich definieren) und damit Zugang zum Thema Wein findet, erheblich sympathischer ist als die große Masse derer die sich einfach mit billigsten Wodka aus dem Discounter “zudröhnt” nach dem Motto “Hauptsache besoffen”.

      3. (Da die Untergliederungsebenen ausgeschöpft scheinen, platziere ich hier meine Antwort, u.a. auf Werner)

        Die These “Wein kein Getränk für jederman” scheint mir durch dies Aussagen keineswegs widerlegt zu sein.
        Was Herr Thoma mit diesem Blog erreicht, ist sicherlich (junge) Leute an das Thema heranzuführen. Nur bezweifle ich, dass bei Zuschauern nicht ohnehin bereits ein Interesse an Wein bestanden hatte, bevor sie auf diese Seite aufmerksam wurden. Insofern stellt sich dies dann als Schulung dar, in welcher bezahlbare Weine präsentiert und analysiert werden. Genau das ist ja positiv. Schließlich sterben auch Altweinkenner weg; damit werden folglich u.a. hier Nachfolger gefunden.

        Sehr geehrter Werner, die Leute, die bereits hier sind, unterfallen nicht mehr “jederman”. Sie sind bereits Teil einer spezifischen Gruppe. Je größer der Interessentenkreis, desto mehr Angebot wird generiert – nicht selten zu Lasten der Qualität. Guter Wein ist schlicht Luxus und wird das auch bleiben. Dass in der Folge bis zu einem gewissen Grad mehr gute Weine existieren ist positive Folge, doch lässt sich dieser Prozess nicht ad infinitum fortführen. Irgendwann ist ein kritischer Punkt erreicht. Auch wird sich nie jeder (zum Glück, mit Schrecken denke ich an die Preisentwicklung) für ein Thema, wie der Wein eines ist, interessieren.

        Auf einem Rockkonzert lässt sich typischerweise eine Flasche Wein eben nicht genießen: der Fokus, die Konzentration liegt woanders (Musik, Tanz, ..) und somit würde dem Wein schon nicht die nötige Aufmerksamkeit zu Teil werden. Mag es ganz vereinzelte Ausnahmen geben, aber die Leute trinken im Sinne eines raschen Schluckens; auch die Begleitumstände verhindern echten Weingenuss. Bei diesem müssten neben der sinnlichen Komponente der Perzeption auch eine intellektuelle Reflexion hinzutreten. Das ist auf einem Rockkonzert nicht möglich, es geht um das von Ihnen angesprochene Besoffensein; ergo erhält man gerade keinen Zugang zur Weinwelt – das geschieht eben glücklicherweise durch Seiten wie diese.
        Dass andere Zuseher andere Meinungen haben ist ja selbstverständlich. Wir alle sind ja eingeladen, uns zu äußern.

        Bezüglich des Genusses sei mir ein Verweis auf Alexandre Dumas gestattet, der hinsichtlich der Montrachets meinte, man müsse diese kniend und mit entblößtem Haupt trinken. Wohl wahr!

        Vinophile Grüße
        Diollysos

      4. Hallo lieber Diollysos,
        also ich sage gleich, dass ich mich Praterralles und Werners Meinung anschließen muss. Und ich finde schon, dass Sie Ihre Meinung haben dürfen, aber es ist zufällig nicht meine. Meiner Meinung sind Ihre Ansichten sogar sehr arrogant und überheblich. Ja, es gibt auch andere Sachen als sich die Partitur von Wagners. Zum Glück. Wagners Musik mag ja einigen Leuten gefallen, aber ehrlich gesagt als historische Person ist er mir ein Gräuel. Kein Wunder, das seine Musik von einem gewissen Österreicher bewundert wurde. (Ich möchte Ihnen, lieber Diollysos, aber wirklich nichts andichten in dieser Hinsicht. Ich wollte nur anführen, dass man Wagner meiner Meinung nach nicht zum Unterstützen von solchen Thesen bringen sollte.) Es gibt Leute die sowas mögen und Sie sollen es auch. Aber leider sehe ich bei Ihnen – lieber Diollysos – diese Toleranz weniger. Es gibt auch die Daseinsberechtigung von Rock- oder Popkonzerten. Man kann auch bei diesen Open-Airs mal einen guten Wein mit Freunden genießen. Ich möchte nur mal eine Möglichkeit wie das Umsonst und Draußen Festival in meiner Stadt Würzburg nennen. Da treffen sich Familien und Freunde und da kann man auch mal ein Glas Wein genießen. Und hier trifft man sich mit Leuten, die man schätzt, lauscht Musik, die einem gefällt und man kann sich auch über den Wein oder andere Dinge unterhalten. Da braucht man keinen runden Tisch, eine große Decke kann hier auch mal reichen. Auch dies ist möglich. Sie können dies nicht einfach abstreiten. Natürlich kann gibt es viele Besucher, die sich einfach nur betrinken wollen, aber leider generalisieren Sie hier zu sehr.
        Ich bin froh, dass es hier eine Möglichkeit gibt, dass Hendrik versucht das Weintrinken guter Tropfen vielen Leuten näherzubringen. Und das auch die Grenzen mal aufgebrochen werden. Ich hoffe Hendrik macht in seiner lockeren Art weiter und bringt so auch jüngeren Leuten das Weintrinken näher. Ich weiß von einigen, bei denen er es geschafft hat und das ist gut so.

      5. Sehr geehrter Hardy,

        selbstverständlich kann jeder seine Meinung vertreten, danke, dass Sie mir dies auch zugestehen. Als arrogant und überheblich würde ich die Ansicht nicht bezeichnen, ich weiß auch nicht, weswegen Sie dies so darstellen. Weswegen Bildungsansprüche heutzutage nur noch angegriffen werden, ist mir schleierhaft und führt sicherlich nicht zu einer positiveren Entwicklung der Gesellschaft.

        Wagner war ein singuläres Beispiel, an die Person knüpft sich auch kein weitere Inhalt, als die intendierte Analogie. Die anderen Ausführungen dazu muss ich nicht kommentieren. Nehmen Sie Verdi, Mozart, Beethoven; nehmen Sie Musiker, welche nicht in der Klassik beheimatet sind, nehmen Sie andere Künste. Worum es einfach nur geht ist schlicht, dass Wein durch Hintergrundwissen und seinen Kontext eben aufgewertet wird.

        Rock- und Popkonzerten habe ich an keiner Stelle die Daseinsberechtigung abgesprochen; nur werden hier verschiedene Sachverhalte vermischt. Das Festival in Würzburg hat mit einem Rockkonzert von – nehmen Sie beliebige Bands – einfach nichts gemein. Eben! Dort treffen sich Familien und Freunde und trinken das Gläschen Wein ja auch bewusster, sie konversieren, sie kreieren eine Gemeinschaft, sie genießen! Kritikpunkt war eine große Masse, die (mehr oder weniger) fröhlich hüpfend bedröhnt wird. Hier ist Weingenuss definitiv nicht möglich.

        Vinophile Grüße

        Diollysos

  11. Stelle mir gerade vor ich bin bei einer Stadtbesichtigung, wenn ich den Tourleiter nicht machen lasse, dann kann ich auch zuhause bleiben. Guckt Euch alte Folgen von GV an – hab mir gestern seine alte Folge (Episode #259)
    mit Billig-Pinots um die 5,- USD angesehen – ha, ha, ha – wunderbar – so in der Art ist es allerdings eher das Ausschlussverfahren – darüber sollte man auch froh sein, aber letztendlich will ich ja wissen was ins Glas rein soll und nicht was besser in der Flasche bleibt.

  12. So, bin dabei und freue mich schon auf den nächsten Valentinstag mit dir/euch! 😉

    Die Liveverkostung ist wirklich ein weiterer “Meilenstein” (im Vgl. zur ersten “Live on Tape”-) und mit zwei Weinen m.E. auch genau richtig dosiert.

      1. Hallo Sascha, wir werden sehen. Sicher kann dieser Wein gut reifen, aber auch in dieser jungen Phase kann er viel Freude bringen. Freue mich, daß Du dabei bist. Viele Grüße, Hendrik

  13. Hallo Hendrick,
    du musst dich nicht für eine optionale Leistung entschuldigen.
    Im Nachhinein scheit es mir, als ob es ein logischer Schritt ist.
    Ich freue mich schon auf den Valentinstag.
    Bestellt habe ich natürlich auch schon.

    Mit besten Grüßen

    hemlock

  14. Sehr geehrter Herr Thoma,
    wir finden Wein am Limit super und würden vielleicht am 14.2. mal beim Livestream dabei sein wollen. Wir sind allerdings mehr so “Generation Drehwählscheibe” und z.B. nicht bei Facebook. Ich hab deshalb eine Frage zum praktischen Ablauf: Rufen wir einfach am 14.2. im Internet die Wein am Limit Seite auf und ab 20 Uhr erscheint dann automatisch der Livestream oder wie würde das funktionieren?
    Vielen Dank für Ihre Antwort und wir freuen uns auf viele weitere unterhaltsame Weinsendungen von Ihnen.
    Gruß
    Ingrid Zuber

  15. PS: der Kalkofen liegt noch im Keller… 🙂
    Morgen gibt’s mit Freunden den 500er Sauvignon Blanc und einen TerraVin zum Vergleich. Ick bin jespannt, wa!

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