Wein am Limit - Hendrik Thoma

Beiträge zum Thema "Weißwein"

21.10.2018 - Folge 358

Fio Wines - Jojo und Piu Piu sind wieder da!

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Liebe Walinauten,
das Weingut Fio in Piesport an der Mittelmosel trägt ohne „wenn und aber“ die geistige Handschrift von Universalgenie Dirk van der Niepoort, einem der ganzen großen Winzer unserer Zeit. Leichtigkeit, Finesse und seriöser Trinkspass, das ist die Essenz seiner Weinbereitung. Um das tägliche Geschäft, die Weinberge und die handwerkliche Arbeit kümmern sich Dirks Sohn Daniel und der Moselaner Philipp Kettern.

Die beiden jungen Winzer gehen mit einer erfrischend unbekümmerten Art an die Vinifikation heran, dabei haben beide einen erstaunlich internationalen Background und viel Erfahrung in Sachen Weinbereitung. Das schmeckt man ihren Weinen an, die sich nicht so schnell in irgendeine Schublade stecken lassen. Sie scheren sich nicht um eine internationale Stilistik und bleiben dabei dennoch weltoffen. Bei Fio Wines lässt man sich ausreichend Zeit für den Ausbau, das macht den Unterschied.

PIU PIU UND JOJO!
Jetzt kommen die zwei neusten Babies aus der Fio-Schmiede in den zweiten Jahrgang. Ein leicht schäumender Pétillant Naturel, oder kurz „Pet Nat“ genannt, aus einem ungewöhnlichen Grundwein. Der Prosecco Killer schlechthin: leicht, fein, süffig und dabei 100 mal köstlicher. Auch bei ihrem “Orange Wine” war die hochgelegene Herkunft die Grundvoraussetzung ein charaktervolles Produkt auf die Flasche zu ziehen. Beide Weine tragen eine unverwechselbare Handschrift und noch viel wichtiger, sie verbreiten mehr Spaß im Glas.

Wir wünschen mehr Gezwitscher & Spaß im Glas,
Euer Hendrik & das WaL-Team

30.09.2018 - Folge 355

The Family Strikes Back - Theodora, Timotheus und Emmeram are Back in Town

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Liebe Walinauten,
nachdem das kleine Familienweingut in 2016 durch Frühjahrsfröste stark gebeutelt wurde, sind mit dem 2017er wieder alle Familienmitglieder einzeln zu haben. Sie zeigen sich noch fest, dafür mit toller Klarheit, vitaler Energie und Intensität. Auf diesen Jahrgang lohnt es sich zu warten und über den normalen Bedarf hinaus noch ein paar Flaschen in den Keller zu legen. Gut Oggaus naturbelassener Stil polarisiert weiterhin und gewinnt weltweit immer mehr Freunde und Fans. Unlängst war es der “New York Times” und auch der “Welt am Sonntag” eine halbe Seite wert über diese einzigartigen Weine zu berichten. Aber Weine für Hipster schmecken anders, aber Gut Oggau brilliert weiterhin, ohne einen Trend zu bedienen Sie sind schon längst ein Klassiker mit Vorbildfunktion der jungen „Natural Wine“ Bewegung geworden.

WER IST GUT OGGAU?
Stephanie und Eduard bewirtschaften 30 unterschiedliche Parzellen im Bereich Neusiedlersee/Burgenland und bauen dort rote und weiße Rebsorten an. Neben Klassikern wie Blaufränkisch, Zweigelt, Grüner Veltliner und Weißburgunder gibt es auch den dort eher seltenen Gewürztraminer, sowie die pilzresistente Rebsorte Roesler. Ihre Weine sind für sie Mitglieder eines Familienstammbaums von jung zu alt bzw. von frisch zu komplex aufsteigend kategorisiert. Sie sind für die beiden so lebendig und so eigenständig, dass es für sie auf der Hand lag, eine eigene Weinfamilie aus den Weinen entstehen zu lassen. Mit den Jahrgängen werden übrigens die Gesichter auf den Etiketten ebenfalls immer älter – ein kleines aber wichtiges Detail; denn es zeigt, wie konsequent die beiden Weinmacher sind. Und genau diese Konsequenz hat uns neben dem unbestrittenen Können auf ganzer Linie überzeugt. Hier entstehen unverwechselbare Weine mit großer innerer Kraft und Spannung.

WAS MACHT DIE 2017er OGGAUS AUS?
In 2017 wird dort angeknüpft, wo es 2016 begonnen hat. Die Weine werden nicht mehr nach Farbe diskriminiert, die Vinifikation bei Weiss und Rot ist gleich, alle Weine sind teilweise auf den Schalen vergoren, großteils aber gleich abgepresst. So werden Struktur, Frische, Frucht und Eleganz kombiniert und die im nördlichen Burgenland so prägnanten kargen Kalk-, Schotter und Schieferböden kommen am Besten zum Ausdruck. Auf die Familie!

16.09.2018 - Folge 353

Christian Tschidas "Himmel auf Erden"

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Liebe Walinauten,
endlich sind die “Himmel auf Erden”-Gewächse vom burgenländischen Charakter-Winzer Christian Tschida wieder verfügbar. Viele haben sehnsüchtig auf diese Serie gewartet. Nach einem frostgeplagten 2016 in dem die Erntemenge recht klein ausfiel, kommen jetzt die markanten 2017er in den Weinpool. Der „Himmel auf Erden“ ist eine Radierung des berühmten, österreichischen Künstlers Prof. Alfred Hrdlicka (RIP 2009), der ein Freund von Christian Tschida war. Irdisch, sinnenfroh und aufmüpfig genau wie diese kleine Weine, so stellt sich dieses herrlich dekadente Bild dar.

WAS MACHT DIE WEINE VON CHRISTIAN BESONDERS?
Der kräftige Kerl, den man nur selten ohne Lederjacke sieht, wird gerne als »Enfant terrible« bezeichnet. Klar, das Burgenland war lange konservativ geprägt und da fällt so ein Charakter schnell auf. Fest steht,  dass Christian Tschida aus Illmitz ein unabhängiger Geist ist. Einer, der sich nicht leicht in Gruppen und Verbände zwängen lässt und der ganz konsequent seinen Weg geht. Er passt also sehr gut zu Wein am Limit. Bei all der Unabhängigkeit aber weiß er genau wie man Wein macht, ja wie man große und gleichzeitig völlig eigenständige Weine in die Flasche bekommt. Das hat viel mit dem richtigen Bauchgefühl zu tun und das scheint Christian in die Wiege gelegt worden zu sein.

FÜR WEN IST DER HIMMEL AUF ERDEN?
Diese Weine polarisieren, doch wenn man sich ihnen unbefangen stellt und sich einlassen kann, öffnen sie die Pforten zu neuen Geschmackshorizonten. Natürlich, nicht jeder wird ein Fan, weil sie sich außerhalb der geschmacklichen Komfortzone bewegen und mehr Free-Jazz als Kuschelrock oder Klassik sind. Aber, sie bleiben im Gedächtnis, ob positiv oder negativ als etwas völlig eigenständiges haften.

Unbehandelt, unfiltriert, ungeschönt und ohne zusätzlichen Schwefel auskommend, verfügen sie über einen großartigen Trinkfluss, vor allem durch ihre beeindruckende Textur. Mit solchen Begriffen wie roh, ungeschminkt oder Urtyp kann man, ohne sie probiert zu haben, vielleicht noch am meisten anfangen.

Auf alle Fälle sind sie traumhafte Essensbegleiter, insbesondere zu salzigen oder säuerlichen Speisen. Mega zu japanischer Küche oder zu den köstlichen Reis-Fischhappen, den Sushi, laufen diese Gewächse zur Höchstform auf.

Wir wünschen noch mehr himmlischen Spaß im Glas,
Euer Hendrik & das WaL Team

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