Wein am Limit - Hendrik Thoma
07.02.2019 - Folge 372

Der 42. Livestream - Collective Z - Das Höhenrausch-Paket

Liebe Walinauten,

mit Christoph Ziegler, dem Winzer und Inhaber von Collective Z, kommt zum ersten Mal ein (Medien) Agent, der nun in Wein macht, ins WaL-HQ, um seine besten Weine vorzustellen. Das Leben ist voll von Premieren bei Wein am Limit, obschon so vieles schon gesagt zu sein scheint. Christoph hat mit Collective Z -einem Garagenweingut- einen phänomenalen Blitzstart an die Spitze der jungen, deutschen Avantgarde hingelegt. Am Anfang eines jeden charaktervollen Gewächses steht immer ein anspruchsvolles Terroir. Das hat er in der völlig unbekannten Enklave Leistadt, auf 250 Meter Meereshöhe über Bad Dürkheim, gefunden. Normalerweise holen hier die Winzergenossenschaften ihre Ernte, aber immer mehr bekannte Produzenten schauen sich in den nicht flurbereinigten Weinbergen um. Denn hier ist es um einiges kühler als in der Ebene und die krassen Kalkfelsen bilden ein forderndes Terroir. Ein besonderes Merkmal sind u.a. die im Schnitt 25-50 Jahre alten und zum Teil wurzelechten Reben. Davon gibt es nur wenige in Deutschland, ja sogar weltweit kaum. Die natürlichen Bedingungen sind perfekt, nur wurden sie lange einfach übersehen. Austauschbare Weine können viele keltern, doch Christoph war von Anfang an überzeugt keine Verkostungsweine, sondern elegante Speisebegleiter auf die Flasche zu füllen. Die Weinberge werden ausschließlich biologisch bewirtschaftet.

WIE ARBEITET COLLECTIVE Z?

Die handgelesenen Beeren werden nach ein paar Stunden der Einmaischung warm und spontan vergoren und reifen lange im großen Fuderfass auf der Feinhefe, ohne irgendwelche Eingriffe, wie Schönung oder Filtration. Kurz vor der Füllung kommt eine sehr kleine Menge Schwefel dazu. Traumhaft handwerklich umgesetzte Weine, wie wir sie lieben, sind das Ergebnis. Es brauchte schon immer Menschen mit Vision und Passion, die bereit sind, über den Tellerrand hinausschauen. Bauer Christoph und sein kleines Team sind solche selten gewordenen Charakterköpfe und auch noch Quereinsteiger.

Zum Collective Z gehören: Vater Heimut – Pensionär und ehemaliger Wein- Tabak – und Feinkosthändler – Feldarbeiten Hand // Freundin Marie – Winzerin – Feldarbeiten Hand // Elisabeth – Pferdemist und Kuhpräparate // Alex Pflüger – Kellernetzwerk // Ross the Englishmen und Onkel Phil – Draht, Stickel und co

Ob uns das Collective Z Höhenrausch Paket in andere Sphären entführt, das lösen wir am 07. Februar 2019 ab 20 Uhr in unserem Livestream auf. Wir freuen uns auf Euch, Eure Kommentare und Eure Wein-Expertisen.

SPIELREGELN DES WEIN AM LIMIT-LIVESTREAMS

Kurz die Spielregeln für den 42. Livestream. Es ist keine Anmeldung oder eine App nötig. Klickt auf den Reiter „Video“ in der Menüliste am Donnerstag, den 07. Februar 2019 ab 20.00 Uhr auf „Wein am Limit“. Ihr könnt auf den Ablauf des Hangouts direkt Einfluss nehmen, indem Ihr z.B. über die Kommentarfunktion unter dem Video Eure Eindrücke mitteilt oder auch Fragen stellt. Wer möchte, kann darüber hinaus auf meinem öffentlichen Facebookprofil von “Wein am Limit” unter der letzten Mitteilung Fragen stellen. Für alle die nicht dabei sein können, sollen oder wollen: Don’t worry! Ihr könnt Euch die Sendung im „Reload“ in Ruhe anschauen (was viele machen) und dazu die Weine genießen. Wer sich das Paket nicht leisten möchte, ist dennoch herzlich eingeladen zuzuschauen und mitzumachen. Es wird auf alle Fälle eine Menge Vinotainment und Information geboten.

Auf zum Höhenflug mit uns und Collective Z und natürlich mehr Spass im Glas,

Euer Hendrik

Die Weine aus dem Video

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Name des WeinesSoulfaktorPreis
DAS "COLLECTIVE Z" HÖHENRAUSCH-PAKET BASIC
Wein am Limit
55.90 €Details
DAS "COLLECTIVE Z" HÖHENRAUSCH-PAKET GRANDE
Wein am Limit
110.00 €Details

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Kommentare

84 Kommentare zu “Der 42. Livestream – Collective Z – Das Höhenrausch-Paket

  1. Hallo, LE seit langem mal wieder dabei. War und bin gespannt auf die Weine. Um ehrlich zu sein habe ich schon vorgekostet und inzwischen nachbestellt 🙂

  2. Lieber Hendrik,
    du weißt, dass ich Weine dieser Art eigentlich nicht mag, aber beide Weine sind der Knaller. Habe die heute Mittag zum Atmen auf gemacht, wegen Kork probiert…….und kann nicht mehr aufhören zu verkosten.
    Richtig guter Stoff.

  3. Der Riesling kommt sehr kühl daher, steinige, kalkige Aromatik, fruchtig nach Weingartenpfirsich, Rose, eingelegte Salzzitronen, Lorbeerblätter, Säure sehr lebendig aber nicht aggressiv, hohe Komplexität, bleibt lange am Gaumen
    5 Soulpunkte

  4. Hätte ich auf den ersten Schluck nicht ins Rieslingregal gestellt. Knochig schon fast morbide im Mund. Außergewöhnlich und nicht schlecht. Kein Einheitsmampf !

  5. vom Geruch her, erinnert der mich total an den selbstgemachte Apfelwein meines Opas…auch unliniiert, finde die Hefe auch relativ dominant, man hat etwas von frisch gebackenen Hefezopf und eine dezente Exotik (Zitrone, Mango,….). Aber kurz im Abgang, sehr trocken und der wenig Säure (dadurch sehr bekömmlich 😃….je wärmer er wird desto würziger wird er mit leichten scharfen Nuancen

  6. Der Sylvaner ist grandios, noch einzigartiger als der Riesling, intensive Nase nach Kräutern wie Bohnenkraut und Liebstöckel, Cidre, Grapefruit, Mandelkeckse, charmantes bitterl, fordernd am Gaumen, sehr strukturiert TOP Qualität 5,5 Soulpunkte

  7. ich tue mich mit dem neuen Typ Wein sehr schwer. Auch wnn ich diese beiden Weine toll finde…..ich stehe mehr auf die Klassiker.
    4,5 von 6 P.

  8. Ich liebe diesen Silvaner. Im letzten Sommer das erste mal probiert. Heute wieder ganz anders als damals. In der Nase ein großer bunter Obstkorb. Zwischen einheimischen und tropischen Früchten und eine menge Kräuter. Auch ein wenig wie ein Hefekuchen. Es zeigen sich Dosenmandarinen, reife kiwi, Stachelbeeren, Brennnessel, Bärlauch – BOA – wir kriegen uns hier gerade nicht mehr ein! Mega komplex. Und er entwickelt sich immer weiter. Unser Highlight. Und wir drei hier sind sonst absolute Riesling-Fanatiker – Wir könnten noch weiter die Tasting-Notes ausschlachten, aber das reicht erstmal. 6 SOULPUNKTE von Sönke, Mareike & Tim!

  9. Der Barrique-Ausbau steht dem Sylvaner sehr gut. Schmeckt unserer Meinung nach trotzdem sortentypischer als der Riesling. Und Kompliment an den Winzer, sehr spannend und anschaulich erklärt. Definitiv nachkaufenswert!

  10. Wir finden einstimmig beide Weine klasse. Riesling 4,5 bis 5 und Sylvaner 5 Soulpunkte. Beide haben Charakter. Viele Grüße von allen Boceks 😉

  11. Uns hat es inspiriert! Wein im Glas und nen halben Meter Schnee vor der Tür. Höhenluft da schmecken die Weine noch akzentuierter als in der Ebene! Tip von mir

  12. Hallo Christoph,
    ich arbeite in einem Supermarkt + in Bremen (Lestra) und bin dort in der Weinabteilung (war vorher beim Käse). Ich denke dass ist nicht nur ein Trend, sondern derzeit im Großen noch ein Nischenprodukt, welches aber immer mehr Anhänger findet. Natur und ist IN und wird immer wichtiger. Das Lebensmittel oder Genussmittel soll so wenig wie möglich verarbeitet sein, so wenig Zusatzstoffe wie möglich und sehr gut nachvollziehbar sein. Allerdings gilt das noch nicht für die Masse, aber dennoch für eine große und wachsende Gruppe.
    Also dein zeug ist Zukunft 🙂

  13. Vielen Dank für den spannenden Live-Stream und die coolen Weine. Riesling old school, but old school ist the new new school. 😉 4,5 Soulpunkte.
    Sylvaner Mega-Stoff: 5,5 Soulpunkte. Die Sortentypizität ist bei beiden Weinen klar erkennbar, trotz und gerade weil “Natural”?

    Zu Christophs Frage: Solche Weinmessen mit spannenden kleinen Produzenten fehlen in jedem Fall in D. Denn nur dann können die Endverbraucher (über Weinenthusiasten hinaus) solche Weine kennen und lieben lernen. Auf den meisten Weinmessen die für Enverbaucher zugänglich sind, wird nur Massentaugliches präsentiert. Sehr schade! Ausnahmen gibt es natürlich, wie die RAW oder Messen von größeren Händler, aber in Summe ist das einfach zu wenig. Vor allem in Norden der Republik. 😉

  14. Ich hab’ den Stream erst jetzt im Nachgang gesehen, weil ich zum Sendezeitpunkt nicht konnte. Ich hab’ die beiden Flaschen schon vor längerer Zeit mal blind bestellt und war schon von daher gespannt, was die WAL-Gemeinde so dazu sagen wird. Ich weiß noch nicht, wann ich sie öffnen werde, aber die Vorfreude darauf ist deutlich gestiegen!

    Zu der Bedeutung der Naturals in D: ich persönlich glaube nicht, daß die in näherer Zukunft eine so große Rolle in D spielen werden, denn nach meiner Wahrnehmung ist der Großteil der Weintrinker (auch derjenigen, die bereit sind, ordentlich Geld für die Flasche auszugeben), recht eingefahren was den eigenen Geschmack angeht. Ich merke das immer wieder, wenn ich solche Sachen mal aufmache, auch wenn da mal ein anerkennendes “Interessant!” dabei herauskommt, beim nächsten Einkauf wird wieder das genommen, was der langjährigen geschmacklichen Prägung entspricht.
    Das ist einerseits aus Konsumentensicht für mich persönlich gar nicht so schlecht, wenn das ein Geheimtipp bleibt (bleibt mehr für mich 😉 ), der Vielfalt auch in diesem Segment würde ein gesteigertes Interesse aber schon gut tun.

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