Wein am Limit - Hendrik Thoma
18.05.2014 - Folge 174

Die kürzeste Folge, ever! EXTENDED VERSION

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
2011 Bourgogne Blanc „Renommée“
Remoissenet Père & Fils, Burgund
Soulfaktor 4
10-20 EurDetails

Liebe WALinauten,

häufig wurde gesagt, dass die Folgen zu lange dauern. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze?

Jetzt kommt die geforderte kurze Folge und ich bin gespannt auf Euer Feedback. Ausgerechnet mit einem wunderbaren Chardonnay alias Bourgogne Blanc von Remoissenet aus Beaune. 50% der Trauben stammen aus dem südlich gelegenen Macon und 50% von den Hängen der renommierten Côte de Beaune.

Seit der Übernahme im Jahr 2005 durch die New Yorker Familie Milstein hat sich einiges getan auf dieser alteingesessenen Domaine (1877). Mit der Verpflichtung von Geschäftsführer Bérnard Repolt und Kellermeisterin Claudie Jobard werden die Weine von Jahr zu Jahr immer besser. Köstliche Burgunder zu keltern, die ein Abbild ihrer Herkunft sind- das ist die Philosophie des Duos.

Dieser Wein ist ein wunderbarer Einstieg, der die Messlatte ziemlich weit nach oben legt. Er wurde sehr behutsam im Holz ausgebaut (es lässt sich nur erahnen), reife Zitrusfrüchte, berstend vor mineralischer Kraft, unterlegt mit ein saftigen Säure und von einem feinen Schmelz bietet er genialen Trinkfluss. So mancher renommierte Erzeuger, oder Lage, wird angesichts dieser Qualität wohl blass um die Nase werden müssen.

In dieser Preisklasse gehört der „La Renommé“ sicher zu den besten seiner Art und ist noch richtiger ein Geheimtipp auf dem abgegrasten Burgundermarkt.

Exklusiv bei Calistoga.

„In taste we trust“.

Euer
Hendrik

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Kommentare

33 Kommentare zu “Folge 174 : Die kürzeste Folge, ever! EXTENDED VERSION

  1. Moin,
    endlich wieder WaL klassisch. Die Quickiefolge war nicht so mein Ding. Der Burgunder hört sich gut an. Das Wengut kenne ich nicht, umso mehr ein Grund den Stoff zu ordern.

    Also, bitte beim Wein keine Quckies mehr. In anderen Lebenslagen, kann ein Quckie ja schön sein… z.B. eine Currywurst, statt Mittagstisch 😉

      1. Ich schließe mich da gleich mal mit an. Wäre wirklich hilfreich eine aktuelle Preisliste.

        PS: Die Folge war wieder top. So soll’s sein.

  2. Hallo Hendrik,

    mir kam neulich beim Dr. Wehrheim Chardonnay S Keuper der Satz über die Lippen: “Ein Burgunder auf dem Level würde bestimmt 40 anstatt 20 Euro kosten.” Aber anscheinend gibt es auch 20€-Burgunder die so viel Spaß bringen. Muss ich probieren!

    Wie ist Deine Meinung: Wie viel Burgund bekommt man mit deutschem Chardonnay in vergleichbarer Preisklasse und will man da überhaupt “Burgund”?

    Danke und cheers,
    Phil

    1. Hallo Phil,

      ich denke, es ist schwierig etwas 100% vergleichbares zu finden. Die Böden, das Klima und auch der Umgang. Trotzdem gibt es einige Chardonnays aus Deutschland die einen burgundischen Ansatz haben. Zum Beispiel in Folge 159 haben wir ein gutes Beispiel dafür. Einen der besten mir bekannten Chardonnays aus D ist der Chat Sauvage aus dem Rheingau der das auch in seiner Philsophie fest verankert hat. Der Renommé ist aber wesentlich günstiger. Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, daß Burgund nur immer teuer sein soll. Es gibt viele junge Winzer oder Betriebe die für eine echte Überraschung gut sind. Besonders im Einstieg und als smart Shopper lässt sich immer was finden. Nur billig ist es nie.
      Viele Grüße, Hendrik

  3. Danke,besser viiiiiiel besser 🙂

    Ich finde bei den weißen Burgundern merkt man ganz deutlich, dass die Franzosen ein besonderes Gespühr für Holzeinsatz haben. Es unterstüzt und überschminkt den Wein nicht. Das können wenige so gut wie die Froschfresser. 🙂

    Grüße
    Marc

  4. Ich finde offen gesagt die längeren Folgen besser, wenn es mal zeitlich knapp ist kann man es ja später anschauen. Hier hätte ich zum Beispiel gerne noch mehr gewusst. ich finde es völlig legitim den Wein auch zum verkauf anzubieten, Voraussetzung ist, dass in diesem Medium ein Wissens-Mehrwert dazu kommt.

    1. herrlich, so sollte es immer sein! ich persönlich mag es auch gern ausführlicher, d.h. je länger desto besser 😉 mach so weiter!! und natürlich spricht nichts dagegen wenn damit geld verdient wird!!! greets from south germany -> lake of constance

    2. @Stefan: Ich stimme dir Voll und Ganz zu, jedoch finde ich einen Monolog von ca. 7 Minuten durchaus Ok, wenn nur ein Wein präsentiert wird. Sonst wird’s auch schnell zu einseitig. Bei einem Gast, oder mehreren Weinen kann die Show aber wirklich nie lang genug sein

  5. Für mich wäre am einfachsten und ich denke da schreibe ich auch für die anderen Walinauten, wenn ihr jeweils an die Infomail für das Livestream Paket einfach eine aktuelle Preisliste als Datei dranhängt, da ihr euer Sortiment ständig ergänzt, müsste man nicht immer extra eine Liste anfordern, denn ich habe meistens Lust zum Paket noch andere Weine dazu zunehmen. Dieser Burgunder interessiert mich sicher auch, aber den kann ich auch später noch bestellen, eben als Zusatz zu einem Paket, da brauch ich mir nicht eine einzelne Flasche schicken lassen, auch mit dem Nachteil, dass der Wein dann vielleicht ausverkauft ist. Es gibt immer wieder neue schöne Jahrgänge oder Weine.
    Danke Hendrik, falls du diese Vereinfachung möglich machen kannst.

  6. Liebe Walinauten, gerne sende ich Euch unseren neuen Katalog zu, aber bitte habt noch ein paar Tage Geduld. Er ist komplett überarbeitet worden und beim Korrekturlesen haben sich doch die ein oder anderen Fehler eingeschlichen. Sobald diese behoben sind, bekommt Ihr diesen per Mail. Die Idee von Dominik nehme ich auch gerne auf! Beste Dank und wenn Ihr sonst noch Fragen, Wünsche oder Empfehlungen habt, schreibt uns bitte an office@calistoga.eu! Cheers!

    1. Zustimmung zur Idee von Dominik. Die aktuelle Preisliste immer mit den Mails zu den Paketen zu verschicken dürfte für euch das einfachste sein Selen – dann kann jemand der etwas probieren möchte die ein oder andere Flasche gleich zum WAL-Paket mit dazu ordern….bedeutet ja nicht dass jemand zum Kauf genötigt wird, aber bei Interesse wären alle Infos vorhanden.

  7. Danke Hendrik, so gefällt mir das wesentlich besser 🙂
    Locker, flockig, informativ und einen sehr interessante Weinvorstellung – immer weiter so.

    @Selen: Katalog – hört sich gut an, kann man den bei euch dann von der Webseite runterladen oder gibts den per eMail-Newsletter – wo muss ich mich eintragen ?

    Danke und Grüsse vom Niederrhein

    Thomas

    1. An die Frage hänge ich mich gleich mal mit ran. Der Directors Cut trifft meinen Geschmack schon wieder viel besser. Habt ihr auch den angesprochene. Corton Charlemagne im Programm?

  8. Bei soviel Liebe und Zuneigung traut man sich gar nicht, mal wieder ein paar kritische Töne anzuschlagen, aber wenn ich mir die Entwicklung von WAL so anschaue, habe ich das Gefühl, dass es sich immer mehr zu einer Calistoga-Werbe- und Vertriebs-Plattform entwickelt. Ist ja auch nicht schlimm, aber irgendwie ist es so nicht mehr das, was ich ursprünglich mal so toll daran fand… Außerdem kam das auch so schleichend durch die Hintertür und man fragt sich, ob da von vornherein ein Plan hinter steckte. Wenn es so sein sollte: Clever gemacht!

    1. …..auch wenn das so ist, finde ich das nicht schlimm oder gar verwerflich (zudem das Calistoga-Sortiment auch nicht so riesig ist und alle Sendungen betrifft).
      Wenn WaL nicht als reines Hobby betrieben wird, ist einer bzw. sind mehrere kommerzielle Zwecke, die verfolgt werden, doch okay oder?

      Ich persönlich schätze Weinhändler, die Hintergrundinformationen liefern und die Geschichten der Weinmacher erzählen sehr, das ist mehr und hilfreicher als Parkerpunkte oder die teilweise unerträglichen Superlativen über jeden Achteurosiebzigwein, die einige Händler online oder in Printform niederschreiben.
      Und Kaufzwang besteht hier ja nicht… auch keine sonstige Kostenbeteiligung für den Zuschauer. Dafür kann man auch mal Danke sagen 😉

    2. Hallo Mathias,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Nein, es war am Anfang keine Absicht dahinter. Allerdings hat mich die Entwicklung dieses Formates dazu bewegt. Trotzdem werde ich auf Wein am Limit weiterhin Gewächse außerhalb des Sortimentes von Calistoga besprechen. Gegenfrage: welcher Händler macht das schon? Es ist ja auch eigentlich alles dazu in früheren Folgen gesagt worden. WaL ist kein Blog, sondern vielmehr meine Show und meine Meinung (was es ja schon wieder zum Blog werden lässt) mit sicherlich guten Empfehlungen. Im übrigen ist es der Wunsch vieler Zuschauer die Weine auch kaufen zu können, am liebsten bei mir, weil wir uns ja auch die Mühe machen sie rauszusuchen. Es gibt hier keine Kaufverpflichtung und weiterhin eine Menge Content auf WaL zu dem ich auch persönlich stehe.

      Das ist das Dankeschön für unseren Einsatz.

      Viele Grüße,

      Hendrik

      1. Ja – ich will ja auch gar kein Spielverderber sein! Natürlich ist das hier nach wie vor auch hervorragendes Infotainment in Sachen Wein. Gleichzeitig könnte man es auch in ein Marketing-Lehrbuch aufnehmen (als gutes Beispiel für die Nutzung von social media zur Verkaufsförderung). Für beides zolle ich dir meinen größten Respekt und für ersteres auch meinen Dank! Ich selbst habe ja auch schon bei euch bestellt und werde das sicherlich auch wieder tun, aber die Haltung gegenüber diesem Format verändert sich damit natürlich schon ein bisschen.
        Ich wünsche weiterhin viel Erfolg! Viele Grüße,
        Mathias

  9. Warum heißt es eigentlich „Bierruhe“ und „weinselig“? Sind das Begriffe die aus der Herstellung kommen? Beim Bierbrauen ist von „Rastzeiten“ die Rede – Wein hat einen meistens doppelt so hohen Alkoholgehalt als Bier. Ist der hohe Alkoholgehalt verantwortlich für „Weinseligkeit“?

    Kein Spaß, ich denke darüber nach und bin mir noch nicht sicher welche Antwort richtig ist. 😉

    1. Die Frage habe ich mir auch schon vor langer Zeit gestellt. Die Antwort ist denkbar einfach:
      Seligkeit beinhaltet per se die Zustände “Glücklich” und “Selbstzufrieden”. Diesen Zustand vermag Wein durchaus vollkommener zu erreichen als Bier, wiederum aus einem trivialen Grund: Wein spricht einfach mehr Sinne an als Bier es leisten kann!

  10. 6 Minuten eloquenter und inhaltsstarker Monolog! Chapeau, Chapeau..!
    Die zwei Gläser vor der Aufzeichnung zeigen ihre beflügelte Wirkung…im Unterschied zu den nüchternen 60 Sek. aus No. 173 😉

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