Wein am Limit - Hendrik Thoma
03.01.2016 - Folge 244

Das richtige Glas

Liebe Walinauten,

ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr. Erhaltet Euch Eure Trinkfestigkeit und vor allem Eure Gesundheit. Herzlichen Dank für ein fulminantes 2015, ein Jahr in dem “Wein am Limit” sich weiterhin als alternativer Shop und mediale Plattform weiterentwickeln konnte. Wir lassen nicht locker und sehen diesen interaktiven Vermarktungskanal als eine großartige Möglichkeit authentischen Kontakt zu Euch zu haben.

Die erste Folge im neuen Jahr ist allen Glasfetischisten gewidmet. In meinen über 20 Jahren aktiver Arbeit als Sommelier und Weinliebhaber hat es nahezu eine Explosion in diesem Sektor gegeben. Früher gab es 2-3 Firmen die das Genre dominiert haben. Heute gibt unendlich viele Hersteller die mit unterschiedlichen Philosophien locken. Für den Kunden ist es damit schwieriger geworden sich zu entscheiden.

Es ist wie mit dem Autokauf. Es kommt auf die Marke und die eigenen Bedürfnisse an. Manchmal reicht es auch von A nach B zu kommen, um sich fortzubewegen. Doch das qualitative Limit ist das Universum. In diesem Video versuche ich mal die Basics der Glaskunde abzudecken. Dabei spielen Füllmenge, Höhe und Breite des Glases eine wichtige Rolle. Alles entscheidend ist die Verarbeitung und die Färbung des Glases. Natürlich sollte die Form nach oben hin zulaufen, um somit die Aromen besser einzufangen. Der Rest ist schlichtweg Philosophie und persönliches Empfinden. Das Lippengefühl ist mir sehr wichtig. Ich  bevorzuge feine, elegante Gläser die auch leichter in der Hand liegen.

Denkt dran, auch die Glasindustrie lebt davon das immer wieder mal ein Glas kaputt geht. Als Staubfänger im Schrank nützen sie einem gar nichts. Deswegen müsst Ihr Bruch und Verschleiss akzeptieren. Gläser sind neben dem Korkenzieher das wichtigste Werkzeug im Leben eines Weinliebhabers. Deswegen sollten wir ihnen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Ich wünsche Euch in 2016 mehr Spass im Glas,

 

Euer Hendrik

PS: Übrigens der 2012 Moulin-a-Vent von Paul Janin ist großartig…

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Kommentare

18 Kommentare zu “Folge 244 – Das richtige Glas

  1. Hallo Hendrik,
    auch Dir ein gesundes, erfolgreiches und weinerfülltes Jahr. Eine schöne Sendung. Gläser sind auch meiner Meinung wichtiger als man denkt.
    Ich freue mich auf viele unterhaltsame Folgen mit Dir in 2016.
    Viele Grüße Hardy

  2. hallo zusammen!
    allen mal ein gutes neues mit viel viel gesundheit.
    ich finde das thema welches glas zu welchem wein sehr spannend , da es massgeblich beteiligt ist wei ein wein präsentiert wird !
    ich persönlich bevorzuge einfaches riedel chianti allzweckglas für den alltag und ansonsten sind meiner meinung nach die gläser von zalto /pfarrer denk die besten ( vor allem für reife smaragde aus der wachau) auch die gabriel gläser sind sehr gut jedoch bei mir die classic linie ( wegen kaputt machen)

  3. Moin Moin Hendrik, vielen dank für dein Beitrag zum Thema Glas. Ich trinke gerne Wein und habe in der Vergangenheit schon viele verschiedene Gläser gehabt, doch leider bin ich oft zu unvorsichtig & zerbreche sie.
    Seit einiger Zeit trinke ich und meine Freundin aus Iittala Gläsern der Serie Essence. Wir sind ganz zufrieden damit. Uns gefällt das Design, es sind schlichte geradlinige Gläser grundsoliderer Qualität.
    Meine Frage an dich wie würde wohl deine Einschätzung zu den jeweiligen Gläsern ausfallen, hättest du verbundene Augen und keine Ahnung von Form und Proportionen.
    Man lässt sich ja auch oft von Visuellen Eindrücken beeinflussen oder????

    Vielen Dank

    Christian

  4. Moin Hendrik,
    Dir auch ein prickelndes neues Jahr – und danke für einen schönen lockeren Beitrag!
    Ich nehme gerne das First Degustation oder das Willsberger Bordeaux als Universalglas, zu Riesling passt das First ebenso wie das Riedel. Das von dir angesprochene Gabriel mag ich auch, oft ist es aber sehr “dämpfend” und die Weine benötigen länger zum Dekantieren. Das mundgeblasene ist interessanterweise besser als das maschinengefertigte, zumindest im direkten Vergleich habe ich jedesmal diesen Eindruck. Die Zaltos sind erstklassig, wenn wir bei Weinproben die Gläser tauschen stelle ich das immer wieder fest. Ich muss wohl auch mal wieder bei mir “ausmisten” und etwas Platz schaffen – das wird meine nächste Investition… Dir und uns weiterhin viel Spaß beim Ver-/Vorkosten! LG

  5. Gude Hendrik,

    danke für deinen schönen Beitrag, wie immer angenehm subjektiv und transparent.
    Ich für meinen Teil trinke seit etwa zwei Jahren aus den Gläsern der Quadrophil-Serie von Stölzle. Finde hier vor allem das Rotwein (für Weiß und Rot) und das Bordeaux-Glas (für reifere Rote) sehr gute Allrounder. Vom geometrischen Aufbau ähnlich der Gabriel und Zalto, jedoch preiswerter – denn auch ich schaffe es regelmäßig, welche kaputt zu machen. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, erst am nächsten Tag abzuspülen 😉

    Beste Grüße aus FFM

  6. Hallo Hendrik,

    ich gebe erst einmal Deine Wünsche für 2016 zurück, auch Dir und Deinen Lieben ein erfülltes neues Jahr!

    Nachdem ich das Zalto Denk’Art Glas bei einer Verkostung bei Muris Gris in Südtirol entdeckt habe, nutze ich es seit Anfang 2012 fast ausschließlich (Weißwein, Universal, Burgunder) und bin mit den Gläsern hochzufrieden. Davor waren es eher die einfachen Gläser von Zwiesel oder einige aus der Vinum Serie von Riedel. Muss aber sagen, dass ich die Präsentation der Weine im Zalto Glas einfach besser finde als z.B. im Riedel Vinum. Trotz des eher filigralen Aufbaus sind die Zalto Gläser ernorm stabil und haben schon einige Unfälle ohne Schäden überstanden.

    Den einzigen negativen Kommentar von Freunden zu dem Glas war bisher der nicht so schöne Klang beim Anstossen, dass kann ich aber locker verschmerzen 🙂

    Was natürlich immer zu beachten ist (wie von Dir auch hervorgehoben): Man muss schon das richtige Glas für den Wein nehmen! So fand ich Deine Wahl des Burgunderglases für den MOULIN À VENT etwas mutig, ich hätte da doch eher das Universalglas genommen 🙂

    Ciao Peter

  7. Hallo Hendrik,
    neben Wein sammle ich auch Weingläser. Bei der Zalto-Kollektion gibt es ja noch das Glas für leichte Weine.
    Das Burgunderglas passt tatsächlich super zum Grauen oder Weissen Burgunder. Besser als das Gabriel-Glas. Wogegen ich für Spätburgunder lieber das Gabrielglas nehme.
    Allerdings ist es auch eine Tatsache: Man muss auch Bock auf ein Glas haben. Ich liebe die Auswahl und Abwechslung. Zwar gehen mache Gläser für bestimmte Weine gar nicht, aber überbewerten sollte man das auch nicht. Nach meiner Erfahrung bekommt nach einigem ausprobieren ein Gefühl dafür was passt oder nicht passt.

    Liebe Grüße aus Oberhausen
    Reblaus1975

  8. Hallo zusammen und allen ein Frohes und Gesundes neues Jahr!

    Ich finde den Verweis auf das “Feeling” sehr wichtig. Ich habe neben Schott und Zalto auch etliche billige Rastal-Gläser als Erinnerung an Weinhändler, Messen, etc. im Schrank. Und für den Alltagswein ist mir so ein Glas oft lieber als die großen Namen. Und im Notfall oder im Urllaub tut es auch das originale Bauernglas für den Chianti, so eine Art 100ml-Tumbler.
    Mein persönlicher Allrounder ist das Schott-Zwisel Vina Burgunder, recht ähnlich dem Riedel Chianti gestrickt und ebenso für fast alles (wenn auch nicht optimal) geeignet. Schott-Zwiesel ist eigentlich auch mein Standard, weil günstig und einfach unprätentiös. Wenn ich die gleichen Maßstäbe an Gläser wie an den Wein anlege, dann wird es sehr schnell finster. Riedel mit ihrem fast apostolischen Ultramarketing mag ich eigentlich nicht untersützten. Und wie die Familie Zalto das eigene Unternehmen verlassen durfte und die Produktion auf Nearshoring umgestellt wurde, na ja.

    Gruß, Markus

  9. Gutes Neues Jahr aus Niederbayern an alle erstmal!

    Das Gabriel-Glas ist seit ca. 2 Jahren meistens mein Favorit, aber ich habe auch seit vielen Jahren immer (nur) noch 3 Exemplare als Restbestand aus einer einfachen aber gut geformten Glas-Serie aus dem Supermarkt die immer wieder mal zum Einsatz kommen.

  10. Moin Hendrik ! Euch noch mal alles Gute im neue Jahr. Ich benutze auch das Riedel Chianti Vinum,Gabriel Gold Edition,Zalto Bordeaux und Burgunder sowie das Riedel Veritas Champagner.Mit diese Auswahl fahre ich sehr gut.

  11. Hallo Hendrik vielen Dank für den Beitrag. Es macht einen riesigen Unterschied aus welchem Glas ich trinke – das falsche Glas kann das Erlebnis trüben.
    Trotz relativ großer Sammlung unterschiedlicher Gläser nutze ich eigentlich nur wenige.
    Für die Roten ein Burgunder und ein Bordeaux Glas (Schott u. Zwiesel – Serie Fine?) ich mag‘ wenn das Glas am Stamm nicht rund zusammenläuft sondern gerade.
    Für die Weißen ein Bordeaux Glas (!) und ein einfaches Schott Zwiesel „Allround – Rot/Weiss“ -Glas.
    Auch gute Prickler brauchen Platz!
    Das Gabriel Glas muss ich mir demnächst anschaffen in der Variante für Grobmotoriker.
    Lieber einen guten Wein aus einem Scheißglas als einen Scheißwein aus einem guten Glas (aber meinen Santenay bitte aus einem sehr bauchigem)

    Viele Grüße Robert

  12. Ja ja, die Glasfrage! Auch so ein Thema, über das man jahrelang ohne konkretes Ergebnis diskutieren kann. Ist einfach höchst subjektiv hinsichtlich dessen, was man von einem Glas erwartet. Bei mir hat sich derzeit das leichte Gabriel-Glas für quasi alle Gelegenheiten eingebrannt. Ist für mich einfach der beste Kompromiß hinsichtlich Haptik, Optik, Geruch und Geschmack sowie der Universalität. Möglicherweise ist die Wahrnehmung aus dem gleichen Glas bei verschiedenen Personen auch nicht immer gleich. Jedenfalls haben wir vor einiger Zeit mal einen kleinen Gläservergleich gemacht und sind hinsichtlich der unterschiedlichen Eindrücke bei den verschiedenen Gläsern nicht auf einen gleichen Nenner gekommen. Die Nasenkonstruktion der Tester spielt anscheinend auch eine wesentliche Rolle…

  13. Hallo Hendrik!
    Hier die Weingläser die ich nach vielen Vergleichen am meisten verwende:

    Meine beiden Universalgläser sind, wenn es um größere Weinproben mit vielen Weinen oder nicht so opulente Weine geht, das Riedel Ouverture Redwine Glas und wenn auch ein bisschen mehr ins Glas darf und für größere Weine das Riedel Big O Syrah Glas.

    Für die meisten Rotweine (Mittel bis Oberklasse) aus Portugal, Südfrankreich, Südafrika (Rhone Rebsorten) nehm ich das Riedel Sommelier Hermitage. Und für unterwegs oder wenn ich gerade mal Lust auf Casual Drinking hab wie erwähnt das Riedel Big O Syrah

    Für die ganz bombastischen Weine wie einige Merlots aus Bolgheri oder wie zuletzt den Val Sotillo Gran Reserva 2004 aus Ribera del Duero oder den Quinta do Vallado Touriga Nacional 2011 aus dem Douro braucht es den Riedel Sommelier Bordeaux Eimer. Ich finde dass sich diese Weine darin am besten entfalten und alle anderen Gläser dagegen, wie du es für das Zwiesel Glas in der Folge beschrieben hast, wie ein Schwitzkasten für den Wein sind.

    Für leichtere Weißweiße und Sekt nehme ich das WMF Smart Weißweinglas, das eigentlich von Stölzle hergestellt wird, in Deutschland aber unter WMF läuft. Es ist etwas dicker als das Riedel Vinum Chianti hat aber eine minimal rundere Form, was für mich besonders die Weißweine von der Aromatik nochmal ein ganzes Stück schöner rüberkommen lässt als im Vinum Chianti oder im Sommelier Riesling Glas. Die Weine schlechthin für dieses Glas sind für mich der Soalheiro Alvarinho und der Riesling Sekt von Dr. Bürklin-Wolf.

    Für schwerere Weiße wie z.B. einen holzausgebauten Chardonnay gibt es für mich 2 Optionen: entweder wieder wie bei den Roten schon erwähnt das Riedel Big O oder das Sommelier Hermitage. Ab und zu nehme ich auch das Zwiesel Fine Medoc Glas für solche Weine.

    Bis jetzt garnicht überzeugt hat mich das Zalto Universal Glas. Bei jedem Test hat es immer ein anderes Glas, sei es von Riedel, Zwiesel oder Stölzle, gegeben, dass besser performt hat.
    Auch das Riedel Sommelier Pinot Noir Glas steht bei mir nur im Eck. In dem Glas gehen für mich besonders die meisten Pinot Noir total unter, weil denen oft die Opulenz fehlt um dieses Riesenglas wirklich Aromatisch zu füllen. Da geh ich lieber eine Nummer kleiner (Sommelier Hermitage oder Vinum Pinot Noir)

    Im Allgemeinen finde ich es super, dass es so viele verschiedene Hersteller gibt. Damit kann jeder seine persönlichen Lieblingsgläser finden und es gibt immer wider etwas zum experimentieren.

    Best Grüße,

    Manuel de Souza

  14. Hallo Hendrik, hallo Bianca,
    euch und allen walinauten ein weinseeliges und friedliches neues jahr !
    schöner beitrag . macht spass die eigenen erfahrungen bestätigt zu sehen ,
    seit 2 jahren habe ich spass in den gabriel gläsern – (vor 2 wochen erst hatten wir hier die gleiche idee und verschiedene gläser verglichen)
    zalto , riedel (schöne alte bordeaux pokale ) schott taste und vinum usw.
    das gabriel ist immer wieder das glas mit der meisten aromenvielfalt – keine ahnung warum , auf jeden fall bin ich immer wieder erstaunt wie sich
    das glas wirklich auswirkt. mir ist allerdings vom gebrauch das gepresste gabriel lieber, das gold-edition ist mir zu “schepperig” zwar sehr schön
    leicht aber schon seeehr dünn.
    was besonders bei schaumwein lustig ist , das gabriel hat keinen moussierpunkt sonder einen -ring – der ganze stielansatz erzeugt bubbles.
    für wahre kenner wohl ein ding der unmöglicheit – ich find´s witzig 🙂 besonders bei spritzigen grauburgunder-schaumweinen.

    bis neulich
    harald

  15. Hallo zusammen,

    allen noch ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr… Alles Gute!

    In Sachen Weingläser sind wir mehrgleisig unterwegs. Angefangen habe ic vor Jahren mit der Vino Grande Serie von Spiegelau (die “Biolek-Gläser”). Die sind meiner Meinung nach recht ordentlich. Für so zwischendurch als Glas für alle Fälle kamen dann noch Riesel Ouverture Gläser dazu, die wir auch heute noch für den Schluck Wein beim Kochen oder für mal am Grill ein Gläschen nebenbei einsetzen. Sind meiner Meining nach die Rotweingläser, die recht handlich sind und aus denen auch Weißweine oder mal ein Sekt gut schmecken.

    Doch irgendwann ließ uns der Gedanke nicht los, warum bei unserem vor einigen Jahren gefundenen Weinhändler Scholz in Soest die Weine vor Ort immer einen tacken besser schmecken und riechen, Schuld war das Zalto Glas, das dort zum verkosten verwendet wird. Seitdem heben wir auch Zalto Gläser im Schrank (Bordeaux, Champagner, Degistiv und Universalglas). Zumeist bleiben wir am Universalglas hängen, da dieses für eine große Bandbreite an Weinen gut funktioniert und in der Nase und im Geschmack Weine sehr fein differenzieren kann. Da, wo ein anderes Glas Weine ziemlich dicht aneinander reiht und die Weine dann recht ähnlich riechen und schmecken, kommen die Weine im Zalto mit differenzierten Intensitäten in Geruch und Geschmack daher. Von daher für uns die erste Wahl für mehr Spaß im Glas 😉

    In Sachen Sekt und Champagner haben wir uns im letzten Jahr noch ein neues Riedel Veritas Champagnerglas geholt, das bauchiger als unsere bisherigen Gläser ist. Bekommt vor allem hochwertiegn Sekten udn Chmapagnern sehr gut. Auch eine Empfehlung wert für alle, die gern mit Kohlensäure trinken 😉

    Allen mehr Spaß im Glas,

    Michael

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