Wein am Limit - Hendrik Thoma
31.07.2017 - Folge 311

Besuch vom Wolpertinger aus Minga -
Viva T(rink)-S(port)-V(erein) Tutzing

Liebe Walinauten,

unser Gast, Volker Hiddeman, ist der Inspirationsmeister des TSV Tutzing am Starnberger See. Die Übersetzung für TSV ist Trink-Sport-Verein, für diejenigen die es genau wissen wollen. Ein sehr sympathischer, genussbezogener Haufen.

Volker stammt aus einer Gastronomenfamilie und möchte diesen Herbst das Restaurant „Wolpertinger“ in München eröffnen. Zusammen mit einem Partner wird er eine lokale, saisonale und gesunde Küche anbieten. Die bayrische Küche sozusagen in ein modernes Zeitalter überführen. Wir drücken jetzt schon mal die Daumen.

Mit einer Carte Blanche ausgestattet hat er sich 2 Weine am Limit aus dem Pool ausgesucht, die wir Euch in dieser Folge vorstellen wollen. Zuerst den 2016 Himmel auf Erden, einen auf der Maische vergorenen Weißwein aus den Kellern von Original Christian Tschida in Illmitz am Neusiedlersee. Für diesen Stoff keltert er Trauben aus einer alten Scheurebeanlage und etwas Weißburgunder. Dann wird er spontan vergoren, unfiltriert und nach einjähriger Reife im großen Faß unbehandelt abgefüllt. Ein delikater, eigenwilliger und authentischer Wein mit einem fruchtigen Duft von Birne, Kräutern und Cidré. Trinkspass außerhalb der Norm und der Name ist Programm. Technisch gesehen ist es ein Orangewein, der doch so anders rüberkommt als viele dieser Vertreter.

Der Soldaat von Eben Sadie stammt von einer 70 Jahre alten Grenache Anlage am hochgelegenen Piekenierskloof (708 Meter über NN) in der nördlichen Kapregion gelegen. Die lila Kapsel versinnbildlicht die höchste militärische Farbe, da diesen Pass einst Soldaten bewachten. Er bietet eine klassische Nase von hellroten Früchten wie Erdbeeren, Sauerkirschen und Himbeeren, dazu sehr prominent orientalische Gewürzkiste, Pfeffer und Lederpeitsche aka chinesische Böller. Die hellrote und durchsichtige Farbe täuscht. Vielleicht wirkt er im Geschmack vorerst leicht, aber dann rollt er komplex mit Wumms über die Zunge und wird begleitet von einer lebendigen Säure. Lang, länger, am längsten. Ein elegantes Tröpfchen, dass nichts mit den übertriebenen Monsterweinen zu tun hat, die sonst aus der meist gepflanzten Rotweinsorte der Welt abgefüllt werden.

Wir wünschen Volker und seinem Partner alles Gute bei der Verwirklichung ihres Traumes. Geht sie in München besuchen, wenn es soweit ist.

Ich wünsche mehr Spaß im Glas,

Hendrik

Die Weine aus dem Video

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Name des WeinesSoulfaktorPreis
2015 HIMMEL AUF ERDEN MAISCHE
Christian Tschida-Illmitz, Illmitz - Neusiedlersee
Soulfaktor
23.50 €Details

,
0.00 €Details

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Kommentare

3 Kommentare zu “Folge 311 – Besuch des TSV-Tutzing

  1. Hallo Ihr zwei,
    ersteinmal Danke für den tollen Beitrag. Ich werde auch später auf die Frage antworten was ich von Regionalität halte. Und wenn der Laden in München steht komme ich mal vorbei.

    Erst aber eine Frage an Euch Beiden (das soll jetzt keine Provokation sein. Mich interessiert es wirklich):

    Wenn Ihr solche Fans von Regionalität sein, wieso bietest Du Hendrik nicht ausschließlich Weine aus Deutschland an? Und du Volker, warum hast Du Dir keine regionalen Weine ausgesucht, sondern einen Wein aus Afrika???

    Liebe Grüße aus Oberhausen

    Holger die Reblaus

    PS: Ich persönlich bin weinmäßig auch international aufgestellt.

    1. Servus Holger,
      Das ist eine ausgezeichnete Frage und ich würde gerne auf meinen Teil antworten.

      Für mich bedeutet regional vor allem auch authentisch, d.h. unbeschönigt, traditionell und zurück zu den Wurzeln. In Bayern würde man sagen: “Des ham’ma imma scho so g’macht”.
      Ich finde, dass Eben Sadie Weine nach genau diesem Muster fertigt. Uralte Rebstöcke, lokale Rebsorten und wenige Eingriffe im Ausbau. Und genau so schmeckt es am Ende auch. Natürlich könnte man nun sagen, dass man diese Weine dann ausschließlich vor Ort trinken sollte, um den Sinn des Themas Regionalität zu fördern – dann würde aber das Geschäftsmodell von Hendrik nicht aufgehen. Aber dazu kann er nun etwas sagen 😉

      LG
      Volker (vom TSV Tutzing)

      P.S.: außerdem hatte ich eine Carte Blanche 😉 und liebe Weine von Eben Sadie – im Woiperdinger würde er allerdings nicht stehen

  2. Holldrio!

    So einen gewissen Spagat wird man hinsichtlich dem Thema Regionalität in München schon machen müssen, zumindest wenn man auf das Thema Wein schaut. Rund um München ist es um den Weinbau ja nicht so gut bestellt, da muß man schon mindestens Franken einbeziehen oder auch Schwaben (immerhin gibt’s am Bodensee ja aus Wasserburg und Umgebung ein paar bayerische Weine, sogar mit weiß-blauem Rautenmuster auf der Kapsel in durchaus ansprechender Qualität, auch wenn aus weinrechtlichen Gründen dennoch “Württemberg” draufsteht).

    Oder gibt’s dann tatsächlich ZA-Weine zum Schweinsbraten mit Semmelknödel oder zur Münchner Stockwurscht?

    Ich würd’s mir auf jeden Fall mal anschaugn, wenn’s soweit ist.

    VG vom Erich aus Gauting / Tutzing… [sic!]

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