Wein am Limit - Hendrik Thoma
12.01.2014 - Folge 154

Jens „Rocky“ Windisch aus Royhesse

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
2012 Weißburgunder 8°14 E
Weingut Werther-Windisch, Rheinhessen
Soulfaktor 3
0-10 Eur
2012 Riesling 8°14 E
Weingut Werther-Windisch, Rheinhessen
Soulfaktor 4
0-10 Eur
2012 Harxheimer Silvaner „Lieth“
Weingut Werther-Windisch, Rheinhessen
Soulfaktor 5
10-20 Eur

Liebe Walinauten,

das neue Jahr beginnt gleich mit einem Kracher. Letztes Jahr habe ich mit Jens Windisch aus Mommenheim im rheinhessischen Hügelland eine eindrucksvolle Verkostung gehabt. Mir hat sein schnörkelloser, kompromissloser Stil und seine Aufrichtigkeit authentische Weine zu keltern, auf Anhieb gefallen. Diesen jungen Mann sollte man im Auge behalten.

Ich finde es sehr erfrischend, dass aus dem Schatten der bekannten und gehypten Spitzenwinzer von „Roihesse“ immer mehr junge, ambitionierte Winzer hervortreten. Das hebt das allgemeine Niveau und kommt dem gesamten Image der Region zu Gute.

Jens hat in Martinborough (Neuseeland), bei Karl-Heinz Johner von Johner Estate und bei Daniel Wagner-Stempel aus dem benachbarten Siefersheim gelernt. Er ist 2006 in das Familienweingut eingestiegen, der lange als landwirtschaftlicher Mischbetrieb existierte. Heute geht es ausschließlich um Wein und Jens arbeitet dabei sehr traditionell mit alten Rebanlagen. Seine qualitätsorientierte Philosophie basiert auf der Spontangärung und dem Ausbau in großen Holzfässern. Seine Gewächse sind kein Marketing-Gimmik, sondern ernstgemeinte Handwerkserzeugnisse.

Dies sind die Weine und Winzer, die ich gerne bei „Wein am Limit“ featuren möchte. Nicht der langweilige und auf Sicherheit basierende Mainstream, sondern Menschen, die die Weinwelt mit Ihrer Vision und ihrem Können interessant und aufregend machen.

Liebe Grüße,

Hendrik

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Kommentare

30 Kommentare zu “Folge 154 : Jens „Rocky“ Windisch aus Royhesse

  1. 8°14E ist der Längengrad so wie ich das gerade gelesen habe. 🙂
    Die Weine kenne ich persönlich noch nicht, hört sich aber wirklich toll an. Und Preis-Leistung scheint hier wirklich zu stimmen.

    Cheers
    Marc

  2. Discountweine musst du wirklich nicht machen.
    Solche Folgen wie hier mag ich total. Junge Winzer und Newcomer zu zeigen finde ich gut. Mehr davon. Die Weine werden sicher probiert.
    Weißburgunder rules!

  3. Schöne Sendung, ich freue mich sehr über die Empfehlung. Hatte von dem Weingut noch nichts gehört und werde sicher bald mal hinfahren, um die Weine zu probieren. Wie verhält es sich denn mit Silvanern dieser Klasse – müssen sie jung getrunken werden oder haben sie ( wie die großen Rieslinge) Lagerpotential?

  4. Nicht nur mehr Spaß im Glas: “mehr Spaß im Netz” habe ich mit solchen Folgen von WaL! Die Begeisterung für den Wein ist beim Zuschauen ansteckend und macht Lust auf diese Weine, wie auch auf Wein generell.
    Diesen Winzer werde ich mir merken. Vielleicht schaffe ich ja mal wieder einen Abstecher nach Rheinhessen, das bei uns Hessen übrigens so heißt, weil die Bewohner eigentlich alle nach Hessen r(h)ein wollen… 😉
    Weiter so, Hendrik, und vielen Dank für WaL!
    Herzlichen Gruß aus dem schwäbischen Exil
    Fabian

  5. Ja genau, das ist genau die Art von Weinen und Winzern, die ich mir hier wünsche – und die ich mir übrigens auch für die Live-Verkostungen wünschen würde. Ein Paket aus diesen drei Weinen hätte man z.B. für ca. 40 Euro schnüren können, statt 100, wie beim nächsten Mal. Meine Weißwein-Vorräte gehen eh zur Neige, da schau ich doch gleich mal auf der Webseite vorbei.

  6. Schöne Folge. Solche Tipps gern weiterhin, die sind ein großer Gewinn, da man auf diese jungen Winzer sonst eher per Zufall stößt. Und mit Matthias Meierer und ähnlichen Kollegen gab es ja schon prima Weine und Persönlichkeiten mit eigener Handschrift.

  7. Hallo Hendrik,
    das sind auch die Weine, die ich sehen und probieren möchte. Ebenso die Zusammenstellung aufsteigend vom Basiswein zum gehobenen Wein. Discounterweine mit sehr guter Falstaffbewertung gibt es in relativ viele in Wien. Sind beim Probieren aber sehr enttäuschend.
    Silvaner aus Rheinhessen sollte man wirklich öfters probieren. wenn Du nämlch einen wirklich guten erwischst, dann kommt dieser schon an fränkischen ran. Prost

      1. Aber nein. Ich habe schon viele gute aus anderen Regionen probiert. Ist nur ein bißchen Eifersucht der Franken, dass auch andere Regionen gute Silvaner machen. Zum Beispiel hat mir die Selektion von Eva Vollmer sehr gut geschmeckt, bzw. ein Silvaner von Strebel. Auch finde ich Silvaner aus Baden, z.Bsp. Dr. Heger bzw. Konstanzer gut. Mein Favorit kam aber letztes Jahr aus Franken. Freiraum von Rainer Sauer. Hat auch letztes Jahr bei unserer Helloween Weinparty in der Verkostung gewonnen.

  8. Toller Beitrag! Das klingt ja echt interessant. Als Österreicher habe ich ehrlich gesagt kaum noch rheinhessische Weine probiert – das werde ich jetzt ändern!

    LG aus Wien
    Bernd

  9. Genau wie Hendrik ja auch sagte denke ich, dass es beim Wein grundsätzlich die wunderbare Vielfalt und das Spektrum der Weine macht.Genauso wie über diesen Tipp freue ich mich auf das Super-Paket von Stefan Amtmann.

  10. Kurze knackige Folge, von einem mir bisher unbekannten Winzer.
    Leider sind laut Website des Weinguts zwei der hier vorgestellten 2011er Weine nur als 2012er zu bekommen, da wird es mit der Goldfärbung und Harmonie im Wein etwas matter ausfallen 😉
    Unter den von mir bisher verkosteten ca. 100 deutschen trockenen Weissweinen aus dem Jahrgang 2012 von Gutswein bis GG von den beiden Rebsorten Weissburgunder und Riesling, waren 99Prozent nicht genussbereit und keiner hat wirklich Spass gemacht, von Trinkfluss ganz zu schweigen! Genau einen Produzenten, gab es, dessen Weine schon halbwegs trinkfertig sind: erreicht durch biodynamischen Anbau, starkes Ausdünnen vom Laub, damit die Trauben durch direkte Sonnenexposition bereits im Weinberg ihre aggressive Säure verlieren. Dann späte Lese mit vollreifem und gesundem Traubengut, im Keller spätes Schwefeln und das Zulassen von oxidativen Prozessen. Auch wenn seine trockenen Weine für meinen Geschmack noch immer zuviel Restsüsse aufweisen: Respekt, für den gekonnten Umgang mit diesem so schwierigen Witterungsverlauf in 2012! Die Rede ist von Peter Jakob Kühn/Rheingau.

    1. Lieber Peer, es waren alles 2012er. Sorry, schon korrigiert. Ich fand viele 2012 kurz nach der Abfüllung (in erster Linie Riesling) sehr früh trinkbereit und habe auch mit einigen Produzenten darüber gesprochen. Natürlich kommt es darauf an, in welchem Reifestadium man seine Weine gerne trinkt (und hier gibt es durchaus andere Wahrnehmungsebenen). Ich bin mir sicher, daß man mit den Weinen von Jens Windisch in ein paar Jahren noch mehr Spass im Glas ist. Liebe Grüße, Hendrik

      1. Hallo zusammen,
        alles was ich aus 2012 probiert habe an dt. Weißweinen war sehr sehr gut und schon zugänglich. Natürlich noch blutjung und insbes. die GGs noch lange nicht am Punkt aber teilweise weiter als das was ich in letzter Zeit aus 2011 getrunken habe.

        Grüße Wine Nerd

  11. Hallo Hendrik, tolle und kurzweilige Folge bei der man direkt mitschmecken kann. Finde solche Tipps von jungen Winzern aus der zweiten Reihe immer super. Auf diesem Wege bin ich auch auf Katharina Wechsler, Matthias Knebel und Matthias Meierer aufmerksam geworden. Vielen Dank! Die Weine von Jens Windisch klingen spannend und müssen probiert werden.

  12. Hallo Hendrick,

    eine 1A Folge genau auf so etwas hoffe ich, wenn ich hier vornei schaue. Die großen Namen kennt eh jeder. Werde das bei Gelegenheit einmal testen. Wollte mich eh mal dem Sylvaner annehmen.
    Grüße!
    Wine Nerd

  13. Sehr schöne Empfehlung,

    Obwohl wir nicht weit Weg wohnen, war uns das Weingut Windisch bisher nicht bekannt.
    Das werden wir jetzt ändern.
    Danke für den Tipp
    Horse

  14. Moin,

    wenn ich mir mehr dieser Folgen angucke, kriege ich zuhause Ärger, weil ich schon wieder Wein kaufen will…Ich schließe mich meine Vorrednern zum Thema “Probierpaket” an, frage mich aber als Hamburger, ob ich nicht einfach zu Euch kommen und mir die ein oder andere Probierflasche rausholen kann…gilt auch für den “Einstiegs-Champagner” vom letzten mal….

    Cheers, Jan

      1. Hey Sven- da warste aber ratzefatze schneller, als ich! Ja genau Jan, die Champagne von Gatinois bekommst Du im Calsitoga Wine Saloon in der Goernestr.7 in Eppendorf!
        Komm doch mal rum, wir sind Die- Fr von 11.30- 19 Uhr da und Sa von 11- 19 Uhr!
        Wir freuen uns auf Dich!

  15. Solche Folgen können ruhig öfter kommen, mehr davon und weiter so. Meine Lager sind zwar noch voll aber der Sommer kommt ja bald und dafür sind die Weine bestimmt interessant.

  16. Hallo Hendrik, nachdem Rheinhessen ja sehr im Focus steht, wundert es mich, dass es im VDP so wenige Mitglieder aus dieser Region gibt. Von 200 Mitgliedern sind es nur 15. Zum Vergleich hat die Mosel 33 bei 1/3 der Rebfläche Rheinhessens, Franken 27 bei 25% der Rebfläche und der Rheingau 40 bei ca. 12% der rheinhessischen Rebfläche. Ist hier ein Wandel zu erwarten, sind die Strukturen verkrustet oder gibt es andere Gründe?

  17. SUPER Tip mal wieder und aus Rheinhessen können wir ja noch einiges an Weinen von Nachwuchswinzern und besonders Winzerinnen erwarten! Wie wäre es mal mit ner Verkostung mit Weinen von Eva Vollmer, Mirjam Schneider, Janine Brüssel oder Christine Huff?

  18. Ich werde auch ein Teil der Weine ordern. Durch WAL kommt man als Rotweintrinker doch auch immer wieder zu den Weißweinen, die ebenfalls Spaß machen. Erstaunlich! Gib es eigentlich auch mal die Idee Rieslinge mit Restsüße, bzw. halbtrockene Weißweine zu probieren. Nicht, weil ich präferiere, sondern weil ich das Thema mal interessant fände! Viele Grüße aus Köln! Anselm

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