Wein am Limit - Hendrik Thoma
10.12.2012 - Folge 70

Schokoholischer Besuch

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
Finest Rich Madeira Malmsey 10 Years
Henriques & Henriques, Câmara de Lobos
Soulfaktor 4
10-20 Eur
East India Solera Sherry
Bodegas Emilio Lustau, Sanlucar de Barrameda
Soulfaktor 3
10-20 Eur

Besuch aus Neumarkt in der Oberpfalz. Dorit Schmitt ist ein „Schokoholic“ und Expertin für das schwarze Gold aus den edlen Kakaobohnen. Besonders angetan haben es ihr die wertvollen, geschmacksintensiven Barren mit einem hohen Prozentsatz an Kakao. Vor allem die, die lange conchiert, d.h. gerührt wurden.

Das Thema Wein und Schokolade ist vielfältig und immer noch sehr beliebt, allerdings auch nicht mehr ganz neu. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen, dass nicht nur Portwein zur Schokolade kongenial ist, sondern auch schwere üppige Rotweine oder pikantherbe Cabernets aus südlicheren Gefilden. Bei der Schokolade ist es wie mit dem Wein: Entscheidend sind der Ursprung, die Extraktion der Geschmacksstoffe und die Verarbeitung. Ich persönlich bin ein großer Fan von diesem puristischen Ansatz der Vermarktung. Herkunft ist wichtig und macht am Ende den Unterschied zu den beliebig austauschbaren Produkten ohne Seele.

Heute stelle ich Euch zwei Dinosaurierweine vor, die niemand so richtig auf dem persönlichen Radarschirm hat. Eigentlich gehören sie zu den köstlichsten Erlebnissen, welche die Weinwelt zu bieten hat. Abgesehen davon passen sie hervorragend in die kalte Jahreszeit und stillen ein wenig das Verlangen nach warmen Temperaturen. In der Machart sind sie sich zumindest ähnlich. Beides sind aufgesprittete Weine mit einem Alkoholgehalt von 18-20 Volt.

Der erste Wein ist ein Malmsey von der Vulkaninsel Madeira, der mindestens 10 Jahre in Fässern gereift wurde (und nicht, wie im Video gesagt,10 Jahre durchschnittlich gelagert ist).
Henriques & Henriques ist ein traditionsreiches Haus mit wunderbar alten Beständen in dem alten Fischerdorf Câmara de Lobos. In dieser Gegend wachsen die Hälfte der nur 600 Hektar Reben auf Madeira.

Malmsey ist der süßeste unter den vier edlen Sorten der Insel, ansonsten dominiert die Amerikanerrebe Tinta Negra Mole mit durchschnittlichen Weinen. Unter den edlen Madeiras gibt es gibt den trockenen Sercial, die halbtrockene Verdelho, die halbsüße Boal und den süßeste, den Malmsey. Er wird aus einer alten Mittelmeertraube namens Malvasier gekeltert und ist wahrscheinlich von Kreta auf die Atlantikinsel gekommen. Boal und Sercial sind Eigengewächse und der Verdelho ist der italienische Verdello, in Portugal als Gouveio bekannt. Malmsey wird auf atemberaubenden Weinbergen auf der Südseite Madeiras direkt am Meer angepflanzt. Diese 4 Rebsorten repräsentieren nur 10% der Produktion. Es gibt auch noch etwas Terrantez, Bastardo und Moscatel, die leider sehr selten sind.

Durch das feuchte maritime Klima und die Winde erhält der Madeira während der teilweise über hundertjährigen Lagerung im Fass seine komplexe Aromen. Es ist das kontrollierte „vergammeln“ von Obst, wie es ein Freund trefflich beschrieb. Madeira ist die bewusste Oxidation, wie z.B. bei einem Vin Santo und hat neben den „ranzigen“ Noten eine sagenhafte Säure und Frische. Die einfacheren Qualitäten werden im Estufagem für ein ca. 3 Monate bei niedrigen Temperaturen 50 ° C gekocht. Ich finde, dass der Madeira ein großartiger Wein zu einer fruchtigen dunklen Schokolade ist. Die verkosteten Schokoladensorten von Dorit findet ihr unten im Text.

Der zweite Wein ist ein Sherry. Leider wird diese Kategorie auch völlig verkannt und gilt als altmodisch. Dabei kann ein Sherry zu den besten Sparringspartnern zeitgemäßer und auch traditioneller Küche gehören. Die Bodega Lustau ist einer der besten und individuellsten Betriebe. Diese Bodega füllt viele sehr individuelle Chargen ab, unter anderem den East India Solera. Eine Blend aus dem trockenen Oloroso und dem süßen Pedro Ximenés die vorher in unterschiedlichen Criaderas, d.h. übereinandergestapelten Fassreihen, reiften. Die Idee des East India ist einen traditionellen Sherry zu erzeugen, der geschmacklich an die Zeit erinnert, als diese Weine noch um die Welt verschifft wurden. Denn aufgrund des feuchtwarmen Klimas, der langen Reisezeit über den Äquator und der trägen Schiffsbewegungen erhielt der süße Sherry seine Haltbarkeit und eine gewünschte oxidative Note. Der East India ist ein cremiges, nicht zu üppiges, süßes Erlebnis mit Rosinen, Toffee und Zitrusfrucht-Zestenaroma, das sensationell zu der Orange Arriba Nacional von Beschle passt. 6 Soulpunkte dafür!

Kommt gut durch den Advent.

Hier ist die Liste der verkosteten Schokoladensorten aus Dorits Sortiment:

AMEDEI

Toscano Black 70%, Preis: 4,80 € (50 g Tafel)

Duft: Sehr einladend, lässt ganz eindeutig an Schokolade denken, bei genauerer Prüfung entdeckt man Noten von Tabak, gebranntem Malz, gerösteten Brotkrusten mit nativem Olivenöl, Blumenbouquet, Schalen von Zitrusfrüchten, Bruyère- und Zedernholz

Cecilia Tessieris ist die erste Frau der Welt die Maître Chocolatier wurde. Seit 1990 zusammen mit ihrem Bruder Alessio ist sie die Gründerin und Inhaberin von AMEDEI.

Amedei exklusiv – I Neri Porcelana, Zartbitterschokolade 70%, Preis: 11,20 € (50 g Tafel)

Amedei, Toskana Exklusiver geht‘s nicht: Eine außergewöhnliche Schokolade, aus dem genetisch reinen, wenig ertragreichen „Ur-Criollo“. Unglaubliche Aromenfülle – komplex, fruchtig, anmutig und sehr harmonisch. 2009 von der Academy of Chocolate {London} mit Gold prämiert. Erhältlich in nummerierten Schachteln – absolut limitiert!

ORIGINAL BEANS

Das Motto von Original Beans lautet „the planet – replant it“. Original Beans wurde 2008 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Amsterdam, dem größten Kakaobohnenhafen der Welt. Philipp Kauffmann ist hauptverantwortlich.

Beni Wild Harvest, Preis: 4,80 € (100 g Tafel)
Wilde Dunkelschokolade, 66% Kakao, 24 Std Conche
Beni Savannah
Bolivianischer Amazonas
Ursprünglich, anders, wild und doch fein schokoladig.

„Original Beans ist seit Jahren aktiv am Schutz dieser seltenen Quelle von 100% wildem Kakao beteiligt. Die Genforschung hat jetzt herausgefunden, dass unsere Original-Bohne eine eigenständige Art und damit genetisch unabhängig von allen bekannten Kakao-Sorten ist. Außergewöhnlicher Weise, wächst der Kakao nur auf „chocolatales“, sogenannten „Kakao-Inseln“, die bis ins prä-kolumbianische Zeitalter zurückreichen.

Während der Regenzeit ziehen die Sammler einiger einheimischer Stämme manchmal für Wochen mit ihren Kanus aus, um an wilden, nur ihnen bekannten Stellen den Kakao zu ernten. Die wilden Bohnen sind so klein, dass sie auf eine ganz speziell angepasste Art geröstet werden müssen.“
(Quelle: Original Beans)

BESCHLE Swiss Chocolatier

Orange
Arriba Nacional – Ecuador
Dunkel 72%
Preis: 5,80 € (2 x 50g Tafeln in einer Verpackung)

Edle sortenreine Zartbitterschokolade aus Grand Cru Arriba Kakao aus Ecuador, mit Orange verfeinert.
Pascal (Chocolatier) und Dominic (Geschäftsführer) Beschle führen nun in der vierten Generation das Traditionshaus in die Zukunft.

Backgroundinfo:
Ecuadors größte Kakaoplantagen findet man in den Küstengebieten und den zentralen Provinzen von Guayas, manabi und Los Rios. Hier wachsen einige exklusive Kakaosorten.
Der Kakaoanbau in Ecuador geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Im frühen 19. Jahrhundert wurde Ecudaor sogar zu einem der weltgrößten Produzenten. Abgesehen von seiner langen Geschichte hat Ecador einen ausgezeichneten Ruf, wenn um seinen einzigartigen Kakao kommt. Ecuadors Ursprungskakao – auch bekannt als Cacao Arriba National, eine Forastero Art – ist bekannt für seinen ausgeprägten Geschmack und seine starken Aromen.

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Kommentare

27 Kommentare zu “Folge 70 : Schokoholischer Besuch

  1. Hallo Dorit & Hendrik
    Auch für mich gehört schwarze Schokolade zu gewissen Rotweinen; mein Tipp: Noir Special 72% chocolatfrey.ch UTZ Certified. Kostet in der Schweiz beim Grossverteiler SFr. 1.70 100GR, Hat einen guten schmelz und für mich ein gutes Genuss/Preis Verhältnis.

    LG aus der Schweiz
    Pascal

  2. spannend, aber gefährlich. Reicht ein Laster nicht? Besonders diese Amedei Porcelana klingt verführerisch. Aber 11Euro für 50g ist auch ein ordentlicher Preis.
    Orange und Schokolade(sowie Banane und Schoko) sind bis dato für mich fiese Kombinationen gewesen und erinnerten an Schokostäbchen o.ä. Schmeckt das tatsächlich?
    (schickes Intro)

  3. Hallo
    Ich bin vor ca. 2 Wochen zufällig (nach einer Weinprobe mit Dirk Niepoort) auf diese Seite gestoßen und bin begeistert. Habe mir fast alle Beträge angeschaut, da ist für jeden “Wein-Fan” was dabei. Es gibt immer etwas neues zu entdecken und zu lernen. Gut finde ich auch das nicht nur der Wein vorgestellt/verkostet wird (das machen andere auch), sondern auch die “Macher” des Weines zu Wort kommen und man einiges zur Region des Weines / Weingut erfährt. Ich hoffe auf viele weitere Beiträge rund ums Thema Wein und freue mich schon auf die Verkostung des Weihnachtspaketes. WEITER SO……

    Grüße aus dem Saarland
    Pierre

  4. Wieder mal ein sehr interessanter Beitrag, trotz der Länge von fast einer halben Stunde. Und endlich das lange erwartete Intro – schön geworden, gefällt mir auch sehr gut.

    Oberpfalz und Schokolade war bisher für mich auch keine bekannte Kombination, bei der Oberpfalz denkt der Insider ja eher an Spezialitäten wie Zoigl oder Knackersemmel mit allem (an alle denen das nichts sagt die Empfehlung: merken und probieren wenn ihr mal dorthin kommt).

    1. Lieber Alen, die sind ganz klein, krumm und entsprechen nicht der EU Norm. Deswegen dürfen sie nur auf Madeira gegessen werden. Dabei schmecken sie so wahnsinnig gut. Salut, Hendrik

  5. Hi Hendrik,
    Super Intro& super Sendung! Dachte zuerst ich sei irgendwie fehl am platz, bis ich dann dich gesehen hab..
    Was haltet ihr von der Zotter Schokolade?

  6. Das neue Intro gefällt definitiv!!!

    Es gibt ja zwei Klassiker was weinverkostungen angeht hab ich mal gehört – Wein und Käse (grad Sherry und Port plus Käse ist für mich einfach eine perfekte Kombi !!) und der zweite ist Wein ne Schokolade was ich selber nie gemacht habe

  7. Hallo Hendrik,
    Intro gefällt mir gut. Hatte zuerst Angst in eine neue Soap aus Hamburg reingezogen zu werden, aber entspannte sich sofort wieder zur vollsten Zufriedenheit. Schokolade zu Wein passt schon meistens sehr gut. Als Wahlwiener bin ich ein absoluter Fan von Zotter. War vor einigen Jahren in seiner Fabrik in der Steiermark und konnte mich durchkosten. Die Kombinationen von Stutenmilch bis zu Grammeln in der Schoki sind schon klasse. Ausserdem alles BIO und Fairtrade. Von ihm hab ich auch gelernt, dass man eigentlich immer nur ein Stück Schokolade sehr langsam mit Genuss essen sollte.

  8. Wieder einmal eine Supersendung! Wer da keinen Appetit bekommt? Ich kann diesmal mit beiden Weinen etwas anfangen, denn die Hersteller durfte ich schon vor Ort besuchen. Die Schokolade noch dazu ist sicher ein prima Tipp für Weihnachten. Das ist mal etwas anderes, obwohl wir auch schon zum Weihnachtsstollen Sherry getrunken haben.

  9. Witzig.
    Beim Anschauen dieser Folge aß ich gerade ein Nutella-Ciabatta und hatte dazu einen Merlot aus Reinhessen von Gerd Bogert. Passte schon gar nicht schlecht, wenngleich da auch Sojalezitin mit im Spiel war…

  10. Es ist Zeit mal wieder an den “Folientrick” zu erinnern (eines der ersten Videos hier).

    Hatte heute nach langer Zeit mal wieder das Pech eine korkige Flasche zu erwischen und hab dann einfach mal den Zauber mit der Folie versucht – im Gegensatz zu einem früheren Versuch war das heute erfolgreich! Vom vorher extremen Korkgeschmack war danach fast nichts mehr zu schmecken, nur noch sehr sehr dezent kaum wahrnehmbar.

  11. Tolle Sendung, prima Kombi: Dorrit und Hendrik!
    Zum Champagner hattet Ihr eine passende Schokolade auf dem Tisch:
    Die Esmeralda von Original Beans. Neben gesalzenem Karamell offenbart diese besonders samtige Milchschokolade zarte Aromen von roten Sommerfrüchten. Ein cremiger Champagner beschützt vor der Dominanz des Karamells und hebt die fruchtigen Noten hervor. Also nochmal ausprobieren!
    Zu Portwein bevorzuge ich die Madagaskar von Bonnat (75% Kakao-Anteil). Sie hat ganz tolle kirschige Noten. So gibt sie viel Frucht ohne Süße hinzuzugeben.
    Liebe Grüße

    1. Gutes Intro, HH vermisse ich hier in sued Florida 🙁 aber dafuer nicht immer das Wetter.. Hatte aber trotzdem gestern nach dem Essen einen Cali Pinot Noir, was nicht unbedingt mein Ding ist, aber zu der handgeschoepften Baron Di Pauli ‘Arzio’ Schlolade und Wein aus Suedtirol die ich noch im Kuehlschrank hatte war es eine echt gute Kombination!

  12. Das Intro ist mir zu „lieblich“ so süßlich und im Old-School-Wimmel-Bild-Stil muss es nun wirklich nicht sein, ansonsten macht Kollege Piero Sini das so ähnlich, bei ihm ist das Intro allerdings viel zu lang geraten. Die Pose des WaL-Hosts am Ende ist viel sagend. Mich erinnert sie an die Geste im Cartoon-Klassiker “Look Mickey, I’ve hooked a big one”

    Am Haken hängt dann der Zuseher der in Weinwelten entführt wird die er niemals zuvor gesehen hat. Selbst als ahnungsloser “Bild der Frau” Leser bleibt er nicht vom “Weihnachtspaket” verschont. 😉

    “Der Ferreira Vintage Port …schmeckt sensationell zu dunkler Schokolade oder ersetzt als Solist so manches Dessert. Man kann ihn aber auch zu schweren Braten und Ragouts genießen.”

    Zum Gast Dorit Schmitt, ebenfalls ein Bild von einer Frau, fällt mir Ihre Frage neulich bei FB wieder ein. Sie fragte sich ob der gezeigte „1976er Nahe Schloßböckelheimer Kupfergrube“ der auf seinem Etikett den „Reichsadler“ trägt.

    Das Thema hat mich auch interessiert und ich fand heraus, dass sich auch andere im Netz unwohl fühlen wenn sie solche Symbole auf Weinflaschen sehen.

    Der VDP ließ mich wissen “…die im Staatsbesitz befindlichen Weingüter (behalten) den Adler als Wappentier bei. Warum sollte man auch diese Tradition über Bord werfen?”

    Tja, warum denn eigentlich nicht? Dieser Adler erinnert mich und auch andere eben nicht an das 200 Jahre alte preußischen Staatswappen (sieht übrigens auch anders aus) sondern an jüngeres, unappetitliches Geflügel.

    Ich finds störend auch weil die preußische Staatsform der Monarchie nicht mit der demokratischen Staatsform der Bundesrepublik noch extrem viel gemeinsam hat. Es gibt keine kontinuierliche Traditionen was Staatsformen angeht in Deutschland. Im Gegenteil, es gibt keine Staatsform die nicht schon auf deutschem Boden existiert hätte. Tatsächlich daher auch kein Grund ein 200 Jahre altes staatliches Hoheitssymbol weiter zu verwenden.

    Die EU hat sich dieser Frage offensichtlich auch noch nicht angenommen. Man lässt die Deutschen Staatsweingüter die Traditionen pflegen die sie pflegen wollen. Und ein Wille dazu das unbedingt genau in dieser Form zu tun, der besteht ja ganz offensichtlich.

    Ein bunt bemalter Totempfahladler http://www.posterlounge.de/bunt-bemalter-totempfahl-stellt-adler-dar-pr197015.html

    hat mit der Lebenswirklichkeit in Deutschland (s.a. Karl-May-Festspiele) mehr zu tun als der erklärungsbedürftige, längst unbekannte preußische Wappenvogel. Eigentlich soll Wein Spaß machen, manchmal hab ich den Eindruck er wird unnötigerweise zu bierernst zelebriert.

    1. Das Intro hat auch etwas von den Simpsons:

      Gleichwohl gefällt es auch mir gut und hebt das Video “in eine neue Liga”, wie Hendrik sagen würde.
      Der VDP sollte in der Tat einmal seine anachronistische Ausrichtung überdenken und den Adler aufs längst fällige Altenteil verfrachten. Wenn du meinst, Wein würde zu oft zu ernst genommen, könnte hier eine Lachmöwe als neuer Sympathieträger Abhilfe schaffen. Nein, im Ernst: Der Adler ist nicht mehr zeitgemäß und erinnert an ein dunkles Kapitel in Europa. Hendrik, wir stoßen das Thema hier einmal an…

    2. Man sollte den Adler nicht immer mit Preußen oder der braunen Vergangenheit gleichsetzen. Er spielt schon seit Völkerwanderung und Mittelalter eine zentrale Rolle in der Heraldik. Nebenbei gesagt ist der Adler auch VDP-Zeichen, ebenso der bundesdeutsche Wappenvogel. Außerdem dachte ich, wir wollen uns hier über Wein und Schoki unterhalten. Nicht über lückenhafte Geschichtskenntnisse.

      1. Ich kann mich nur Praterralle anschließen. Ein Blick ins Geschichtsbuch und bitte dann schreiben.
        Nebenbei sollte man auch Preußen nicht zu sehr mit der braunen Vergangenheit verbinden. Das sind schon zwei unterschiedliche Paar Stiefel.
        Nicht nur die VDP oder Deutschland haben den Adler als Wappentier, sondern auch Staaten wie die USA oder Mexiko. Also bitte mal vorsichtig mit solchen Äußerungen.
        Nebenbei bevor ihr nachschaut. Heraldik ist eine historische Hilfswissenschaft, die sich mit Wappen beschäftigt.

        Und nun zurück zum Wein.

  13. Eine sehr gelungen Folge. Sympathischer Besuch mit viel Schokolade und viel Redestoff. Der Länge zum Trotz kurzweilig.
    Der East India Solera ist für mich einer der interessantesten Sherrys, die ich kenne. Das Changieren zwischen Süße und nussigen Oloroso-Tönen klappt wundervoll – auch sehr gut in Cocktails unterzubringen (http://trinklaune.de/2010/12/25/the-thirty-percent-cocktail/). DAzu kommt der faire Preis und die anständige Haltbarkeit.

  14. Einfach mal die Meinungen, es sind einige, unter diesen Links lesen und die Bilder der Flaschen-Etikette ansehen. Und dann dazu vielleicht auch mal Argumente mit Quellennachweis bringen statt nur Behauptungen aufzustellen. Danke.

    http://daslebenistmeinponyhof.digital-dictators.de/2010/01/24/der-wein-von-kloster-wolfenstein-aehm-eberbach-riesling-classic-2008/

    http://www.weinspion.de/2009/09/2008-riesling-classic-kloster-eberbach/#comment-317

    http://www.weinspion.de/2009/09/2008-riesling-classic-kloster-eberbach/
    „Der Adler unter dem Schriftzug Rheingau ist zwar in meinen Augen ein Relikt aus (zum Glück) vergangenen Tagen, aber irgendwie ist die idyllische Grafik der Klosters darunter wohl eher der Versuch dies zu kaschieren.“

  15. Hallo, Hendrik,

    wie funktioniert das eigentlich mit den Userkommentaren? Erstes Posting geht sofort lesbar für alle raus, jedes weitere Posting erhält den “Eingangsstempel” “Dein Kommentar muss noch moderiert werden.”?

    Hab das System noch nicht verstanden. Jeder nur 1 Schuss? 😉
    Ist es deshalb so still hier? 🙂

    1. Hallo Rainer, manche Antworten bleiben im Spamfilter von WordPress hängen. Lustigerweise sind es häufiger Deine. Besonders viel Text und Backlinks sind anscheinend nicht die Sache von WP. Aber ich genehmige Deine Beiträge ja alle. Schönes Wochenende, Hendrik

  16. Ok, ich merke direkt, dass ich bei dem Thema noch etwas anders denke. Bei einem Preis von 5,80€ für 100g Schokolade würde ich doch normalerweise denken: sind die verrückt? Mein Einkaufsverhalten war da bisher noch um einiges „hausfräulicher“. Doch wie es scheint, ist die halbe Welt mittlerweile umgeschwenkt, und ergeht sich im Genuss von Edelwaren. Möglichst exklusiv und daher auch mit einem satten Preis. Nun gut, vielleicht muss ich auch mal umdenken und von der süßen Frucht kosten. Ob ich das aber dauerhaft durchhalte weiß ich nicht.

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