Wein am Limit - Hendrik Thoma
19.07.2014 - Folge 184

„Greek Wine Medley“

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
2013 Sauvignon Blanc
Alpha Estate, Amyndeon
Soulfaktor 4
10-20 Eur
2009 Xinomavro „Old Wines“
Alpha Estate, Amyndeon
Soulfaktor 4
10-20 Eur
2006 Naoussa Reserve
Vaeni, Naoussa
Soulfaktor 3
10-20 Eur
2013 Moscholfilero
Georges Skouras, Nemea
Soulfaktor 4
10-20 Eur
2010 Megas Oenos
Georges Skouras, Nemea
Soulfaktor 5
10-20 Eur
2013 Vidianó
Alexakis Winery, Kreta
Soulfaktor 4
10-20 Eur
2013 Vilana „Xerolithia“
Mediterra Winery, Kreta
Soulfaktor 3
10-20 Eur

Liebe WALinauten,

diese Folge ist ein Zusammenschnitt verschiedener Stationen die euer ergebener Oberwalinaut vor kurzem in Griechenland machen durfte. Es war ein Erlebnis.

Das kleine Weinbauland mit seiner alten Kultur und Vielfältigkeit hat mich schon immer gereizt. Leider ist man sich der eigentlichen Qualität der Weine in Deutschland kaum bewußt. Das liegt vor allem an der griechischen Gastronomie hierzulande, die mit dem was in ihrem Ursprungsland serviert wird, kaum etwas zu tun hat (es gibt natürlich ein paar Ausnahmen). In diesen Buden werden dann die üblichen Verdächtigen wie Retsina, Demestika usw. ausgeschenkt. Das, was in deutschen Weinregalen steht ist auch selten das, was die griechischen Weingärten wirklich hergeben. Ein Teufelskreis der von billig bis zu Fantasielosigkeit reicht und nur schwer zu durchbrechen ist. Am Ende trägt ein Teil der Schuld auch der deutsche Verbraucher, der seinen „Griechen“ auch gar nicht anders will. Da muss, nach dem Besuch der Gaststätte, Schädel und Zunge brennen.

Doch die Griechen haben auch Erfolg, z.B. auf so hart umkämpften Märkten wie den USA oder Asien. Das liegt vor allem daran, das sie dort ein wesentlich besseres Image haben und auch authentischer kochen. Dort ist man konsequenter und die Kunden begrüßen das.

Ich lade Euch ein zu einem Querschnitt, der nur die Oberfläche berührt. Angefangen hat die Reise im Norden mit seinem kontinentalen Klima an der Amyndeon Seeplatte auf bis zu 700 Meter über dem Meeresspiegel. Das Weingut Alpha Estate keltert internationale Rebsorten mit einer Feinheit und Frische die ihresgleichen sucht. Aber auch die einheimische Xinomavrotraube –schwarzer Saurer- ergibt langlebige Rotweine die mit zunehmender Reife an Barolo oder Pinot Noir erinnern. Auch in den Blends mit den internationalen Rebsorten, macht sie eine gute Figur.

Dann geht es etwas weiter südlich, in das tiefer gelegene Naoussa am Berg Vermion. Diese klassische Region, eine Autostunde nordwestlich von Thessaloniki gelegen, gehört zu den renommiertesten in Griechenland. Sie ist die Urheimat des Xinomavro, der hier das klassische Bukett von getrockneten Tomaten und Rosen bekommt. Ein großartiger Begleiter zu Lammgerichten und der orientalisch beeinflussten Küche des Nordens. Vaeni ist die größte Kooperative und verarbeitet über 50% der Gesamtproduktion. Der 2006er Reserve zeigt jetzt seine volle Reife und robuste Art. Ein feiner, bezahlbarer Wein zum Essen.

Vom Norden geht es in die 2 Autostunden südlich von Athen gelegene Region Nemea. Auf dem geschichtsträchtigen Peloponnes ist das Klima mediterran und die Weinberge liegen teilweise bis auf 1000 Meter Höhe. Einer der großen Matadoren und Mann der ersten Stunde ist George Skouras, der ein beeindruckendes Weingut mit modernstem Equipment geschaffen hat. Seine aromatisch, duftigen Weissweine aus der alten Traube Moschofilero sind vom Höhenklima des Mantinia Plateaus geprägt. Eine gewisse aromatische Verwandschaft zum Traminer lässt sich nicht verleugnen. Doch Moschofilero Weine sind leichter, mineralischer und weniger fett. Die berühmteste Sorte des Peloponnes ist der Agiorgitiko oder „St. Georg“ genannt. Ihre qualitativen Eigenschaften sind spätreifend, hocharomatisch und mit intensiever Farbe. Sie kommt häufig reinsortig auf die Flasche, kann aber auch als Blending-Partner mit Cabernet und Merlot viel Freude machen. Der 2010er Megas Oenos ist der Benchmark von George Skouras. Mit diesem Wein fing 1988 alles an. Er wird zu 80% aus bis zu 30-70 Jahre alten Agiorgitiko Reben und zu 20% aus 35 Jahre alten Cabernetreben gekeltert. Beide Weingärten liegen auf knapp 700 Meter über dem Meeresspiegel und genießen ein temperiertes Klima. Die Böden sind karg und mineralisch. Gereift wird der Megas Oenos über 18 Monate in neuem, französischen Eichenholz. Ein würziger, rotfruchtiger Wein mit viel Frische, der seinen Preis mehr als wert ist. Dieser Stoff kann ohne weiteres 10-20 Jahre reifen.

Die letzte Station geht nach Kreta, die größte griechische Insel im Mittelmeer. Drei Höhenzüge (bis zu 2000 Meter) schirmen die meisten Weinberge nach Süden ab. Die besten Weingärten liegen auch hier sehr hoch, teilweise auf alten Terrassenanlagen 700 Meter über dem Meeresspiegel. Für mich waren die Weine Kretas lange ein rotes Tuch. Ich hatte sie als Touristenweine abgestempelt, die vor Ort getrunken vielleicht ok waren.

Doch seit einigen Jahren gibt es auch eine kleine Bewegung auf der Insel, die mit viel Mühe und Leidenschaft das Vermächtnis ihrer Vorfahren kultiviert. Ich muss erwähnen, dass ich eines meiner großartigsten kulinarischen Erlebnisse hier hatte. Ein raffinierte, herzhafte Küche die den Geschmackshorizont erweitert.

Der Vidianó von der Alexakis Winery ist ein zitrusduftiger Wein mit zupackender Säure und Knackigkeit. Diese sehr kleinbeerige Rebsorte verfügt über ein großes Potential. Die Alexakis Winery hat lange nur Grundweine (ein klassisches Schicksal kretischer Weine) für den Export hergestellt. Doch die beiden Brüder Lazaros und Apostolous nehmen einen Teil der Ernte und vermarkten 60.000 Flaschen nach ihrem Geschmack. Der Erfolg den sie mit ihren Weinen haben, gibt den beiden recht.

Eine andere spannende Weißweintraube ist die Vilana. Auch sie gibt es nur auf Kreta und das moderne Weingut Mediterra hat seine Weingärten in Peza, in der Nähe der Inselhauptstadt Heraklion. Xerolithia ist der Name alter Trockenmauern die gegen Erosion gebaut wurden und ein hervorragendes Kleinklima entwickeln. Die Reben stehen innerhalb dieser Mauern auf 600 Meter Höhe auf kargen, kalkhaltigen Böden und liefern geringe Erträge. Auch dieser Wein verfügt über ein hocharomatisches, mineralisches Bukett das an Apfel, Zitrus- und exotische Früchte erinnert. Im Mund ist er seidig und saftig.

Diese kleine Reise durch die griechischen Weinberge war nur ein kleiner Ausschnitt der unzähligen Möglichkeiten die uns dieser Dinosaurier der historischen Weingeschichte liefert. Viele Winzer sind mit der Zeit gegangen und haben sich weiterentwickelt. Leider ist das vielen Weintrinkern –nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Borniertheit- verborgenen geblieben. Griechenland hat einiges zu bieten, mehr als nur Urlaubswein und Syrtaki.

Ich wünsche Euch ein paar schöne Sommertage und einen wohlverdienten Urlaub.
Wein am Limit gönnt sich eine kleine Sommerpause und wir sehen uns bald wieder mit „Mehr Spaß im Glas“

Euer
Hendrik

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Kommentare

35 Kommentare zu “Folge 184 : „Greek Wine Medley“

  1. Wenn man in Amyndeo ist kann man sicherlich das Alpha Estate besuchen und Weine verkosten. Die Weine sind auch ganz ok. Allerdings sollte man es sich nicht entgehen lassen Domaine Karanika in der Nachbarschaft aufzusuchen und die Weine und sehr guten Sekte zu verkosten. Ich hoffe, Hendrik, das hast du nicht.

    Viele liebe Grüße
    Ralph

  2. „Leider ist das vielen Weintrinkern –nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Borniertheit- verborgenen geblieben.“

    Was auch immer man – zu Recht – einer weitverbreiteten Discounterkette mit musikalischem Namen vorwerfen mag, in der sogenannten „Griechenland-Woche“ werden/wurden durchaus auch einmal Weine angeboten die dort ganz unerwartet sind. Aber wie bereits oben angemerkt, was nicht gekauft wird, wird auch nur 1x angeboten.

    Kreta wäre für mich auch ein wertgeschätztes Ziel, vor allem wegen der Kräuter, des Olivenöls und der Hoffnung auf ein ruhiges Plätzchen zum genussvollen einfach nur dasitzen und in die Landschaft zu schauen.

  3. Hi Hendrik,
    schöne und interessante Folge. Mit griechischem Wein verbinde ich nur einige schlimme Erfahrungen mit Retsina zu gefüllten Weinblättern in den typischen griechischen Kneipen Anfang der 90er.
    Mit steigendem Weininteresse sind bei mir dann nur die wohl typischen Vorurteile über griechischen Wein geblieben – eigentlich bis heute.
    Aber solche Folgen animieren, die Vorurteile mal auf den Prüfstand zu stellen…. Danke dafür 🙂

  4. Hallo Hendrik,
    habe mir gedacht, dass ich heute auch mal wieder einen Kommentar schreibe, da ich auch grad mit griechischen Weinen experimentiere.. Der SB von Alpha Estate ist einer der frischesten die ich kenne. Stachelbeere bis zum abwinken und lässt einen viele Übersee-SBs vergessen. Der Xinomavro “Old Vines” ist der absolute Hammer. Habe vor kurzem mit Hardy beim Orpheus in Wien eine Flasche getrunken. Lammkoteletts vom Grill mit viel Zitrone dazu, genial. ( vorher Meze zusammen mit dem SB) Der Alpha One ist dann der Überflieger, den ich mit großen Weinen in eine Gruppe stecken würde. Alpha ist ja noch ein sehr junges Weingut ( gegründet 1997). Schade, dass Du den Norden nur gestreift hast. Eine Region aus der früher vor allem die Tafeltrauben nach Deutschland kamen. Dort ist weintechnisch eine absolute Revolution im Gange.Probiere mich grad durch. Übrigens hat Griechenland eine der besten Küchen der Welt und eigentlich mag man dort die Deutschen sehr, so lang man nicht mit Angie verwandt oder befreundet ist.

    Jamas

      1. Also was ich mir grad schmecken lasse, ist der 2012er SB mit einem Anteil Assyrtiko von Ktima Biblia Chora. Auch ein junges Weingut und den finde ich schon Klasse. Ist auch schon getestet. Die Sendung war wirklich viel zu kurz um einen genauen Einblick zu geben, aber sie macht neugierig..

        1. Der Biblia Chora White (SB / Assyrtiko) ist sehr gut. Besser ist der von Chatzivaritis (gleiche Zusammenstellung). Biblia Chora gehört wie Alpha Estate zu den etablierten Weingütern in Griechenland. Interessanter sind aber eben .die kleineren, unbekannten Winzer. Griechenland ist wirklich stark am Kommen. Immer mehr Proben erreichen mindestens 85 Punkte. Das ist im Durchschnitt schon sehr erstaunlich meine ich … Nieten werden immer weniger.

          Es macht sehr viel Spaß sich mit den griechischen Weine zu beschäftigen. Wir hoffen das die Wiege des systematischen Weinanabaus wieder zu alter Stärke zurückfindet. Die fleißigen Griechen sind auf einem sehr sehr gutem Wege! Alle Rebsorten aus Griechenland kann man hier finden: http://www.griechenland-weine.de/griechische-rebsorten-abc.

          Habe gerade einen Thrapsathiri (eine kretische Abart des Agäischen Athiri) im Glas von IDAIA Winery in der Nähe Dafnes. Wunderbar! – Der Wein heisst Ocean und so salzig schmeckt er auch.

          Dafnes ist der Ort wo einer der besten Wizer aus Griechenland einen Sitz hat: Douloufakis. Schicke gerne Proben Kostengünstiger für Liebhaber!

      2. …..wenn ich mir mal eine Frage erlauben darf: Wer hat denn die Weine von Alpha Estate überbewertet bzw. welcher weise Weinkonsument/Händler kennt denn deren wahren Wert, um zu beurteilen, dass diese “überbewertet” sind?

        1. Letztlich ist es jeweils nur eine Meinung – so oder so.
          Es gibt aber einige Stimmen die das sagen in Fachkreisen in Griechenland. Bei unserem Weinpreis in Hamburg haben die Alpha Weine fast durch die Bank nicht das gehalten was sie versprachen. Die meisten liegen im “Silber-Bereich”. – Auch das ist letzten Endes nur eine Bewertung einer Jury … andere beurteilen wieder ganz anders (die gleichen Weine / Jahrgänge). So ist es nun einmal. Was ich persönlich aber meine sind die Superlative mit denen die Weine ausgestattet werden. Mir ist nicht ganz klar warum. Ohne Frage sind die Weine gut bis sehr gut, aber Superlative sind überflüssig bei Alpha. ich glaube es gibt sehr viele kleinere Weingüter (ohne Palastbau wie Alpha) die meiner Meinung nach bessere Weine machen.

      3. Bitte nicht falsch verstehen. Ich kenne die Weine von Alpha nicht, ebenso kenne ich keine der hier im Video vorgestellten oder hier im Blog erwähnten Weine.
        Also kann ich nicht sagen, ob mir die Weine schmecken bzw. besser oder schlechter schmecken als andere griechische Weine und über die Arbeit des Weinguts Alpha kann ich mir ebenfalls kein Urteil erlauben.
        Trotzdem finde ich bei dem eher subjektiven Thema Wein bzw. dessen geschmackliche Bewertung Urteile wie “überbewertet” als unpassend.
        Für mich schwingt darin mit, dass die “Überbewerter” leider keine Ahnung haben, man selbst sich aber über die Gruppe dieser “Unwissenden” stellt.
        Urteile wie: “schmeckt mir nicht”, “mir schmeckt anders besser”, “PGV passt für mich nicht”, etc. erscheinen mir eher angebracht.
        Just my two cents

        1. Lieber P-No,

          ich danke Dir für diesen Kommentar. Ich weiß nicht woran es liegt, aber sobald man auf das Thema “Griechischen Wein” kommt gibt es immer jemanden der es “besser” weiß und noch etwas kennt das “besser” ist. Das habe ich nun schon ein paar Mal erlebt. Zufall? Ich glaube es nicht mehr und darin liegt auch ein Teil des Dilemmas, daß es mit griechischem Wein langsam vorangeht. Dieser fehlgeleitete Stolz…

          Das Weingut Alpha Estate ist übrigens zum Weingut des Jahres im veritablen amerikanischen “Wine & Spirits” Magazin gewählt worden. Ein tolle und gerechtfertigte Auszeichnung, wie ich finde.

          Schade, bei solchen Debatten haben die meisten Konsumenten schon jetzt die Lust wieder verloren es mal “griechisch” im Glas krachen zu lassen.

          My three cents,

          Hendrik

          1. Lieber Hendrik, nichts für ungut, dein Bericht ist ja sehr gut und hilfreich.

            Diese Debatte ist aber alles andere als schädlich sondern animierend. Es zeigt meiner Meinung nach nämlich nur, dass es sehr sehr viele sehr gute griechische Weine über die man bereits trefflich fachsimpeln kann und eine eigene Meinung dazu haben darf, die man auch kundtun kann :-). Man darf eine Meinung über Alpha Estate Weine haben und andere können sich ihre eigene Meinung bilden. Wine & Spirits hat auch seine Meinung und das alles finde ich sehr sehr gut so. Ich denke, dass es bestimmt Leute geben wird die jetzt einige Weine irgendwo diese und andere passende Weine bestellen und selbst beurteilen. – das ist doch positiv.
            Interessant finde ich z. B. das du dich sogar an den kleinen Abfüller und Vermarkter Alexakis herangewagt hast.

            In diesen Sinne ein weiter so und ein herzliches Jamas!

    1. “eigentlich mag man dort die Deutschen sehr, so lang man nicht mit Angie verwandt oder befreundet ist.”

      Ich habe 2 griechische Freunde, hier in Deutschland kennen gelernt. Die haben mir ohne großes Aufhebens in der Not mit persönlichem Einsatz und harter Arbeit weitergeholfen. Das verbindet. Trotzdem muss ich nicht ausflippen wenn es um griechische kulinarische Genüsse geht. Tun die beiden Griechen auch nicht, sie kaufen kostenbewusst ein und kochen für ihre Familien was allen schmeckt. Wein war nie ein Thema, eher der merkwürdige griechische Kaffee mit gemahlenen Kichererbsen. 😉

  5. P.S. Das mit der Karte fand ich ganz witzig, da mir mein griechische Kollege auch immer alles anhand einer alten Griechenlandkarte erklärt. Preislich sind die guten griechischen Weine eigentlich auf fairem Niveau.

  6. Nach der letzten Folge, die mir auch wieder sehr gut gefallen hat, muss ich sagen: Wieder eine wirklich schöne Folge. Weiter so.
    Der SB hat mir im Orpheus auch sehr gemundet und Griechenland ist im kommen. Sei es beim Wein oder beim Essen.

  7. verstehe ich zwar, teile die Meinung aber nicht. Überbewertet könnten z. B. Weine sein, die ein besonders großes Marketing Budget haben … just my 2 cents :-).
    Mich wundert es schon, dass manche Weine immer wieder in Fachzeitschriften extrem gut bewertet werden. – Woran das wohl liegen kann, vermag ich im Einzelfall nicht beurteilen ;-).

  8. Ich beschäftige mich einigermaßen intensiv mit den Weinen des Mittelmeerraums, habe vor einem Kreis Interessierter vor 10 Tagen in München einen kleinen Querschnitt – von Boutaris Moschofilero über Gerovassilious Malagousia und Kir Yiannis Ramnista bis zu Alpha Estates Cuvée aus Merlot, Syrah, Xinomavros – vorgestellt uns kann die Hinweise und Kommentare von Hendrik Thoma nur bestätigen: Es hat sich viel getan in Griechenland und es lohnt sich, diese Szene zu beobachten. Besonders spannend ist die Kombination von in Bordeaux, Dijon und Montpellier erworbenem Spitzen-Knowhow mit der entschiedenen Wiederentdeckung alter, früher oft lieblos behandelter Rebsorten. Die Einschätzung der Qualität von Alpha Estate durch Hendrik Thoma möchte ich bestätigen. Angelos Iatridis ist halt als Schüler von Denis Dubourdieu ein Perfektionist. Schade nur, dass seine Preise im Steigflug sind. Aber im Vergleich mit Bordeaux und Burgund darf man sich dann doch wieder nicht beschweren.

  9. Also ich finde Alpha nach wie vor super. Ist für Griechenland ein internationaler Schrittmacher wie Penfolds für Australien. Ich glaube aber auch, dass die Kommentare viele neugierig gemacht haben. Wie wäre es denn mit einem Livestream mit griechischem Wein? Wäre mal eine Sendung wo jeder seine Meinung dazu äussern könnte. Übrigens ist die Kommentaranzahl ja wohl sprunghaft angestiegen?

  10. Tatsächlich hätte ich jetzt Lust mich ein wenig mehr mit griechischem Wein zu beschäftigen.
    Einen Wein, den ich in den letzten Jahren immer mal wieder im virtuellen Warenkorb hatte, dann final aber doch nie gekauft habe, ist der Trilogia von Christos Kokkalis. Kennt hier jemand die Weine von Kokkalis und kann diese empfehlen?

    1. Im Grunde hast Du die Frage doch schon selbst beantwortet, der Artikel lag bereits im Warenkorb und Du hast ihn verworfen. Bleib dabei, richtige Entscheidung! 😉

    2. Von Christos Kokkalis kenne ich nur den Mova, und der hat mir gut gefallen. Interessante Blend aus griechischer Rebsorte und Cabernet Sauvignon, Preis war ca. 15 € wenn ich mich noch richtig erinnere….ist schon wieder ein paar Monate her….davon abgesehen ist Griechenland eines der Länder aus denen ich noch relativ wenig kenne, da gibt’s sicherlich noch einiges zu entdecken.

      Und es freut auch mich dass hier wieder mehr geschrieben wird, auch von einigen “alten Bekannten”. Zugegeben, ich gehöre auch nicht zu denen die zu jeder Folge ihren Senf abgeben müssen, aber wenn es um Weine oder Anbaugebiete geht die ich kenne oder ein Thema ansteht zu dem ich mitreden kann (und will) dann bin ich schon dabei beim kommentieren.

      1. Hi Werner,
        der Mova scheint mir interessanter zu sein als der Trilogia und ist vielleicht ein ganz guter Erstversuch mit griechischen Wein. Danke für den Tipp 🙂

  11. Danke für den Rundumschalg durch die griechischen Weine. Macht Lust mal zum Weindealer zu gehen um zu schauen, welche der davon im Regal hat. Die Weine von Alpha Estate habe ich schon mal auf der virtuellen Einkaufsliste notiert.

  12. Da ich mich mit griechischen Wein überhaupt nicht auskenne und ihn noch nie probiert habe kann ich nichts relevantes zur Diskussion beitragen. Die Folge hat allerdings einen, wie ich finde, guten Einblick gegeben. Griechenland war nicht ansatzweise auf meiner Einkaufsliste und wäre dort bestimmt auch nicht so schnell drauf gekommen, aber ein bisschen neugierig bin ich schon geworden.

      1. Betreffend Griechenland und Wein erlaube ich mir drei Punkte anzuführen :

        1) Die wenige Male, wo ich in einem griechischen Restaurant war, war das Essen immer lecker und der Wein süffig. Aber jetzt nichts, wo ich mir sagen würde, “WOW, den will ich ich zuhause!”.
        2) Das eine Mal wo ich in Griechenland war, stand der Ouzo an erster Stelle, ich war noch nicht mal in meinem Hotelzimmer gewesen, mussten wir die ersten Willkommensgläser leeren. Später dann wurden wir von unserem Gastgeber noch irgendwohin gekarrt, wo im Weinkeller alles süss schmeckte (war in der Pelepones).
        3) Diesen Punkt hab ich jetzt glatt vergessen. Das dritte Glass neuseeländischen SB ist jetzt doch wohl zuviel. 😉

        1. Es wäre jetzt wirklich schön, wenn man die(wenigen) Erfahrungen, vielleicht auch Vorurteile gegenüber dem griechischen Wein mal beiseite lässt und sich (meinetwegen) auf ein neues Abenteuer mit ihm einlässt. Griechenland ist die Wiege des systematischen Weinanbaus und deren Verbreitung in der damaligen bekannten Welt. – Ehre wem Ehre gebührt :-).
          Es gibt viele Einkaufsmöglichkeiten in Deutschland dafür. Alpha Estate, Biblia Chora, Douloufakis, Alexakis, Chatzivaritis, Gerovassiliou, Manousakis, Karanika, Kokkalis, Vriniotis, Skouras; Adam Winery ….. und so viele mehr sind es wirklich wert von Euch verkostet zu werden.

          Jamas!

  13. Hallo Hendrik !
    Toll das du mal wieder ein paar Griechen vorgestellt hast.
    Kann auch nur bestätigen das das Weingut Skouras Top ist. Habe es gerade erst selbst besuchen können und war schwer beeindruckt.
    In diesem Sinne öfter mal nen Tropfen aus dem Land der Götter. Jamas !

  14. Tolle Folge – macht richtig Lust auf Weinurlaub in Griechenland. Danke Hendrik. Mir haben die verschieden Locations und die verschiedene Weinpräsentation sehr gut gefallen!

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