Wein am Limit - Hendrik Thoma
02.09.2014 - Folge 191 / Teil 2

Discount on me!?

Weine im Video

Name des Weines Soulfaktor Preisspanne
2014 Prosecco Collinetta
Vino Frizzante,
Soulfaktor 2
10-20 Eur
2012 Cuvée Angélique
,
Soulfaktor 2
10-20 Eur
2009 Vino Nobile di Montepulciano Riserva
,
Soulfaktor 1
10-20 Eur
2012 Tuella
,
Soulfaktor 3
10-20 Eur

Liebe WALinauten,

heute geht es um den immer wieder gerne in den Medien besprochenen Wein aus dem Discount oder dem Supermarkt. Er ist des Deutschen liebstes Kind und Grundlage für viele Weinmyhten und Legenden. Wie z.B. die Mär vom Aldi Champagner der an der Konkurrenz vorbeizog.

Als Mitverkosterin habe ich die Hamburger Sommelière Ina Finn, die sich vor einigen Jahren mit ihrem Event- und Schulungsraum Villa Verde selbstständig gemacht hat. Im Link unten geht es zu Ihrer Seite und dem für diese Folge auslösenden Artikel der vor kurzem in der Tageszeitung „Die Welt“ stand. Die größten deutschen Weinhändler sind Aldi und Lidl.

In dieser Folge geht es nicht um das beliebte „Bashing“ der Billigweine, oder den unfairen Vergleich mit Topweinen, sondern in sachlicher Form darum, ob die vorgestellten Weine ihr Geld wert sind.

Ina ist beratend in der Branche der „Großen deutschen Weinhändler“ tätig und weiß einiges über die Hintergründe und Fakten zu erzählen.

Für mich ist es wichtig in dieser Folge neugierig zu bleiben. Was bekomme ich für mein Geld und was kann ich erwarten? Darum und um nichts anderes geht es in dieser Folge.

Wir sind gespannt auf Eure Kommentare und Einschätzungen.

Ich wünsche Euch weiterhin mehr Spaß im Glas,

Euer
Hendrik

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Kommentare

23 Kommentare zu “Folge 191 : Discount on me!?

  1. Danke – mehr davon. Sehr interessante Doppel-Folge und vor allem mit einem überraschendem Ausgang.
    Den Tuella hatte ich letztens in der Hand beim Rewe, den hat mir die Winemeister-App deines Kollegen und früheren Gastes Jan Konetzki rausgeworfen, ich hab den aber nicht eingepackt, da mir die Empfehlung “Wann trinken 2017” dann doch zu lang hin war 🙂

    Gerne mehr solche Folgen mit Blindverkostungen der Supermarktweine. Wenn ich mir die Weinregale im örtlichen Real oder des ( privat geführten ) Edeka´s im Nachbarort ansehen, da fällt die Wahl doch schwer und auf einen Etikettenblender, der dann im Ausguss landet, hab ich auch keine Lust.

  2. Ich glaube Jan Konetzki wäre der ideale Gast für genau dieses Thema gewesen, da diese Discounter- und Supermarktweine ja genau sein Thema bzw. das seiner App sind.
    Ganz witzig, er bewertet den Cuvée Angelique als “Werktags-Rotwein” und vergibt 2,5 Punkte und gibt dem Tuella genau so viele und beschreibt ihn mit den Worten “Saftiger Douro-Wein, der etwas die ätherische Intensität des Douro vermissen lässt.”
    Insgesamt finde ich, dass man im Discounter nichts findet, was einem der Supermarkt oder das Fachgeschäft nicht auch bietet und wenn man dann letzlich sich nur(!) wegen des Preises für Discounter entscheidet, dann ist das halt bei denjenigen so, aber mein Ding ist es nicht. Beide Punkte sollten in einem soliden Verhältnis zueinander stehen. Wenn ich einen Prosecco für 1,99€ haben kann, der eurer Beschreibung entspricht, dann greife ich eventl. doch lieber für 5€ mehr zu einem Fritz Müller. Aber jeder bitte, bitte so wie er mag, denn mir ist jemand, der weiß, was er will und begründen kann, warum er sich am liebsten den Franz Keller Rosé im Aldi kauft lieber als jemand, der für Weine sauviel ausgibt, ohne ne Ahnung zu haben bzw. sie schätzen zu wissen.
    In einem Punkt möchte ich Hendrik noch Recht geben, denn was bei Edeka teilweise im Regal steht sucht seinesgleichen und da ist mittlerweile auch recht gut geschultesPersonal am Start. In Süddeutschland habe ich neulich in einem Edeka Laible, Huber, Duijn, zig VDP’s und auch Anima Negra, etc stehen sehen und nen Verkäufer, der richtig auf Zack war.

        1. Also Kohler in Lahr und Kehl ist sicherlich sehr gut sortiert und Scheck auch, ich habe aber beim Edeka Timm-Zinth in Offenburg (eventl. ist das schon Rammersweier) eingekauft. Guter Laden, auch in Punkto Bier (sogar mit ne nem separaten Kühlschrank für Craft Beer z.B. Brooklyn Brewery, Braufactum, Barley Wine,…)

  3. Hallo, da habt ihr die ersten drei Weine aber noch ordentlich schön geredet. Meine Leber wäre mir dafür zu schade. In vielen Supermärkten bei uns im Ruhrgebiet (Rewe, Kaisers und Edeka) gibt es tatsächlich ganz gute Sachen. Ein Sauvignon Blanc von Fritz Waßmer (Baden) für 6.99 war der Renner bei den Damen auf meiner Geburtstagsparty. Es gibt tatsächlich einige VDPs (z.B. Dr.Loosen )sowie Übersee Weine wie Sauvignon von Villa Maria NZ. Sorry, im Discounter habe ich bis jetzt nur mieses Zeug bekommen. Lediglich der Bissinger Champagner von Lidl ist trinkbar, für 15,99 hole ich dann dennoch lieber einen Winzer Sekt vom Fachhandel. Auf jeden Fall ein spannendes Thema und eine kurzweilige Folge.

    1. Apropos, „Lidl ist trinkbar“, den Prosecco Valdobbiadene DOCG, extra trocken für 5,99 (ebenfalls 85 Punkte von Richard Bampfield) hab ich mir schon mehrfach gekauft. Finde den sehr OK und mit Genuss trinkbar.

      Mein Eindruck: oft bleibt es beim einmaligen Ausprobieren eines Angebots, manchmal ist aber etwas dabei was mir gut gefällt und was ich gerne nochmals kaufe. Zu Discounterpreisen werden auch im Netz Weine verkauft, dort lohnt es sich eher mal reinzuschmecken. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit Nieten zu ziehen genau so groß, die Qualität der “Treffer” ist aber teilweise erstaunlich weit über dem was es zu dem Preis im Discounter gibt. Bei diesen Netzangeboten handelt es sich nicht um Billigweine sondern qualitativ höherwertige Restposten. Da lohnt es sich auch mal einen Fehlkauf zu riskieren, es kommt letztendlich mehr dabei heraus.

  4. Hallo Hendrik,
    also mein letzter Discountwein war am letzten Wochenende auf einer Einladung ein Wein von ALDI, nämlich aus der Edition Leo Hillinger. Trinkbar, fruchtig einschmeichelnd. War ok und hinter den Hillingerweinen im Discount stehen ja Winzer, deren Ausbau von Hillinger überwacht wird. Gleiches gilt meines Wissens nach für die Franz, bzw. Fritz Keller-Weine. Für mich sind diese Weine allerdings die Ausnahme und haben auch ihren Preis. Nur der große Anteil der Massenweine kann bei mir nicht landen. Teilweise immer noch Plörre, die man aber durch die moderne Weintechnik trinkbar gemacht hat. Man forscht die Verhaltensweisen der Weintrinker aus und trickst im legalen Bereich herum. Mit idyllischem Fahrrad oder einem alten Stich von Zirngiebelhausen regen diese das deutsche “Weinkennerherz”. Herkunft ist jedoch nicht sofort nachvollziehbar und mir fehlt die Verbindung zum Winzer. Und irgendwo hat auch der Weintrinker eine gewisse Verantwortung. Meine beiden Lieblingsweine in den letzten Wochen waren eine GV Reserve Loiserberg von Jurtschitsch aus dem Kamptal und ein Weißburgunder von Wittmann aus Rheinhessen. Beide im erschwinglichen Bereich und mit Trinkfreude. Nach der sollte man gehen und nicht nur nach dem Preis. Lieber weniger und dafür gut.

  5. Eine kleine Geschichte vorweg. Den Jahreswechsel 2012/2013 verbrachte ich in Deauville, einem Badeort in der Normandie. Die Franzosen kauften für das Fest ein, als gäbe es kein Morgen. Die Märkte waren voller, herrlicher Dinge. Die schönste Begebenheit erfuhr ich dann bei einem Weinhändler. Ich hatte mir selbst gerade meine Festtagsweine ausgesucht, als ein alter, verbeulter Peugeot 206 vor der Tür hielt. Ein Mann stieg in verwetzter Jeans aus und kaufte ohne große Umschweife eine Kiste Champagner für 360 Euro. Er sagte, die Familie komme und er brauche etwas zum Feiern. Ich war schwer beeindruckt.

    Mein erster Gedanke gehörte einem bundesdeutschen Discounter-Parkplatz. Welcher Kontrast! Dort sehe ich genau den umgekehrten Fall. Leute parken mit blank polierten Karossen und laden 6er-Kartons Pinot Grigio zum Stückpreis von 1,99 € in den Kofferraum. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Das gute 5W – 30 Leichtlauföl für den Motor, 25,99 €, das billige Olivenöl aus verschiedenen Ländern der EU für 2,99 €. Supermegasprit im Tank, Billigfusel in den Magen! Das gute Porzellan als Teller, darauf Tütenwurst und Fertiggerichte. Am Abend Johann Lafer gucken und dabei eine Fertigpizza in den Ofen schieben. Und, schlimmer noch, das Kilo Fleisch für 2,99 € kaufen und sich dann über den nächsten Gammelfleischskandal oder Tierquälerei aufregen! Leider sind das die Realitäten bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

    Um das gleich klarzustellen. Es gibt Leute in diesem Land, die von sehr wenig Geld leben müssen, was ich auch als Schande für das Land empfinde. Das ist ein anderes Thema und diese Leute haben mein Verständnis und mein Mitgefühl. Ich rede über die anderen, über uns. Wir dürfen alle miteinander daran arbeiten, dass Essen und Trinken wieder den Stellenwert bekommen, die sie verdienen. Klasse statt Masse, Qualität als Messlatte. Das macht die Welt nicht perfekt, sondern unsere Lebensmittel besser. Qualität und Handwerk haben ihren Preis und das haben wir zu respektieren.

    Lieber Hendrik Thoma, danke für diesen Blog. Weil er sich für Qualität stark macht!

    1. Erinnere mich an ein Video aus 2011 und dort gegebenen Basis-Tipps für den Einkauf:
      Google-Suche mit: “Einkauf im Supermarkt: So erkennen Sie die besten Weine”
      Sinngemäßes Zitat:
      „Fast keiner kauft Wein im Supermarkt, das macht man nicht, das geht nicht. Das ist so ähnlich wie keiner liest die Bildzeitung, kein Mensch geht zu Mc Donalds. Wein aus dem Supermarkt ist nur etwas für Penner auf der Parkbank.
      Das ist natürlich Quatsch.“

      Die auf der Straße befragten Passanten sangen dann das gleiche Lied, da finde ich die Beiträge hier im Blog schon deutlich ausgewogener.

      Belastbarer scheinen mir Zahlen zu sein die trustedshops.de über das Internetshopping veröffentlicht hat – da heißt es unter der Überschrift:
      “Deutsche kaufen jährlich 18 Mal online ein”

      „Demnach liegen die Deutschen drei Einkäufe über dem europäischen Schnitt, der bei 15,2 Einkäufen liegt für 2014. Auf Platz zwei rangieren die Briten mit durchschnittlich 18,0 Einkäufen pro Jahr, dahinter folgen die Franzosen mit 15,8 Online-Bestellungen.“

      Der durchschnittliche Jahresumsatz je Käufer solle bei ca. 1.200 EUR liegen. –
      Wem also das Auto verrostet und die Jeans löchrig geworden sind, kann seine trockene Kehle immer noch online zu Preisen seiner Wahl anfeuchten lassen. 😉

      1. Zitat aus dem Trustedshop-Artikel: “Der Online-Einkauf überzeugt die Deutschen durch den klaren Preisvorteil….”

        Das bestätigt es, Hauptsache billig…, ganz nebenbei, der grausamste Slogan der letzten Jahre: Geiz ist geil. Für mich ist Geiz abstoßend!

      2. Der „Preisvorteil“ ist nur eine Beigabe, der Onlineshopper erwartet darüber hinaus auch die gleiche Rückgabemöglichkeit ohne wenn und aber wie sie ihm auch jeder Discounter bietet. Aber auch das soll angeblich nicht mehr reichen, wie die intensive Diskussion über den umsatzstärksten Onlinehändler in D zeigt, der daraufhin NEUE Arbeitsplätze in PL statt in D geschaffen hatte. Es ist nicht Geiz, es ist Gier! 😉

  6. Das Fazit aus diesen beiden Folgen für mich: Wenn man ein bisschen Sachverstand mitbringt, hat man gute Chancen, auch im Supermarkt oder Discounter einen akzeptablen Wein zu erstehen. Wenn man allerdings darauf aus ist, sich in Sachen Wein immer nur mit der hohen Kunst zu beschäftigen, sollte man lieber die Finger davon lassen. Wenn ich ein bisschen was über Wein gelernt habe, und dazu bieten z. B. diese Plattform und auch das Unternehmen von Frau Finn ja gute Gelegenheit, weiß ich eben, dass ein Vino Nobile für 5 oder ein Amarone für 12 Euro nicht das bieten können, was sie versprechen. Für solche Weine ist das zwar ein Spottpreis, für schlechten Wein dann aber eben doch viel zu viel. Dann greift man eben – wenn man sich auskennt – lieber zu einem Tuella aus dem Douro, einem ehrlichen Tropfen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Leider zerstören diese angeblichen Discounter-Schnäppchen auch den Ruf der Weine. Schon öfter habe ich von Bekannten Aussagen gehört, dass sie von einem bestimmten Wein, z. B. Barolo, nicht viel halten, weil sie mal einen probiert hätten, der ganz schrecklich war. Im weiteren Gespräch stellt sich dann meist heraus, dass es einer vom Discounter war. Und mit einer solchen Erfahrung, fällt es einem Nicht-Experten dann natürlich schwer, für einen Wein gleichen Namens 20 Euro oder mehr auszugeben.
    Auf jeden Fall vielen Dank für die beiden Folgen, die endlich mal wieder für den “Normalverbraucher” von praktischem Wert sind.

  7. Apropos „hohe Kunst“ wie es der Zufall so will sind wir mittlerweile in der Jahreszeit in der bald wieder die „Weinachts“-Weine mit den großen Namen in die Drahtgitterboxen beim Discounter gefüllt werden. Und wer Anfang dieses Jahres ein wenig die Augen offen hatte weiß ganz genau welche Flaschen weg gingen wie geschnittenes Brot und welche Körbe auch noch verschämt in die Ecke geräumt gut gefüllt Februar, März vor sich hin dämmerten.

    Etiketten-Käufer am Werk – was kann es schöneres geben als arglose Verwandtschaft zum Fest zu bescheren? 😉
    Ungeschoren scheinen mit der Billig-Nummer genug Käufer „glücklich“ davon gekommen zu sein – oder warum werden wir dieses Spektakel auch in 2014 erleben? 😉

  8. Weniger spannend und interessant als unterhaltsam empfand ich diese Sendung, war das Ergebnis doch bei eurem Anspruch irgendwie auch vorweg zu nehmen. Zum Schluss gab es ja dann sogar doch noch eine kleine Überraschung, aber schließlich muss ja auch jemand diese Folge bezahlen (Rewe?!?)….

  9. Was meiner Meinung nach gar nicht geht sind die bekannte Weine wie Chateuneuf.., St. Emilion, Brunello….”, die für um oder sogar unter 10 Euro angeboten werden. Da bin ich ein paar mal darauf hereingefallen. Das waren immer Weine, wo ich mir gedacht habe, ok auch in Chateuneuf..usw geht dem einen oder anderen Winzer was in die Hose. Oder es gab Gewitter mit Hagelschaden und faulige Trauben. Oder sonstwie schlechtes Lesegut. Statt es als Dünger zu verwenden wird es dann mit Kellertechnik zu irgendwas mehr oder weniger trinkbarem gepäppelt und dann unter einem nichtssagenden label abgefüllt, schickes Etikett drauf und ab in den Supermarkt. Euer Test des Vinonobile hat ja genau das ergeben. Großer Name, mieser Inhalt.

  10. Es gibt ja die viel gebrauchte Phrase “Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken”, aber ich würde eher die Abwandlung “Das Leben ist zu kurz, um gewöhnlichen Wein zu trinken” verwenden. Das ist auch mein persönliches Problem mit den Supermarkt- und Discounter-Weinen. Die sind häufig eigentlich gar nicht mal objektiv schlecht, aber es fehlte bisher allen Kandidaten das Besondere, das Einzigartige, es fehlte tatsächlich “der Spaß im Glas”. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn bei den immensen Mengen, die je Discounter-Sorte hergestellt und vermarktet werden muß, bleibt zwangsläufig kein Raum für eine persönliche Note. Die würde möglicherweise auch zu viele Leute verschrecken. Produkte mit großer Stückzahl sind in der Regel nur marktgängig, wenn man im Geschmack nicht zu sehr auffällt.
    Und: “Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten” (John Ruskin, engl. Sozialreformer, 1819 – 1900).
    Was nicht heißt, daß es nicht auch für relativ kleines Geld super Tröpfchen gibt. Meine günstigste Weinerfahrung mit ungetrübtem Spaßfaktor kostete vor ein paar Jahren 5,20 EUR je Flasche und war ein Chardonnay aus Rheinhessen, aber der war eine echte (Preis-) Ausnahme.
    Gerade habe ich im Trentino sehr sehr spaßvolle Weine für 8,90 EUR erleben dürfen (Roberto Zeni) und ansonsten bewegen sich die Preise in der Regel zwischen 10 und 20 Euronen je Fläschchen ungetrübten Trinkvergnügens.

    Fazit: wenn’s (mir) wirklich Spaß machen soll, dann erlebe ich den Wein am liebsten zuerst bei einer Verkostung beim Winzer selbst und im Anschluß immer wieder -auch mit den Erinnerungen an die schöne Zeit der Beschaffung. Auch diesbezüglich bietet der Discounter-Wein nicht wirklich viel Genußpotential…

  11. Noch eine Bemerkung zu
    “….sondern in sachlicher Form darum, ob die vorgestellten Weine ihr Geld wert sind.”
    Das ist natürlich wie fast alles Ansichtssache, aber ein Wein, der (mir) keinen Spaß macht, ist (mir) auch nichts wert, egal ob nun 1,99 EUR oder 199 EUR auf dem Etikett steht.
    Lieber beschränke ich mich beim Konsum auf den Bruchteil dessen, was ich fürs gleiche Geld beim Winzer anstatt beim Discounter bekomme, Spaß im Glas-mäßig habe ich da mit Sicherheit mehr davon. Also auch ökonomisch die bessere Entscheidung, nicht auf Teufel komm’ raus aufs billige Pferd zu setzen.

  12. Man kann diesen Beitrag auseinandernehmen wie man will. Wenn es nicht schmeckt, dann schmeckt es nicht. Mir haben diese Weine nicht besonders gefallen. Das mir die Hände gebunden sind, ist eine infame Unterstellung. Trinken Sie weiterhin langweilige, banale Industrieprodukte und werden Sie glücklich damit. Ihnen fehlt anscheinend Gefühl und auch das nötige Talent um Unterschiede zu schmecken. Da können Sie noch so die Ohren spitzen und hinter den Formulierungen etwas finden. Das von einer Familie, wie den Symingtons, offensichtlich auch in diesem Preisbereich gute, trinkbare Weine gekeltert werden wundert mich nicht. Die haben im Gegensatz zu den standardisierten Industrieprodukten nämlich eines zu verlieren. Ihren guten Ruf.

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